FC Differdingen 03

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FC Differdingen 03
FC Differdingen 03
Voller Name Football Club Differdange 03
Gegründet 2003
Stadion Stade Municipal de la Ville de Differdange,
Differdingen
Plätze 2.400
Präsident Fabrizio Bei
Trainer Michel Leflochmoan [1]
Homepage www.fcd03.lu
Liga BGL Ligue
2012/13 4. Platz
Heim
Auswärts

Der FC Differdingen 03 (luxemburgisch: FC Déifferdeng 03) ist ein luxemburgischer Fußballverein aus Differdingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Differdingen 03 wurde 2003 als Zusammenschluss der beiden Vereine aus Differdingen, den Red Boys und der AS, gegründet. Im Jahr der Fusion belegte Red Boys in der Abschlusstabelle der Ehrenpromotion (zweithöchste Spielklasse) den elften Rang. AS Differdingen spielte zu diesem Zeitpunkt Drittklassig. Differdange 03 nahm den Platz von Red Boys ein und schaffte 2006 den Aufstieg in die Nationaldivision. Am Ende der Saison 2006/07 schaffte der Verein als Drittplatzierter den Einzug in den UEFA Intertoto Cup.

Vorgängervereine[Bearbeiten]

Red Boys Differdingen[Bearbeiten]

Red Boys Differdange.svg

Red Boys Differdingen wurde 1907 als SC Differdingen gegründet und ist somit einer der ältesten luxemburgischen Fußballvereine. 1919 erfolgte die Umbenennung in Red Boys. Während der deutschen Besetzung Luxemburgs hieß der Verein ab 1940 FK 07 Differdingen. Seit 1944 trug er wieder den Namen Red Boys. Die Red Boys wurden sechsmal Landesmeister und sind mit 16 Titeln luxemburgischer Rekordpokalsieger. Darüber hinaus erreichten sie weitere neun Male das Pokalfinale.

AS Differdingen[Bearbeiten]

Die Association Sportive (Sportvereinigung) Differdingen wurde 1921 gegründet. 1940 wurde der Verein in FK Rotstern Differdingen umbenannt, 1941 verboten und aufgelöst. 1944 erfolgte die Wiedergründung und Rückbenennung in AS.

AS gehörte in den Spielzeiten 1928/29, 1935/36, 1937/38 und 1939/40 der Nationaldivision an, stieg jedoch jeweils nach nur einer Saison wieder ab.

Größter Erfolg nach dem Zweiten Weltkrieg war das Erreichen des nationalen Pokalfinales 1990 gegen Swift Hesperingen, in dem AS nach einem 3:3 nach Verlängerung im Wiederholungsspiel mit 1:7 unterlag.

Erfolge (Red Boys)[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

  • Luxemburgischer Meister: 1923, 1926, 1931, 1932, 1933, 1979
  • Luxemburgischer Pokalsieger: 1925, 1926, 1927, 1929, 1930, 1931, 1934, 1936, 1952, 1953, 1958, 1972, 1979, 1982, 1985, 2010*, 2011*
  • Luxemburgischer Pokalfinalist: 1924, 1932, 1935, 1948, 1950, 1955, 1970, 1977, 1986

*Pokalsieger 2010 und 2011 als FC Differdingen 03

International[Bearbeiten]

Red Boys nahm zehnmal an der Hauptrunde eines europäischen Wettbewerbs teil. Dabei traf das Team auf so prominente Mannschaften wie den AC Mailand, Benfica Lissabon, Ajax Amsterdam und Olympique Lyon. Der einzige Sieg datiert vom 19. September 1979, als Omonia Nikosia in der Vorrunde des Europapokals der Landesmeister vor heimischer Kulisse mit 2:1 geschlagen wurde. Aufgrund einer 1:6-Niederlage im Rückspiel schied Red Boys wie bei allen anderen Teilnahmen an einem europäischen Wettbewerb bereits in der ersten Runde aus.

