Raymond Leo Burke

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Raymond Leo Kardinal Burke

Raymond Leo Kardinal Burke (* 30. Juni 1948 in Richland Center, Wisconsin) ist ehemaliger Erzbischof von St. Louis und ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Raymond Leo Burke wurde als jüngstes der sechs Kinder von Thomas Burke und seiner Frau Marie geboren. Der Vater verstarb bereits im Jahre 1956, als Raymond Leo Burke erst acht Jahre alt war. Später siedelte die Familie nach Stratford in Wisconsin um. Von 1962 bis 1968 besuchte Burke das Holy Cross Seminary in La Crosse, Wisconsin. Von 1968 bis 1971 studierte er Katholische Theologie und Philosophie an der Katholischen Universität von Amerika in Washington D. C. und von 1971 bis 1975 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom.

Am 29. Juni 1975 empfing Raymond Leo Burke durch Papst Paul VI. im Petersdom das Sakrament der Priesterweihe und wurde in das Bistum La Crosse inkardiniert. Anschließend wirkte er als Geistlicher an der Kathedrale St. Joseph der Arbeiter in La Crosse, Wisconsin, und erteilte darüber hinaus Religionsunterricht an der Aquinas High School. Von 1980 bis 1984 ging Raymond Leo Burke erneut nach Rom, um an der Gregoriana Kanonisches Recht zu studieren, was er zunächst mit dem Lizentiat, später mit einer Promotion zum Dr. iur. can. abschloss. Nach dem Abschluss des Kirchenrechtsstudiums in Rom wurde er in die Diözesanverwaltung des Bistums La Crosse berufen und zum Moderator Curiae sowie zum Vizekanzler ernannt.

1989 wurde er der erste aus den USA stammende Ehebandverteidiger am Obersten Gerichtshof der Apostolischen Signatur. Am 10. Dezember 1994 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von La Crosse und spendete ihm am 6. Januar 1995 im Petersdom die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren die Kurienerzbischöfe und späteren Kurienkardinäle Giovanni Battista Re und Jorge María Mejía. Die offizielle Amtseinführung mit Inthronisation in der Kathedrale von La Crosse fand am 22. Februar desselben Jahres statt.

Am 2. Dezember 2003 berief ihn Johannes Paul II. zum Erzbischof von Saint Louis, wo er am 26. Januar 2004 offiziell in sein Amt eingeführt wurde. Am 27. Juni 2008 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Präfekten der Apostolischen Signatur. Im feierlichen Konsistorium vom 20. November 2010 nahm ihn Benedikt XVI. als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie Sant’Agata dei Goti in das Kardinalskollegium auf.[1]

[Bearbeiten] Mitgliedschaften

Raymond Leo Burke ist Mitglied folgender Institutionen der römischen Kurie:

[Bearbeiten] Ehrungen und Auszeichnungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Concistoro Ordinario Pubblico per la Creazione di ventiquattro nuovi Cardinali (Continuazione), in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 20. November 2010.
  2. Nomina di Membri del Consiglio di Cardinali e Vescovi della Sezione per i Rapporti con gli Stati della Segreteria di Stato, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 29. Januar 2011.
  3. Nomina di Membri della Congregazione per i Vescovi, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 17. Oktober 2009.
  4. Nomina di Membri della Congregazione per il Culto Divino e la Disciplina dei Sacramenti, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 6. Juli 2010.
  5. Nomina di membri della Congregazione delle Cause dei Santi, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 24. Juli 2010.

[Bearbeiten] Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Agostino Kardinal Vallini Präfekt der Apostolischen Signatur
seit 2008
Justin Francis Rigali Erzbischof von St. Louis
2003–2008
Robert James Carlson
John Joseph Paul Bischof von La Crosse
1994–2003
Jerome Edward Listecki
Justin Francis Rigali Croix de l Ordre du Saint-Sepulcre.svg Großprior der Statthalterei USA NORTHERN des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem
2003–2010
Joseph F. Naumann
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