Rechtenstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rechtenstein
Rechtenstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rechtenstein hervorgehoben
48.2408333333339.5455555555556538Koordinaten: 48° 14′ N, 9° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 538 m ü. NHN
Fläche: 3,77 km²
Einwohner: 278 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89611
Vorwahl: 07375
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 098
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Braunselweg 2
89611 Rechtenstein
Webpräsenz: www.rechtenstein.de
Bürgermeisterin: Romy Wurm
Lage der Gemeinde Rechtenstein im Alb-Donau-Kreis
Landkreis Biberach Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Ulm Allmendingen (Württemberg) Allmendingen (Württemberg) Altheim (Alb) Altheim (bei Ehingen) Altheim (bei Ehingen) Amstetten (Württemberg) Asselfingen Ballendorf Balzheim Beimerstetten Berghülen Bernstadt (Alb) Blaubeuren Blaustein Breitingen Börslingen Dietenheim Dornstadt Ehingen (Donau) Ehingen (Donau) Emeringen Emerkingen Erbach (Donau) Griesingen Grundsheim Hausen am Bussen Heroldstatt Holzkirch Hüttisheim Illerkirchberg Illerrieden Laichingen Langenau Lauterach (Alb-Donau-Kreis) Lonsee Merklingen Munderkingen Neenstetten Nellingen Nerenstetten Oberdischingen Obermarchtal Oberstadion Öllingen Öpfingen Rammingen (Württemberg) Rechtenstein Rottenacker Schelklingen Schnürpflingen Setzingen Staig Untermarchtal Unterstadion Unterwachingen Weidenstetten Westerheim (Württemberg) Westerstetten BayernKarte
Über dieses Bild

Rechtenstein ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Rechtenstein liegt an der Donau zwischen Riedlingen und Munderkingen.

Die Braunsel fließt hier in die Donau.


Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Osten an Lauterach, im Süden an Obermarchtal und im Osten und Norden an Emeringen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg Rechtenstein wird als Sitz der Familie vom Stain erstmals 1331 urkundlich erwähnt, als Berthold vom Stain die Burg bewohnt und sich zur Abgrenzung von anderen Stainschen Linien den Beinamen vom Rechtenstein zulegt. Die Familie vom Stain selbst wird gesichert erstmals 922 erwähnt (bei früheren Nennungen ist unsicher, ob wirklich diese Familie gemeint ist). Am 12. August 1410 verkauft Wolf vom Stain einen Teil des Ortes, der sich inzwischen um die Burg gebildet hatte, an Württemberg. 1557 erwirbt Bernhard vom Stain sämtliche Anteile an Burg und Dorf zurück, so dass der gesamte Ort wieder Familienbesitz ist.

1739 starb die Rechtensteiner Linie der Familie vom Stain aus. 1806 fiel der Ort endgültig an Württemberg. 1817 wird die Burg mit Ausnahme des Burgturms abgerissen.

Religionen[Bearbeiten]

Rechtenstein blieb auch nach der Reformation römisch-katholisch. Die barocke Pfarrkirche St. Georg wurde 1744 geweiht.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 3. August 1957 durch das Innenministerium genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, belegt mit einem goldenen Herzschild, darin drei gestürzte schwarze Wolfsangeln übereinander.“

In den dreißiger Jahren des vergangenen Jh. nahm die Gemeinde ein Wappen in ihre Dienstsiegel auf, das den einem Deutschordenskreuz aufgelegten gevierten Schild der Freiherren bzw. Grafen von Stain zum Rechtenstein enthielt. Als Vorlage für diese Darstellung hatte offenbar das Wappen eines dem Deutschen Orden angehörenden Mitglieds des Ortadelsgeschlechts gedient. Mit Beratung durch die Archivdirektion Stuttgart wurde daraus das jetzige Gemeindewappen entwickelt. Es verbindet das rote Georgskreuz als Hinweis auf den Ortskirchenpatron mit dem Stammwappen des Ortsadels.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Rechtenstein
Wasserkraftwerk an der Donau
Rechtensteiner Höhle
  • Von der Burg Rechtenstein ist lediglich der Turm erhalten, der als Ausflugsziel zu besuchen ist.
  • Wasserkraftwerk an der Donau mit Turbinen- und Fabrikgebäude aus dem Jahr 1905

Verkehr[Bearbeiten]

Rechtenstein liegt an der Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm. Viele Jahre lang gab es am Bahnhof Rechtenstein keine Zughalte, seit 2010 jedoch halten in der Rad- und Wandersaison vom 1. Mai bis zum dritten Sonntag im Oktober je 4 Züge täglich. Es verkehren Busse nach Munderkingen und Riedlingen. Diese Linien verlaufen innerhalb des Tarifgebiets des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds. Innerhalb der Ortschaft verkehrte früher die Feldbahn Rechtenstein, welche heute noch gelegentlich durch eine Privatperson betrieben wird. Darüber hinaus führt der internationale Donauradweg von Donaueschingen nach Wien durch Rechtenstein.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rechtenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien