Red-Letter Christians

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Red-Letter Christians (engl. für "Rote-Buchstaben-Christen") ist eine christliche Bewegung aus den USA, die sich vor allem auf gesellschaftspolitische, humanitäre und soziale Weise einsetzt. Die Aussage dieser Bewegung besteht darin, dass die großen evangelischen Gruppierungen der USA sich zu stark um Abtreibung und Homosexualität kümmern, während die eigentlichen Lehren Jesu darunter vergessen gingen. Red-Letter Christians betätigen sich bei der Förderung des Friedens, Unterstützung von Familien, die Abschaffung von Armut und die Gleichberechtigung von Randgruppen[1], da dies die gesellschaftlichen Probleme seien, die für Jesus wichtig waren.

Der Name "Red-Letter Christians" bezieht sich auf Bibel-Ausgaben, welche die von Jesus selbst gesprochenen Worte in roter Farbe darstellen. Während sich viele Christen schon seit langer Zeit mit den Werten der Red-Letter Christians identifizieren, ist erst durch die Bücher von Tony Campolo und Jim Wallis eine Gruppierung entstanden, die unter diesem Namen aktiv ist und sich als Gegengewicht zu den Mainstream-Evangelikalen versteht.

Tony Campolo beantwortete die Frage nach dem Grund, weshalb er diesen Zusammenkunft gründete, mit:

„Der Zweck dieser Gruppierung war nicht, mit einer religiösen Linken die religiöse Rechte herauszufordern, sondern um den Zündfunken zu geben zu einer religiösen Bewegung, welche die Grenzen der politischen Parteien überschreitet.[2]

Die Red-Letter Christians sind eng mit der Sojourners Community verknüpft, die 1971 am bedeutenden Predigerseminar in Illinois, Trinity Evangelical Divinity School, entstand.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tony Campolo: Red Letter Christians: A Citizen's Guide to Faith and Politics. Regal, 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. About us. Sojourners. Abgerufen am 19. Februar 2007.
  2. Tony Campolo: What's a 'Red-Letter Christian'?. beliefnet. 27. Februar 2006. Abgerufen am 9. Juni 2011.