re:publica

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Logo der re:publica 13

Die re:publica ist eine Konferenz rund um das Web 2.0, speziell Weblogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Sie wird seit 2007 jährlich in Berlin veranstaltet. An drei Tagen werden in Vorträgen und Workshops verschiedenste Themenfelder behandelt, von Medien und Kultur über Politik und Technik bis zu Entertainment. Die meisten Vorträge und Diskussionsrunden werden als Audio- oder Videostream live ins Netz übertragen.

Veranstaltet wird die Konferenz von den Betreibern der beiden deutschen Blogs Spreeblick und Netzpolitik.org. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch das medienboard Berlin-Brandenburg und die Bundeszentrale für politische Bildung.

Die re:publica’16 wird ab dem 2. Mai 2016 stattfinden.

Name[Bearbeiten]

Der Name re:publica stammt von res publica (übersetzt: „öffentliche Sache“) ab.[1][2]

Bisherige Veranstaltungen[Bearbeiten]

re:publica’07 – Leben im Netz[Bearbeiten]

Berlin: Kalkscheune, 11.–13. April 2007, ca. 700 Besucher

Themenaufriss der Veranstalter: „Das Konferenz-Motto ‚Die kritische Masse‘ steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.“[3]

re:publica’08 – Die kritische Masse[Bearbeiten]

Berlin: Kalkscheune, 2.–4. April 2008, über 800 Besucher (ausverkauft). Ein Kernthema auf der re:publica 08 war der Datenschutz.

re:publica’09 – Shift happens[Bearbeiten]

John Kelly zu „Mapping the Global Blogosphere“ auf der re:publica ’09.

Berlin: Friedrichstadtpalast & Kalkscheune, 1.–3. April 2009, ca. 1500 Besucher (ausverkauft)

Themenaufriss der Veranstalter: „Das Konferenz-Motto ‚Shift happens‘ (‚Veränderung passiert‘) steht für den rasanten Wandel des Mediensystems: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web-2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern.“[4]

Kernthemen auf der re:publica 09 waren Urheberrechtsfragen und politische Aspekte der Internetnutzung.

re:publica’10 – now here[Bearbeiten]

Johnny Haeusler auf der re:publica’10

Die re:publica’10 fand vom 14. bis zum 16. April 2010 im Berliner Friedrichstadtpalast und der Kalkscheune & Quatsch Comedy Club statt. Sie hatte rund 2.700 Besucher, die sich auf 250 Terminen trafen und wurde damit als größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland charakterisiert.[5]

re:publica’11[Bearbeiten]

Die ägyptische politische Bloggerin Noha Atef[6] auf der re:publica’11

Die re:publica’11 fand vom 13. bis 15. April 2011 an denselben Veranstaltungsorten wie im Vorjahr statt.[5] Sie hatte etwa 3.000 Teilnehmer bei 169 Vorträgen und Workshops. Der Anteil an Frauen unter den Vortragenden konnte auf 30 Prozent erhöht werden.[7] Zum Auftakt der Konferenz gab Markus Beckedahl die Gründung des Vereins „Digitale Gesellschaft“ bekannt, der netzpolitische Themen nach dem Vorbild von Greenpeace weg vom Interesse der „Nerds“ in den Mittelpunkt gesellschaftlicher Diskussion stellen möchte.[8] Zu den Themen gehörten unter anderem die politischen Aktivitäten des Internetkollektivs Anonymous, das Ausmaß an gewünschter Privatsphäre oder Offenheit in sozialen Netzwerken und die Initiative des Vereins Wikimedia Deutschland, die Internetenzyklopädie Wikipedia zum ersten digitalen Weltkulturerbe werden zu lassen.[9] Daniel Domscheit-Berg erläuterte das Projekt OpenLeaks, das sich durch umfangreiche Vorarbeiten verzögert habe, technisch nun weitgehend fertiggestellt sei und eine politisch neutrale Alternative zu WikiLeaks werden wolle.[10][11]

re:publica’12 – Act!on[Bearbeiten]

Sascha Lobo auf der re:publica’12

Die re:publica’12 fand unter dem Motto „Act!on“ vom 2. bis 4. Mai 2012 in der STATION Berlin[12], einem Teil des Berlin Dresdener Bahnhofs, statt. Rund 350 Redner aus über 30 Ländern traten auf acht Bühnen auf.[13] Im Vorfeld trafen die Organisatoren die Entscheidung, die re:publica zu vergrößern. Dazu wurde die Veranstaltung in die STATION verlegt und die „re:publica GmbH“ zur finanziellen Absicherung gegründet, 30-40 Leute wurden zur Planung und Durchführung der Konferenz als Vollzeitkräfte beschäftigt.[14] Zum ersten Mal wurde die re:publica auch als Bildungsveranstaltung anerkannt, sodass Teilnehmer der Konferenz Bildungsurlaub beantragen konnten.[15]

Der Medienpartner Spiegel Online bot einen Livestream der Hauptbühne auf spiegel.de an.[16] Die Aktion Mensch stiftete zur Barrierefreiheit für fünf Vorträge Schrift- und Gebärdensprachdolmetscher.[17]

Ein Höhepunkt der Veranstaltung stellte das Interview mit Steffen Seibert dar, der über seine Twitter-Aktivitäten als Regierungssprecher berichtete. Ein größeres Medienecho entfachte die EU-Kommissarin Neelie Kroes, die in ihrem Vortrag den Satz „Macht euch keine Sorgen mehr wegen ACTA“ sagte, da sie nicht davon ausgeht, dass das umstrittene EU-Abkommen die nötige Mehrheit im EU-Parlament bekommt. Sie forderte eine Lösung ohne ACTA oder SOPA.[18]

re:publica’13 – IN/SIDE/OUT[Bearbeiten]

