Red Bull Air Race Series

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Serie von Luftrennen Red Bull Air Race World Series. Für die Achterbahn mit dem ehemaligen Namen Air Race, siehe Dream Catcher.

Die Red Bull Air Race World Championship ist eine Serie von Luftrennen. Ziel ist es, einen mit aufblasbaren Air Gates gesteckten Kurs möglichst schnell abzufliegen und dabei die vorgeschriebenen Manöver korrekt auszuführen. Die verwendeten einmotorigen Propellermaschinen leisten etwa 350 PS (etwa 260 kW) und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h. Die in engen Kurven auftretenden Beschleunigungskräfte von 10 bis sehr kurzzeitig 12 g erfordern von den Piloten neben hoher Konzentration und fliegerischer Präzision auch eine hohe körperliche Belastbarkeit.

Der vorerst letzte Wettbewerb dieser Rennserie fand im August 2010 am EuroSpeedway Lausitz statt; der Organisator Red Bull bestätigte nach einer dreijährigen Pause die Rückkehr des Air Race für den 28. Februar 2014. Insgesamt sollen 2014 acht Rennen geflogen werden.

Peter Besenyei beim Durchqueren der Start-Ziel-Pylonen in Perth 2008.
Kirby Chambliss beim Red Bull Air Race auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof 2006.

Geschichte[Bearbeiten]

Klaus Schrodt in Extra 300S in Interlaken

Das von dem Energy Drink-Hersteller Red Bull ins Leben gerufene Air Racing ist eine vergleichsweise neue Disziplin im Flugsport. Seit dem Jahre 2003 messen sich die besten Piloten der Welt alljährlich bei mehreren Luftrennen. Im Gegensatz zu den amerikanischen Air Races wie dem Reno Air Race, Hochgeschwindigkeitsrennen mit hochmotorisierten Maschinen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, sind beim Red Bull Air Race eher fliegerische Geschicklichkeit und Präzision gefordert. Das Unternehmen Red Bull trat im Jahre 2001 mit dem Konzept des Air Races an den ungarischen Kunstflieger Péter Besenyei heran. Péter Besenyei zeigte sich von der Idee begeistert und testete zusammen mit dem Deutschen Kunstflieger Klaus Schrodt die für das Air Race entwickelten Pylonen auf ihre Sicherheit, indem sie die Gates in verschiedenen Fluglagen durchflogen. Nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit stand dem ersten Rennen nichts mehr im Wege. Seit dem Jahre 2005 ist das Red Bull Air Race eine offizielle Wettkampfserie, die rund um den Globus ausgetragen wird. An den Rennen dürfen nur die erfahrensten Piloten teilnehmen. Klaus Schrodt war bis zum Jahre 2007 dabei, Péter Besenyei nimmt noch heute an den Rennen teil.

Wettkampf[Bearbeiten]

Kirby Chambliss in seiner Edge 540 in Perth 2006
Durchschneiden eines Pylonen mit dem Flügel hat eine 6-Sekunden-Zeitstrafe zur Folge

Regeln[Bearbeiten]

Ziel des Air Races ist es, einen mit aufblasbaren Air Gates gesteckten Kurs möglichst schnell abzufliegen und dabei die vorgeschriebenen Manöver korrekt auszuführen. Air Gates sind 20 Meter hohe Pylonen, die in einem Abstand von 10 bis 14 Meter zueinander aufgestellt sind. Die Kontrahenten starten unmittelbar hintereinander. Für das Berühren von Pylonen und für Fehler bei den Manövern werden Strafsekunden vergeben, beziehungsweise Punkte abgezogen. Zur Vermeidung von Unfällen sind die genaue Befolgung der Regeln sowie die Einhaltung der hohen Sicherheitsstandards Voraussetzung.

Punktevergabe[Bearbeiten]

Am ersten Tag findet ein Qualifying in zwei Durchgängen statt. Der bessere Flug wird gewertet, die besten zehn Piloten qualifizieren sich automatisch für die weiteren Läufe am Renntag. Der Sieger des Qualifying bekommt seit 2009 einen Weltmeisterschaftspunkt.

Am Renntag fliegen die Nichtqualifizierten zuerst in der Wildcard Session um die zwei letzten Plätze für die Top 12. Die Wildcard Session definiert die Plätze 13-15. In der nächsten Runde am Renntag, Top 12, steigen die schnellsten acht Piloten in die nächste Runde namens Super 8 auf. Die Plätze 9-12 werden bei der Top 12 Runde ermittelt. Im Rennen der Super 8 werden die Plätze fünf bis acht ermittelt. Die schnellsten Vier steigen zu den Final 4 auf. Der schnellste Pilot der Final 4 Runde ist Sieger des Rennens.

