Raymond Mhlaba

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Raymond Mhlaba (* 12. April 1920 in Mazoka bei Fort Beaufort; † 20. Februar 2005 in Port Elizabeth) war ein südafrikanischer Politiker und Kämpfer gegen die Apartheid.

Wie Nelson Mandela, Albert Luthuli und Walter Sisulu gehörte er dem African National Congress (ANC) an, in dem er zeitweise regionale Führungspositionen innehatte. Zugleich gehörte er der South African Communist Party (SACP) an. Von 1962 bis zu seiner Verhaftung 1963 war er Kommandeur des Umkhonto we Sizwe.

Im Rivonia-Prozess wurde er 1964 ebenso wie Nelson Mandela, Walter Sisulu, Denis Goldberg, Govan Mbeki, Ahmed Kathrada, Elias Motsoaledi und Andrew Mlangeni zu lebenslanger Haft wegen Sabotage verurteilt. Er saß bis 1982 in Robben Island ein, anschließend im Pollsmoor Prison in Kapstadt. Mhlaba wurde 1989 aus dem Gefängnis entlassen und wurde Mitglied einer ANC-Delegation, die mit Vertretern der National Party über das Ende der Apartheid verhandelte. Von 1994 bis 1997 war er Premierminister der Provinz Ostkap. Ab 1995 war er zeitweise Vorsitzender (chairman) der SACP.

1992 wurde Mhlaba mit dem Isitwalandwe ausgezeichnet, der höchsten Ehrung, die der ANC vergibt. 2005 starb Mhlaba an Leberkrebs.

Raymond Mhlaba war zwei Mal verheiratet und hatte acht Kinder.

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