Rechte Sache

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Правое Дело
Rechte Sache
Logo der Partei 'Rechte Sache'
Partei­vorsitzender Andrei Dunajew
Gründung 18. Februar 2009
Haupt­sitz Moskau
Aus­richtung Liberalismus, Konservatismus, Wirtschaftsliberalismus
Farbe(n) Orange, Grau
Website www.pravoedelo.ru

Die Partei Rechte Sache (russisch Правое Дело / Prawoje Delo, auch als Die Rechte Sache übersetzt) ist eine im November 2008 durch eine Dreierfusion entstandene neu gegründete liberale Partei in Russland. Durch die Art der Entstehung verfügt die Gerechte Sache ab der Gründung über eine Reihe von Abgeordneten in zahlreichen Regionalparlamenten Russlands, nicht jedoch in der Russischen Duma. Ihr Vorsitzender ist seit dem 15. September 2011 Andrei Dunajew.

Motto der Partei ist Swoboda, sobstwennost, porjadok („Freiheit, Eigentum, Ordnung“).

Inhaltliches Profil[Bearbeiten]

Die Ausrichtung der Partei innerhalb des allgemeinen liberalen Spektrums muss sich erst im Laufe der Arbeit ergeben. Das liberale Profil der drei Ursprungsparteien war unterschiedlich. So berief sich die Demokratische Partei Russlands auf ihre Tradition aus der linksliberalen Bürgerrechtsbewegung Russlands Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre, die Union der Rechten Kräfte galt als wirtschaftsliberal, die dritte Ursprungspartei Bürgerkraft als regierungstreue Liberale.

Von Beobachtern der russischen Politik wird die Partei unterschiedlich gesehen: Von den einen als Chance, liberal-demokratisches Gedankengut vereint in die russische Gesellschaft zu bringen[1], von anderen wie dem Regierungskritiker Garri Kasparow als nicht ernst zu nehmende „Marionettenliberale“ von Wladimir Putin.[2].

Innere Struktur[Bearbeiten]

Höchstes Organ der Rechten Sache ist der 33 köpfige Vorstand mit drei Co-Vorsitzenden an der Spitze. Diese stammen aus den drei Parteien, aus denen die Rechte Sache entstanden ist. Neben dem Vorstand existiert als weiteres Organ ein Oberster Rat[3]. Örtliche Gliederungen befinden sich aktuell in Gründung, so im März 2009 die Moskauer Parteiorganisation[4].

Geschichte der Partei[Bearbeiten]

Die Rechte Sache ist ein von der Regierung unterstützter Zusammenschluss dreier liberaler Parteien Russlands: der Demokratischen Partei, der Bürgerkraft und der SPS (Union rechter Kräfte). Er erfolgte im November 2008 in Moskau. Bereits zuvor gab es Bestrebungen, die konkurrierenden und erfolglosen Parteien im liberalen Spektrum Russland zu vereinen, vor allem von Seiten der DPR[1]. Damit sollte die anhaltende Erfolglosigkeit des zersplitterten liberalen Spektrums bei den Dumawahlen beendet werden. Obwohl die drei Parteien zu den größten liberalen Vereinigungen Russlands gehörten, hatte keine von ihnen Abgeordnete im landesweiten Parlament. Am 15. September 2011 trat Michail Dmitrijewitsch Prochorow als Vorsitzender zurück, weil die Partei seiner Ansicht nach ein „Puppenprojekt des Kreml“ wäre.[5]

Am 15. August 2012 wurde der bekannte russische Schauspieler Iwan Ochlobystin dazu beauftragt, das neue Parteiprogramm für die Rechte Sache zu schreiben. Es trägt den Titel „Russland für den Menschen“.

Prominente Mitglieder[Bearbeiten]

Dem 30-köpfigen Vorstand (Politsowjet) gehören u. a. Waleri Achadow, Wladislaw Koroljow, Boris Nadeschdin, Andrei Netschajew, Alexandra Perechwatowa und Grigori Tomtschin an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c russland.RU vom 17. November 2008
  2. focus.de vom 16. November 2008
  3. a b c d Russland Aktuell vom 16. November 2008
  4. http://www.aktuell.ru/russland/news/russlands_wochenende_wahlen_karneval_parteigruendung_23791.html
  5. Eklat um Prawoje Delo: Oligarch Prochorow ruft zum Austritt aus „Kreml-Puppen-Partei“ auf. RIA Novosti, 15. September 2011, abgerufen am 16. September 2011.

Weblinks[Bearbeiten]