Der Sieger eines Einzelwettbewerbes erhält zwölf Punkte, der zweite zehn Punkte, der dritte neun Punkte usw. bis zum elften, der einen Punkt erhält. Der Pilot mit den meisten Punkten am Ende der Saison ist offizieller Red Bull Air Race World Champion.[1]

Zeitstrafen[Bearbeiten]

Der Kurs muss von den Piloten komplett durchflogen werden. Dabei sind die Tore in der vorgeschriebenen Richtung zu passieren. Zeitstrafen werden vergeben für inkorrektes Passieren eines Tores oder der Schikane, für inkorrektes Ausführen eines Manövers oder für das Berühren eines Tores. Diese Zeitstrafen werden am Ende der Runde zur Zeit des Piloten addiert.

Eine Zwei-Sekunden-Strafe für inkorrektes Passieren eines Air Gates wird vergeben, wenn ein Pilot

  • ein Tor oder eine Schikane zu hoch passiert,
  • eine vertikale (maximale Abweichung 20°) oder horizontale Durchquerung (maximale Abweichung 10°) inkorrekt durchführt,
  • einen vertikalen Flug auf der falschen Seite durchführt. Das ist der Fall, wenn ein Pilot seine Maschine zur linken Seite dreht, wenn er sie zur rechten Seite hätte drehen sollen, oder umgekehrt.

Eine Sechs-Sekunden-Strafe wird vergeben, wenn ein Pilot eine Pylone mit Flügel oder Propeller berührt. Wird dieser Flug zusätzlich als gefährlich eingestuft, kann dies auch mit einer Disqualifikation geahndet werden.[2]

Disqualifikation[Bearbeiten]

Schwere Regelverstöße haben eine Disqualifikation zur Folge. Dazu zählen im Einzelnen:

  • jegliche Form gefährlichen Fliegens
  • gefährlicher Anflug
  • zu niedriges Fliegen
  • Querung der Besucherlinie

Seit 2009 dürfen des Weiteren weder die Eintrittsgeschwindigkeit von 370 km/h noch die Querbeschleunigung von 12 g, wenn auch nur für Sekundenbruchteile, überschritten werden.

Flugzeuge[Bearbeiten]

Péter Besenyei in seiner Extra 300 beim Red Bull Air Race 2004 in England.

Während zu Beginn der Wettkampfserie noch vier verschiedene Flugzeugtypen etwa gleich stark vertreten waren, unter anderem Flugzeuge des Typs Suchoi Su-26, fällt die Wahl der meisten Piloten inzwischen auf die Zivko Edge 540. Im derzeitigen Feld von 15 Piloten fliegen 10 eine Edge 540, der Rest des Feldes fliegt eine MXS-R. Die Flugzeuge verfügen über eine Leistung von 300 bis 370 PS (etwa 220 bis 280 kW).

Die Zivko Edge 540, sowie die bis zur Saison 2008 eingesetzten Extra 300 und Cap 232, sind mit einem Lycoming IO-540 (I: injection (Einspritzer); O: opposed engine bzw. opposing cylinders (Boxer)) ausgerüstet, einem luftgekühlten 4-Takt-Boxermotor des gleichnamigen US-amerikanischen Herstellers, dessen Urversion schon 1957 entworfen wurde und der seitdem fast unverändert produziert wird. Der Sechszylinder mit einer Bohrung von 130,2 mm und einem Hub von 111,1 mm hat einen Hubraum von 540 in³, was 8.850 cm³ entspricht. Die Leistung beträgt je nach Modell zwischen 300 und 350 PS (etwa 220 bis 250 kW) bei etwa 2700 min−1.

Das Gewicht der einsitzigen Flugzeuge beträgt nur etwa 700 kg, die zweisitzige MX2 wiegt flugbereit 840 kg. Die Spannweite beträgt ca. 8 m bei einer Länge von 6 bis 7 m. Die Rollrate, also die Fähigkeit, sich schnell um die Längsachse drehen zu können, liegt bei 420°/s. Die Maschinen steigen im bodennahen Bereich mit über 1100 m/min und sind auf dauerhafte Beschleunigungskräfte von 10 g positiv sowie 10 g negativ ausgelegt.

