Reaktive Wand

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Eine Reaktive Wand (englisch: Permeable Reactive Barrier) ist eine Konstruktion im Erdboden, durch die kontaminiertes Grundwasser hindurchfließt und gereinigt wird. Sie hat in den meisten Fällen eine Dicke von 0,3 m bis 2 m und reicht bis 35 m in den Erdboden. Die Breite der Konstruktion hängt von der Breite des Schadstoff-tragenden Grundwasserflusses ab. Dabei kann der Grundwasserfluss durch zusätzliche Baumaßnahmen beeinflusst werden, etwa durch den Bau von unterirdischen Abdichtungen.

In Abhängigkeit vom Schadstoff wird das aktive Material der Wand gewählt. So wird beispielsweise zur Reinigung des Grundwassers von leichtflüchtigen Chlorkohlenwasserstoffen (LCKW) elementares Eisen in Form von Granulat oder als Eisenschwamm zur Dechlorierung und damit zum Abbau des Schadstoffes eingebracht. Eine Alternative ist der Einsatz von Aktivkohle, wodurch der Schadstoff räumlich gebunden wird.

Die verbreitetsten Alternativen zur Reaktiven Wand sind der Aushub des Bodens oder das Abpumpen des Grundwassers mit einer oberirdischen Reinigung (Pump and Treat).

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