rdesktop

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Das Open-Source-Programm rdesktop erlaubt über eine gewöhnliche Netzwerkverbindung den Fernzugriff von einem Unix-artigen System auf einen Rechner, auf dem Windows 2000 Server, Windows Server 2003, Windows XP, Windows Vista und Windows 7[1] läuft. Es holt den Windows-Desktop eines entfernten Windows-Rechners auf den lokalen Rechner, auf dem ein unixähnliches Betriebssystem oder OS/2 läuft.

Die Verbindung wird mittels des Remote Desktop Protokolls (RDP) hergestellt. Auf dem entfernten Rechner muss der Windows Terminal Server gestartet sein.

Im Unterschied zu anderen Methoden wie VNC, wird hier vom entfernten System aus direkt auf den lokalen Desktop geschrieben. Das ergibt einen deutlichen Performance-Vorteil gegenüber Methoden, bei denen die Ausgabe zuerst auf dem (echten oder virtuellen) entfernten Desktop erfolgt, wo sie dann gescannt und dann zum lokalen System weitergeleitet wird.

Das Computerprogramm läuft auf den meisten Unix-artigen Systemen wie beispielsweise FreeBSD, NetBSD, OpenBSD oder GNU/Linux, wenn dort ein X11-Server zur Verfügung steht. Für OS/2 und eComstation stehen Versionen für XFree86 sowie Presentation Manager zur Verfügung.

Es wurde von Matthew Chapman programmiert und steht unter der GNU General Public License (GPL). Die aktuelle Version ist 1.8.0 vom 9. August 2013.

Unterdessen gibt es mit FreeRDP ein Nachfolgeprojekt, das aktuelle RDP-Funktionalitäten wie z. B. remoteFX implementiert und unter einer Apache-Lizenz steht. Dieses Projekt wird im Rahmen der Open Thin Client Alliance von der Open Source Business Alliance finanziell gefördert.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • FreeRDP – fork von rdesktop, unter Apache License-2.0
  • xrdp – Implementation eines Servers, unter GPL

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Projekt-Wiki

Weblinks[Bearbeiten]