Im Juli 2007 ist mit der Extra 300SR ein neuer Flugzeugtyp ins Rennen gekommen, der speziell für das Red Bull Air Race entwickelt wurde. Die Besonderheit an diesem Flugzeug ist das asymmetrisch geformte Tragflächenprofil, durch das die Kurven noch enger durchflogen werden können. Der Franzose Nicolas Ivanoff fliegt seit dem Rennen in Interlaken 2007 eine Extra 300SR und konnte mit dieser Maschine das Finalrennen in Perth überlegen gewinnen.

Rennserien[Bearbeiten]

Rennsaison 2005[Bearbeiten]

Die Red Bull Air Race World Series ging im Jahre 2005 an den Start. Es standen sieben Rennen auf dem Plan: Abu Dhabi (UAE), Rotterdam (NL), Zeltweg (AUT), Rock of Cashel (IRE), Longleat (UK), Budapest (HUN) und San Francisco (USA).

Gewinner der Red Bull Air Race World Series 2005:

  1. Mike Mangold (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) 36 Punkte
  2. Peter Besenyei (UngarnUngarn Ungarn) 32 Punkte
  3. Kirby Chambliss (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) 21 Punkte

Rennen

Nr. Datum Rennen Sieger Zweiter Dritter Gesamtführender
01 8. April Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi Peter Besenyei Steve Jones Mike Mangold Peter Besenyei
02 12. Juni NiederlandeNiederlande Rotterdam Mike Mangold Klaus Schrodt Peter Besenyei Besenyei & Mangold
03 25. Juni OsterreichÖsterreich Zeltweg Mike Mangold Peter Besenyei Paul Bonhomme Mike Mangold
04 24. Juli IrlandIrland Rock of Cashel Peter Besenyei Nicolas Ivanoff Paul Bonhomme Peter Besenyei
05 7. August Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Longleat Mike Mangold Kirby Chambliss Peter Besenyei Peter Besenyei
06 20. August UngarnUngarn Budapest Mike Mangold Kirby Chambliss Paul Bonhomme Mike Mangold
07 8. Oktober Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Francisco Mike Mangold Kirby Chambliss Peter Besenyei Mike Mangold

Rennsaison 2006[Bearbeiten]

Im Jahre 2006 fand die Air Race World Series an acht Schauplätzen statt: Abu Dhabi (UAE), Barcelona (ESP), Berlin (GER), Istanbul (TUR), Budapest (HUN), Longleat (UK), San Francisco (USA) und Perth (AUS). Sankt Petersburg (RUS) wurde abgesagt.

Gewinner der Red Bull Air Race World Series 2006:

  1. Kirby Chambliss (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) 38 Punkte
  2. Peter Besenyei (UngarnUngarn Ungarn) 35 Punkte
  3. Mike Mangold (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) 30 Punkte

Rennen

Nr. Datum Rennen Sieger Zweiter Dritter Gesamtführender
01 18. März Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi Kirby Chambliss Mike Mangold Peter Besenyei Kirby Chambliss
02 6. Mai SpanienSpanien Barcelona Peter Besenyei Mike Mangold Kirby Chambliss Besenyei, Chambliss & Mangold
03 27. Mai DeutschlandDeutschland Berlin Kirby Chambliss Peter Besenyei Mike Mangold Kirby Chambliss
04 29. Juli TurkeiTürkei Istanbul Kirby Chambliss Paul Bonhomme Peter Besenyei Kirby Chambliss
05 20. August UngarnUngarn Budapest Steve Jones Paul Bonhomme Mike Mangold Kirby Chambliss
06 2. September Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Longleat Paul Bonhomme Peter Besenyei Kirby Chambliss Kirby Chambliss
07 7. Oktober Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Francisco Kirby Chambliss Peter Besenyei Paul Bonhomme Kirby Chambliss
08 19. November AustralienAustralien Perth Peter Besenyei Paul Bonhomme Kirby Chambliss Kirby Chambliss

Rennsaison 2007[Bearbeiten]

Nach der erfolgreichen Saison 2006 wurde die Serie 2007 deutlich erweitert und sollte nun insgesamt 12 Rennen umfassen, von denen jedoch die beiden in Barcelona und Acapulco abgesagt wurden. Die Austragungsorte in Europa waren Istanbul, Interlaken, London, Budapest und Porto.

Red Bull hatte 2007 auch Nürnberg angefragt, das Air Race auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände auszutragen. Kulisse sollte die große Zeppelintribüne sein. Abgelehnt wurde dieses Vorhaben allerdings von der Stadt Nürnberg nach längeren Diskussionen, da sich das Gebiet u.a. innerhalb von Wohngebieten befindet.