Am 18. September 1984 gelang im Hinspiel der ersten Runde des UEFA-Pokals 1984/85 im Stade Municipal Obercorn ein bemerkenswertes 0:0-Unentschieden gegen Ajax Amsterdam. Das Rückspiel verloren die Red Boys jedoch mit 0:14, was bis heute einen Rekord im UEFA-Pokal darstellt.

In der Saison 2009/10 traf man in der 2. Qualifikationsphase der neuen Europa League auf den HNK Rijeka. Das Hinspiel wurde mit 1:0 durch ein Tor von Pierre Piskor gewonnen, das Rückspiel eine Woche später in Kroatien ging allerdings mit 0:3 verloren, weshalb man auch 2009 schon in der ersten Runde ausschied. 2011/12 setzte sich Differdingen in der 2. Qualifikationsrunde gegen den estnischen Teilnehmer FC Levadia Tallinn mit 0:0 und 1:0 durch. In der folgenden Runde unterlag man dem griechischen Vertreter Olympiakos Volos in beiden Spielen mit 0:3. Weil Volos wegen Manipulationsvorwürfen nur kurze Zeit später von der UEFA aus dem Wettbewerb ausgeschlossen wurde, rückte Differdingen als erster luxemburgischer Verein in die Play-off-Runde vor, unterlag dann dort jedoch dem französischen Erstligisten Paris Saint-Germain. In der Folgesaison 2012/13 eliminierte der Klub NSI Runavik in der ersten Qualifikationsrunde und scheiterte in der nächsten Runde am belgischen Erstligisten KAA Gent. 2013/14 setzte sich der FC Differdingen in der ersten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen KF Laçi und in der nächsten Runde überraschend gegen FC Utrecht durch. In der dritten Runde verloren sie gegen den norwegischen Klub Tromsø IL nach Elfmeterschießen und schieden somit aus dem Wettbewerb aus.

Spielzeit Wettbewerb Runde Gegner Land Resultat
2013/14 Europa League Quali 3R Tromsø IL Norwegen 0:1, 1:0 n. V. (3:4 i. E.)
2013/14 Europa League Quali 2R FC Utrecht Niederlande 2:1, 3:3
2013/14 Europa League Quali 1R KF Laçi Albanien 1:0, 2:1
2012/13 Europa League Quali 2R KAA Gent Belgien 0:1, 2:3
2012/13 Europa League Quali 1R NSI Runavik Färöer 3:0, 3:0
2011/12 Europa League Play-Off Paris SG Frankreich 0:4, 0:2
2011/12 Europa League Quali 3R Olympiakos Volos Griechenland 0:3, 0:3*
2011/12 Europa League Quali 2R Levadia Tallinn Estland 0:0, 1:0
2010/11 Europa League Quali 2R FK Spartak Subotica Serbien 3:3, 0:2
2009/10 Europa League Quali 2R HNK Rijeka Kroatien 1:0, 0:3
2007/08 UI-Cup 1R Slovan Bratislava Slowakei 0:2, 0:3

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Julien Weber Franzose
Yann Heil Luxemburger
André Rodrigues Luxemburger
Ante Bukvic Luxemburger
Jean-Philippe Caillet Franzose
Geoffrey Franzoni Franzose
Tom Siebenaler Luxemburger
Martin Mehdi Franzose
Mathias Jänisch Luxemburger
Michel Kettenmeyer Luxemburger
Andy May Luxemburger
Pedro Ribeiro Luxemburger
Philippe Lebresne Franzose
Gilles Bettmer Luxemburger
Dejvid Sinani Luxemburger
Omer Bisevac Mazedonier
Danny Krings Luxemburger
Jérémy Meligner Franzose
Antonio Luisi Luxemburger
Omar Er Rafik Marokkaner
Gauthier Caron Franzose

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

FC 03[Bearbeiten]

Red Boys[Bearbeiten]

AS Differdingen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formattageblatt.lu: Leflochmoan ist neuer Trainer. Abgerufen am 6. Juni 2012.

Weblinks[Bearbeiten]