Rechthalten

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Rechthalten
Wappen von Rechthalten
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Freiburg (FR)
Bezirk: Sensew
BFS-Nr.: 2301i1f3f4
Postleitzahl: 1718
Koordinaten: 584869 / 17961146.7675047.240552881Koordinaten: 46° 46′ 3″ N, 7° 14′ 26″ O; CH1903: 584869 / 179611
Höhe: 881 m ü. M.
Fläche: 7.3 km²
Einwohner: 1084 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 148 Einw. pro km²
Website: www.rechthalten.ch
Rechthalten

Rechthalten

Karte
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Rechthalten (französisch Dirlaret; senslerdeutsch Rächthaute; Freiburger Patois Drelarè?/i) ist eine politische Gemeinde im Sensebezirk des Kantons Freiburg in der Schweiz. Sie liegt im oberen Sensebezirk.

Geographie[Bearbeiten]

Rechthalten liegt zwischen der Stadt Freiburg (8 km) und dem Tourismusort Schwarzsee und ist mit einer Buslinie (tpf) ans öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Die Fläche der Gemeinde Rechthalten beträgt total 732 ha, wovon 130 ha Wald ist.

Nachbargemeinden von Rechthalten sind Brünisried, Giffers, Oberschrot, St. Ursen und Tentlingen.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt auf schwarzem Grund mit silbernen Balken drei blauen Lilien. Letztere könnten an die Herren von Helfenstein erinnern, die als Stifter der Kirche von Rechthalten gelten.

Geschichte[Bearbeiten]

In der kath. Kirche
Bauernhäuser im Ortskern

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortsnamens findet sich in einer Urkunde vom 21. März 1142 in der romanischen Form Drallaris, 1180 als Dreit Laris. Daraus leitet sich die französische Form Dirlaret ab. Der deutsche Name stammt ironischerweise von der 1173 nachgewiesenen gelehrten Form de Recto Clivo ab (d.h. an der geraden Halde). In deutscher Schreibung findet sich der Name ab 1250 als Rehthalton.

Diese Namensformen verraten die Geschichte des Ortes. Rechthalten ist eine Gründung der Romanen. Der Name kann auf das galloromanische directu laris (gerade Heide, Brachlandheide) zurückgeführt werden. Die Alemannen haben das Gebiet im 11. oder 12. Jh. übernommen.

Auf das Jahr 1228 datiert die älteste Erwähnung der Pfarrei, welche grosse Teile des Senseoberlandes umfasste und zur Alten Landschaft (Burgpanner) der Stadt Freiburg gehörte. Das Alter der ersten Kirche ist nicht bekannt, wobei das Patrozinium des Hl. German auf die Zeit vor dem 11. Jahrhundert hinweist.[2]

Für die Murtenschlacht von 1476 ist die Teilnahme einer "Reisgesellschaft (Compagnie) Rechthalten" von 46 ausgerüsteten Männer überliefert. Die vier Schrote der alten Gemeinde Rechthalten wurden mit der Freiburger Staatsreform 1831/33 in die vier selbständigen politischen Gemeinden Rechthalten, Brünisried, Oberschrot und Zumholz aufgeteilt. 1848 mit der neuen Kantonsverfassung wurde Rechthalten in den damals neu geschaffen Sensebezirk eingegliedert. In kirchlicher Hinsicht blieb die Kirchgemeinde bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts bestehen. Brünisried gehört bis heute zur Pfarrei Rechthalten. Seit dem 1. Januar 1999 ist Rechthalten auch der Sitz einer reformierten Kirchgemeinde, die im Weiler Weissenstein ihre Kirche hat.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche, die zwischen 1765 und 1768 erbaut wurde,[3] steht ebenso wie der Dorfkern unter kantonalem Schutz.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Rechthalten zählte am 31. Dezember 2012 total 1084 Einwohner, davon waren 97,8 % Schweizer. Die überwiegende Mehrheit ist römisch-katholischen Glaubens.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Insgesamt bietet die Gemeinde Rechthalten 248 Arbeitsplätze an, wobei im 1. Sektor (Landwirtschaft) mit 46 % der grösste Teil der Erwerbstätigen verteilt ist.

25. Westschweizerisches Jodlerfest[Bearbeiten]

Umzug beim Jodlerfest

Vom 9. bis 11. Juni 2006 fand in Rechthalten das 25. Westschweizerische Jodlerfest statt. Bis zu 16'000 Menschen besuchten das Fest.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rechthalten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Die Pfarrei Rechthalten - Aspekte aus ihrer Geschichte und Kultur, 1991, S. 3.
  3. Die Pfarrei Rechthalten - Aspekte aus ihrer Geschichte und Kultur, 1991, S. 7.