Gewinner des Red Bull Air Race 2007:

  1. Mike Mangold (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) 47 Punkte
  2. Paul Bonhomme (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) 47 Punkte
  3. Peter Besenyei (UngarnUngarn Ungarn) 31 Punkte

Rennen

Nr. Datum Rennen Sieger Zweiter Dritter Gesamtführender
01 6. April Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi Peter Besenyei Mike Mangold Paul Bonhomme Peter Besenyei
02 21. April BrasilienBrasilien Rio de Janeiro Paul Bonhomme Alejandro Maclean Mike Mangold Paul Bonhomme
03 12. Mai Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Monument Valley Peter Besenyei Paul Bonhomme Mike Mangold Paul Bonhomme
04 2. Juni TurkeiTürkei Istanbul Mike Mangold Paul Bonhomme Kirby Chambliss Paul Bonhomme
05 15. Juli SchweizSchweiz Interlaken Paul Bonhomme Mike Mangold Peter Besenyei Paul Bonhomme
06 29. Juli Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London Mike Mangold Paul Bonhomme Peter Besenyei Paul Bonhomme
07 20. August UngarnUngarn Budapest Mike Mangold Kirby Chambliss Paul Bonhomme Mike Mangold
08 1. September PortugalPortugal Porto Steve Jones Mike Mangold Paul Bonhomme Mike Mangold
09 22. September Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego Paul Bonhomme Kirby Chambliss Nigel Lamb Paul Bonhomme
010 4. November AustralienAustralien Perth Nicolas Ivanoff Michael Goulian Mike Mangold Mike Mangold

Rennsaison 2008[Bearbeiten]

Zwischen April und November 2008 fanden acht Rennen statt. Die Stationen waren Abu Dhabi (Vereinigten Arabischen Emiraten), San Diego, Detroit (beide USA), Rotterdam (Niederlande), London (Großbritannien), Budapest (Ungarn), Porto (Portugal) und Perth (Australien). Stockholm (Schweden) wurde abgesagt.

Endstand nach 8 Rennen:

  1. Hannes Arch (OsterreichÖsterreich Österreich) 61 Punkte
  2. Paul Bonhomme (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) 54 Punkte
  3. Kirby Chambliss (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) 46 Punkte

Air Race Piloten 2008:

Rennen

Nr. Datum Rennen Sieger Zweiter Dritter Gesamtführender
01 11. April Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi Paul Bonhomme Hannes Arch Mike Mangold Paul Bonhomme
02 4. Mai Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego Paul Bonhomme Mike Mangold Kirby Chambliss Paul Bonhomme
03 1. Juni Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Detroit Kirby Chambliss Paul Bonhomme Hannes Arch Paul Bonhomme
04 20. Juli NiederlandeNiederlande Rotterdam Paul Bonhomme Hannes Arch Steve Jones Paul Bonhomme
05 3. August Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London Kirby Chambliss Nicolas Ivanoff Hannes Arch Paul Bonhomme
06 20. August UngarnUngarn Budapest Hannes Arch Steve Jones Paul Bonhomme Arch & Bonhomme
07 7. September PortugalPortugal Porto Hannes Arch Kirby Chambliss Mike Mangold Hannes Arch
08 2. November AustralienAustralien Perth Paul Bonhomme Nigel Lamb Hannes Arch Hannes Arch

Rennsaison 2009[Bearbeiten]

Am 18. April fand der Saisonauftakt mit dem Rennen in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) statt. Gewinner des Rennens war Hannes Arch (OsterreichÖsterreich Österreich). Beim Rennen in San Diego (USA) am 10. Mai gewann Nicolas Ivanoff (FrankreichFrankreich Frankreich). Das dritte Rennen am 14. Juni in Windsor-Ontario (Kanada) gewann Paul Bonhomme. Das vierte Rennen in Budapest (Ungarn) gewann Michael Goulian (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten). Das fünfte (13. September in Porto, Portugal) und das sechste und letzte Rennen der Saison 2009 (4. Oktober in Barcelona, Spanien) konnte wieder Paul Bonhomme für sich entscheiden, der damit auch Gesamtsieger wurde.