Eröffnung der re:publica 13

Die siebte re:publica fand vom 6. bis zum 8. Mai 2013 unter dem Motto IN/SIDE/OUT statt. Veranstaltungsort war zum zweiten Mal die STATION Berlin. Es wurden 5.000 Besucher erwartet, eingeladen waren 350 Redner.[19] Dazu zählen zum Beispiel Graham Linehan, Gunter Dueck und Yoani Sánchez.[20] Unter den Partnern der Konferenz war zum zweiten Mal Spiegel Online vertreten.[21][22]

re:publica’14 – INTO THE WILD[Bearbeiten]

The Yes Men auf der re:publica’14

Die achte re:publica fand vom 6. bis 8. Mai 2014 statt.[23] Sie war mit über 6.000 Menschen, 350 Sessions und 18 Bühnen [24] die größte re:publica bisher.

Die re:publica gehört mittlerweile zu den führenden Veranstaltungen im Bereich Internet, soziale Medien, Wirtschaft, Politik und deren Wechselwirkung mit Individuen und Gesellschaft. Die Themen und das Format der re:publica 2014 wurden gut aufgegriffen, sie stabilisiert sich dadurch in der Konferenzlandschaft.

Die große Anzahl von 500 Freiwilligen zeigt die starke Einbettung in die Community und deren großes Interesse. Die Veranstaltung hatte eine hohe Reichweite und Medienabdeckung (Millionen Tweets, aber auch Fernsehen und Printmedien).

re:publica’15 Finding Europe[Bearbeiten]

Alexander Gerst auf der re:publica15

Die neunte re:publica fand vom 5. bis 7. Mai 2015 statt. Sie war mit über 7.000 Menschen[25] und 450 Vortragenden[26] die größte re:publica bisher.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: re:publica – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kai Biermann: Zweifel als Motor des Fortschritts. Die Zeit, 14. April 2010, abgerufen am 10. Mai 2013.
  2. Jürgen Stüber: republica – Wenn Nerds weitgehend unter sich bleiben. Berliner Morgenpost, 8. Mai 2013, abgerufen am 10. Mai 2013.
  3. Über die re:publica’08
  4. Themenaufriss der re:publica’09
  5. a b Jan Tißler: t3n am 8. April 2011: re:publica XI: Vorschau auf Highlights der Internetkonferenz. 8. April 2011, abgerufen am 10. April 2011.
  6. Elisabeth Knoblauch: Ägyptische Bloggerin Noha Atef: „Die Menschen sind wütender als je zuvor“. Zeit Online, 31. Januar 2011, abgerufen am 17. April 2011.
  7. Ina Freudenschuss: Beckedahl gab Gründung des Vereins Digitale Gesellschaft bekannt. Der Standard, 13. April 2011, abgerufen am 17. April 2011.
  8. Patrick Beuth: Bloggerkonferenz re:publica: Der Internet-Erklärer. fr-online, 12. April 2011, abgerufen am 17. April 2011.
    Detlef Borchers: Die Digitale Gesellschaft befragt das Internet. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. April 2011, abgerufen am 4. März 2015.
  9. re:publica will Navi für digitale Gesellschaft sein. dpa-Artikel. Zeit Online, 13. April 2011, abgerufen am 17. April 2011.
    Thomas Leidel: Fäkaliensturm und Trollerei: Blogger belagern Berlin. n-tv, 13. April 2011, abgerufen am 17. April 2011.
  10. n-tv am 14. April 2011: Das bessere Wikileaks? Openleaks in den Startlöchern. Abgerufen am 17. April 2011.
  11. Insa Moog: Openleaks: „Babyklappe für Informationen“. Gespräch mit Daniel Domscheit-Berg während der Republica. WDR.de, 15. April 2011, abgerufen am 17. April 2011.
  12. STATION Berlin
  13. Eike Kühl: re:publica mit 270 Rednern auf acht Bühnen: in: Zeit Online, 2. Mai 2012
    Johnny Haeusler: Podcast 323: re:publica 2012; Spreeblick, 7. Mai 2012; abgerufen am 13. Mai 2012.
  14. Anna Sauerbrey: Markus Beckedahl: „Es ist nicht mehr klein und gemütlich“. Der Tagesspiegel, 2. Mai 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.
  15. #rp12 = Bildungsurlaub. re:publica, 19. April 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.
  16. Ole Reißmann: Netz-Konferenz: Die re:publica live bei SPIEGEL ONLINE. Spiegel Online, 2. Mai 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.
  17. gebärdensprach/schriftdolmetscher. re:publica, 1. Mai 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.
  18. Stefan Krempl: EU-Kommissarin: „Macht euch keine Sorgen mehr wegen ACTA“. Heise online, 4. Mai 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.
  19. re:publica 13: About. Abgerufen am 29. April 2013.
  20. Lars Budde: re:publica 2013: Eindrücke vom Berliner Netz-Event. 6. Mai 2013, abgerufen am 7. Mai 2013.
  21. Reden übers Netz. Abgerufen am 7. Mai 2013.
  22. re:publica 2013: Partner. Abgerufen am 8. Mai 2013.
  23. Here we go! 6.–8. Mai, re:publica 2014. republica GmbH, 5. September 2013, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  24. re-publica.de
  25. re:publica 15: Pandas in Europa
  26. facts-and-figures

52.50006513.375467Koordinaten: 52° 30′ 0″ N, 13° 22′ 32″ O