Rechtenbach

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Rechtenbach in Unterfranken; zu weiteren Bedeutungen siehe Rechtenbach (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rechtenbach
Rechtenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rechtenbach hervorgehoben
49.9847222222229.5111111111111338Koordinaten: 49° 59′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs­gemeinschaft: Lohr am Main
Höhe: 338 m ü. NHN
Fläche: 7,27 km²
Einwohner: 1000 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97848
Vorwahl: 09352
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 172
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 41
97848 Rechtenbach
Webpräsenz: www.rechtenbach-spessart.de
Bürgermeister: Klaus Bartel (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Rechtenbach im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Rechtenbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lohr am Main.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Rechtenbach liegt in der Region Würzburg im Spessart.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Es gibt nur einen Ort, das Dorf Rechtenbach,[2] jedoch zwei Gemarkungen: Rechtenbach und Rothenberg (bis Ende 2013 gemeindefrei).

Die Gemarkung Rechtenbach zerfällt in zwei durch die so genannte Weickertshöhe (im gemeindefreien Gebiet Forst Lohrerstraße) getrennte Gebietsteile, nämlich die unbesiedelte Weickertswiese im Nordwesten sowie das bewohnte Gemeindegebiet im Südosten mit dem Dorf Rechtenbach.

Die Gemarkung Rothenberg gliedert sich in neun historische Forstabteilungen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Partensteiner Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Nachbargemeinden Stadt
Lohr am Main
Forst Lohrerstraße
(Gemeindefreies Gebiet)

Name[Bearbeiten]

Ihren Namen hat die Gemeinde vom gleichnamigen Rechtenbach, der dem Main in Lohr am Main zufließt.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Rechtenbach wurde am 18. August 1522 in einer Urkunde des Grafen Philipp von Rieneck erstmals erwähnt und war eine Industriesiedlung, in der bis 1791 Flachglas für die Spiegel der Lohrer Staatsmanufaktur hergestellt wurde. Rechtenbach kam als Teil des Erzstifts Mainz im Reichsdeputationshauptschluß 1803 an das neu gebildete Fürstentum Aschaffenburg, das ab 1810 ein Departement des Großherzogtums Frankfurt wurde. 1814 fiel Rechtenbach an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Lohr am Main gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Rechtenbach lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Rechtenbach war dann eine der 26 Gemeinden im Landkreis Lohr am Main (späteres Kfz-Kennzeichen LOH). Mit Auflösung des Landkreises Lohr kam Rechtenbach 1972 in den neu gebildeten Landkreis Main-Spessart (ab 1979 Kfz-Kennzeichen MSP).

Zum 1. Januar 2014 wurde das unbewohnte gemeindefreie Gebiet Rothenberg eingegliedert. Dadurch vergrößerte sich die Fläche der Gemeinde von 2,09 auf 7,27 km². Durch die Eingemeindung wurde das Gemeindegebiet eine zusammenhängende Fläche und die frühere unbewohnte Exklave Weickertswiese im Nordwesten mit einer Fläche von 96 Hektar verlor ihre Exklaveneigenschaft, obwohl sie nur eine rund fünf Meter lange Grenze mit der Gemarkung Rothenberg aufweist.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1068 Einwohner
  • 1970: 1158 Einwohner
  • 1987: 1107 Einwohner
  • 2000: 1096 Einwohner
  • 2004: 1059 Einwohner
  • 2012: 1005 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 73,7 %
 %
50
40
30
20
10
0
43,6 %
33,0 %
23,5 %

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2009 520.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 22.000 €.

Bürgermeister und ähnliche Funktionsträger[5][Bearbeiten]

Schultheißen
1795–1800 Josef Amrhein
1800–1805 Christoph Bartel
1805–1810 Heinrich Josef Matre
1810–Hartmann
Vorsteher
–1821 derselbe Hartmann
1821–1823 Kohl
1828–1831Franz
1831–1836 Hartmann Friedrich
1836–1840 Herte
1840–1842 Hartmann
1842–1847 Weigand
1848–1855 Matre
1855–1869 Herteux
Bürgermeister
1869–1876 derselbe Herteux
1877–1888 Matre
1888–1890 August Philipp Herteux,
1890–1894 Geist
1894–1919 Max Matreux (Bayerische Zentrumspartei)
1919–1933 Georg Noll (SPD)
1933–1945 Ottmar Hepp
1945–1956 Josef Schattmann (CSU)
1956–1966 Otto Väthjunker
1966–1978 Leo Väthjunker
1978–1996 Gerd Kretz
1996–2008 Helmut Geist (SPD)
2008–2014 Andreas Frech
2014– Klaus Bartel

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot schräg gekreuzt ein silbernes Glasblasrohr mit silbernem Glas und ein Schwellenhauerbeil, darüber eine goldene, unten gestümmelte heraldische Lilie, darunter ein senkrechtes goldenes Eichenblatt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Kobertsquelle, renaturierte Wasserquelle mit kleinen Teichen auf dem Rothenberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 30 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 22 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 477. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 14 Betriebe, im Baunebengewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 7 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 55 ha, davon waren 55 ha Dauergrünland.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 33 Kindern

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rechtenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek Online (BLO)
  3.  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 183–184.
  4. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=677&suchbegriff=6
  5. Die ehemaligen Bürgermeister von Rechtenbach auf der Gemeindewebseite