Matthias Dolderer im Qualifying von Barcelona 2009

Endstand nach sechs Rennen:

  1. Paul Bonhomme - Edge 540 (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) 67 Punkte
  2. Hannes Arch - Edge 540 (OsterreichÖsterreich Österreich) 60 Punkte
  3. Matt Hall - MXS-R (AustralienAustralien Australien) 36 Punkte
  4. Kirby Chambliss - Edge 540 (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) 34 Punkte
  5. Nicolas Ivanoff - Edge 540 (FrankreichFrankreich Frankreich) 33 Punkte
  6. Nigel Lamb - MXS-R (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) 32 Punkte
  7. Mike Mangold - Edge 540 (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) 31 Punkte
  8. Peter Besenyei - MXS-R (UngarnUngarn Ungarn) 24 Punkte
  9. Matthias Dolderer - Edge 540 (DeutschlandDeutschland Deutschland) 23 Punkte
  10. Michael Goulian - Edge 540 (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) 22 Punkte
  11. Sergey Rakhmanin - MXS-R (RusslandRussland Russland) 17 Punkte
  12. Alejandro Maclean - MXS-R (SpanienSpanien Spanien) 16 Punkte
  13. Yoshihide Muroya - Edge 540 (JapanJapan Japan) 9 Punkte
  14. Glen Dell - Edge 540 (SudafrikaSüdafrika Südafrika) 3 Punkte
  15. Pete McLeod - Edge 540 (KanadaKanada Kanada) 1 Punkte

Rennen

Nr. Datum Rennen Sieger Zweiter Dritter Gesamtführender
01 18. April Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi Hannes Arch Paul Bonhomme Nicolas Ivanoff Hannes Arch
02 10. Mai Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego Nicolas Ivanoff Paul Bonhomme Hannes Arch Hannes Arch
03 14. Juni KanadaKanada Windsor Paul Bonhomme Hannes Arch Kirby Chambliss Hannes Arch
04 20. August UngarnUngarn Budapest Michael Goulian Paul Bonhomme Kirby Chambliss Paul Bonhomme
05 13. September PortugalPortugal Porto Paul Bonhomme Hannes Arch Matt Hall Paul Bonhomme
06 4. Oktober SpanienSpanien Barcelona Paul Bonhomme Nigel Lamb Matthias Dolderer Paul Bonhomme

Rennsaison 2010[Bearbeiten]

Hannes Arch beim Saisonauftakt 2010 in Abu Dhabi

Piloten

Nr. Name Flugzeug Nr. Name Flugzeug Nr. Name Flugzeug
1 BrasilienBrasilien Adilson Kindlemann MXS-R 6 AustralienAustralien Matt Hall MXS-R 11 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Paul Bonhomme Edge 540
2 SpanienSpanien Alejandro Maclean MXS-R 7 DeutschlandDeutschland Matthias Dolderer Edge 540 12 KanadaKanada Pete McLeod Edge 540
3 OsterreichÖsterreich Hannes Arch Edge 540 V3 8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Goulian Edge 540 13 UngarnUngarn Peter Besenyei MXS-R
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kirby Chambliss Edge 540 9 FrankreichFrankreich Nicolas Ivanoff Edge 540 14 RusslandRussland Sergey Rakhmanin MXS-R
5 TschechienTschechien Martin Sonka Edge 540 10 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nigel Lamb MXS-R 15 JapanJapan Yoshihide Muroya Edge 540

Rennen

Nr. Datum Rennen Quali-Sieger Sieger Zweiter Dritter Gesamtführender
01 27. März Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi Hannes Arch Paul Bonhomme Nigel Lamb Peter Besenyei Paul Bonhomme
02 18. April AustralienAustralien Perth Paul Bonhomme Hannes Arch Matt Hall Paul Bonhomme Paul Bonhomme
03 9. Mai BrasilienBrasilien Rio de Janeiro Hannes Arch Hannes Arch Nigel Lamb Paul Bonhomme Paul Bonhomme
04 6. Juni KanadaKanada Windsor Nigel Lamb Hannes Arch Paul Bonhomme Kirby Chambliss Paul Bonhomme
05 20. Juni Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York Hannes Arch Paul Bonhomme Nigel Lamb Kirby Chambliss Paul Bonhomme
06 8. August DeutschlandDeutschland Lausitz Paul Bonhomme Hannes Arch Paul Bonhomme Matt Hall Paul Bonhomme
07 20. August UngarnUngarn Budapest abgesagt
08 5. September PortugalPortugal Lissabon abgesagt

2011 – 2013 keine Rennsaisonen[Bearbeiten]

Red Bull sagte die Saison 2011 ab, um die technologische Entwicklung voranzutreiben, Sicherheitsstandards zu erhöhen und um somit 2012 ein attraktiveres Red Bull Air Race anbieten zu können. Im November 2011 gab Red Bull bekannt, dass der Wiedereinstieg für 2013 geplant ist. Im Juli 2012 gab es eine weitere Information, dass an einer Wiederaufnahme im Jahre 2014 gearbeitet wird [3]

Rennsaison 2014[Bearbeiten]

Die Rennsaison 2014 soll mit acht Rennen durchgeführt werden.[4]

Air Race Piloten 2014:


Rennen

Nr. Datum Rennen Quali-Sieger Sieger Zweiter Dritter Gesamtführender
01 1. März Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi Pete McLeod Paul Bonhomme Hannes Arch Pete McLeod Paul Bonhomme
02 13. April KroatienKroatien Rovinj Hannes Arch Hannes Arch Paul Bonhomme Yoshihide Muroya Hannes Arch
03 18. Mai MalaysiaMalaysia Putrajaya
04 27. Juli PolenPolen Gdynia
05 17. August Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ascot
06 7. September Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dallas Fort Worth
07 12. Oktober Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Las Vegas
08 2. November China VolksrepublikChina N.N.

Ewige Rangliste[Bearbeiten]

Platz Name Land Weltmeister Vize-
Weltmeister
Dritter Platz
in der
Weltmeisterschaft
1 Paul Bonhomme Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2 2
2 Mike Mangold Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2 1
3 Hannes Arch OsterreichÖsterreich Österreich 1 2
4 Kirby Chambliss Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1 2
5 Peter Besenyei UngarnUngarn Ungarn 2 1
6 Matt Hall AustralienAustralien Australien 1

Kritik[Bearbeiten]

Kollisionen der Flugzeuge mit den Pylonen kommen bei jedem Rennen vor und bleiben meist ohne Folgen. Bei einem derartigen Vorfall im Monument Valley am 12. Mai 2007 kam es jedoch zu einer Beschädigung der Maschine und Trümmer des Pylons verfingen sich im Seitenruder des Flugzeuges. Der Pilot konnte zwar unversehrt landen, doch hat dieser Vorfall bei Piloten und Flugzeughaltern zu Diskussionen über die Sicherheit der Rennen geführt.[5][6]

Vor dem Red Bull Air Race am 14. und 15. Juli 2007 in Interlaken in der Schweiz kam eine öffentliche Diskussion über die Umweltverträglichkeit der Veranstaltung auf. Kritiker bezeichneten das Air Race als umweltschädigende und lärmende Werbeveranstaltung.

Unfälle[Bearbeiten]

Am 15. April 2010 kam es zum ersten Absturz eines Teilnehmers. Während des Trainings zum Air Race in Perth verlor der brasilianische Pilot Adilson Kindlemann die Kontrolle über sein Flugzeug und stürzte in den Swan River. Er konnte innerhalb weniger Minuten aus dem Wasser gerettet werden und überlebte den Absturz mit leichten Verletzungen.[7][8][9] Einen Beinahe-Absturz erlebte Matt Hall bei der Qualifikation in Windsor 2010. Hall passierte das 13. Gate, als er plötzlich an Höhe verlor und auf das Wasser kurz aufsetzte. Er konnte jedoch weiterfliegen und sicher landen, wurde aber wegen gefährlichen Fliegens („Dangerous Fly“) disqualifiziert.[10]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Race Format auf redbullairrace.com
  2. : Penalties and Disqualification. In: Red Bull Air Race World Championship 2009. General Press Kit. 2009, S. p16.
  3. Artikel vom 19. Juli 2012 auf Redbullairrace.com
  4. Red Bull Air Race: „Red Bull Air Race kehrt 2014 zurück!“, 8. Oktober 2013, abgerufen am 3. November 2013
  5. pilotundflugzeug.de: Noch einmal gut gegangen - 3. Lauf des Red Bull Air Race im Monument Valley
  6. Youtube: Video des Unfalles
  7. Adilson Kindlemann überlebt Horrorcrash in Perth. kleinezeitung.at, 15. April 2010, abgerufen am 15. April 2010.
  8. Red Bull Air Race: Air-Race-Pilot Kindlemann bei Unfall verletzt. Focus, 15. April 2010, abgerufen am 15. April 2010.
  9. Der Unfall von Adilson Kindlemann auf Youtube (Videomaterial Reuters)
  10. Der Beinahabsturz von Matt Hall