Red Digital Cinema Camera Company

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Dieser Artikel beschreibt die Kamera Red One und ihren Hersteller. Für den Musikproduzenten siehe RedOne.
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→ Viel Unbelegtes, viel Irrelevantes, großes Durcheinander (man weiß oft nicht, ob es um die gesamte Produktpalette handelt oder um die Kamera Red One). Ggf. Artikelsplit überlegen. --Carbenium 07:05, 26. Apr. 2011 (CEST)
RED Digital Cinema Camera Company
Logo
Rechtsform Personengesellschaft
Gründung 2005
Sitz Foothill Ranch, Kalifornien, USA
Branche digitale Kinokamera, Kinoobjektive
Produkte Kameras, Zoomobjektive, Speicherlösungen, Sucher, BildschirmeVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.red.com
Auflösungsvergleich SD HD 2k 4K

Die Red Digital Cinema Camera Company oder kurz RED ist ein US-amerikanischer Hersteller von digitalen Kinokameras, Objektiven, Suchern und Software. Gegründet wurde die Firma Ende 2005 von Jim Jannard, dem ehemaligen Inhaber und Gründer von Oakley Inc.

Produkte[Bearbeiten]

Die Firma stellt Geräte unterschiedlicher Produktgruppen her:

  • Die Red One ist eine digitale Kamera mit einem Zwölf-Megapixel-CMOS-Sensor, die sich an die Filmproduktionsindustrie richtet. Mit ihr sind Aufnahmen in 3D möglich. Sie ist erhältlich mit Arri-PL-, Nikon- und Canon-Objektivanschluss.
  • Die Epic-X und Epic-M sind ebenfalls digitale Kameras mit einem Vierzehn-Megapixel-CMOS-Sensor (5K). Sie sind erhältlich mit Arri-PL-Objektivanschluss oder EF-Canon-Objektivanschluss. Das "M"-Modell wird z. T. manuell gefertigt.
  • Die Scarlet-X ist als kleine Schwester der Epic-Kameras ebenfalls mit einem Zwölf-Megapixel-CMOS-Sensor ausgestattet und im Vergleich zu dieser nur in der maximal erreichbaren Bildrate limitiert.
  • Objektive mit PL-Objektivanschluss zur Spielfilmproduktion: Zoomobjektive 17-50 mm, 18-50 mm, 18-85 mm und 50-150 mm sowie Festbrennweiten mit 18, 25, 35, 50, 75, 100 sowie 300 Millimetern Brennweite. Seit 2013 hat RED die Produktion eingestellt.
  • Zubehör für die digitale Kinoproduktion, beispielsweise Farbsucher, Bildschirme, Akkus, Ladegeräte, Grip/Stativsysteme und Speicherlösungen.
  • Software zur Nachbearbeitung der RED-RAW-Daten bietet RED kostenfrei zum Download an. Das ursprüngliche Konvertierungstool RED Alert wurde inzwischen durch Redcine X abgelöst und biete neben der Bearbeitung der Metadaten u. a. eine Drei-Wege-Farbkorrektur, digitale Nachschärfung, Trimmen der R3D-Files, etc. Die bearbeitenden Filmclips können in unterschiedlichen Formaten (QuickTime, DPX, TIFF, u. a.) für die Weiterverarbeitung exportiert werden.

Industriepartnerschaften[Bearbeiten]

Red gab ab der NAB 2007, der besucherstärksten Fachmesse für Film- und Fernsehproduktion, Industriepartnerschaften mit verschiedenen Herstellern bekannt:

  • Adobe: Ab der Version CS4 kann Adobe Premiere Pro als erstes und einziges Schnittsystem die REDCODE-RAW-Daten der Kameras in voller Qualität verarbeiten. Die Compositingsoftware After Effects und das Colorcorrectionsystem Speedgrade des gleichen Herstellers bieten die gleiche Funktion.
  • Apple: Die von der Kamera aufgezeichneten Bildsequenzen können mit Final Cut Pro X in der Version 10.0.0.6 direkt verarbeitet werden. Weiterhin gab RED bekannt, Apples Videosubsystem QuickTime zu nutzen. Die beiden Hersteller führten anschließend eine US-weite Roadshow durch, auf der sie die Interoperabilität ihrer Produkte demonstrierten.
  • Assimilate: Der US-Hersteller Assimilate entwickelte das kostenlose Programm Red Cine, welches auf dem Filmmasteringsystem Scratch basiert und ebenfalls direkt mit den Bildern der RED-Kamera zusammenarbeitet.
  • Cooke Optics: Die englische Cooke Optics, einer der beiden marktführenden Hersteller von Objektiven mit festen Brennweiten zur Kinoproduktion, gab bekannt, dass Red-Kameras und Linsen und Cooke-Linsen mittels der Schnittstelle „i“ komplett kompatibel sein werden.
  • Angenieux: Der marktführende Hersteller von Zoomobjektiven für Kinoproduktion entwickelte Objektive speziell für die Red One.

Weitere Hersteller kündigten Produkte für Red an, darunter Birger Design (Adapter für Canon-Objektive) und Viewfactor Studios (Kompendien, Motion Control, Distanzmesser).

RED untersagte die direkte Unterstützung der Kamera durch andere Hersteller, laut Angaben von Jim Jannard, bis April 2008. Durch die mit der Kamera mitgelieferte Software REDCINE werden die anderen Hersteller wie Avid, Autodesk, Quantel etc. unterstützt. RED begründete dieses offiziell mit den noch bis März/April 2008 nötigen weiteren Entwicklungsarbeiten am Dateisystem der Kamera. Inzwischen ist jedoch durch den Gründer der Firma, Jim Jannard, selbst bestätigt worden, dass tatsächlich Marketing und Verträge mit Apple die Firma bis April 2008 zwangen, nur Apple/Assimilate zu unterstützen.

Filmkamera „Red One“[Bearbeiten]

Red One Kamera
  • Die Kamera Red One wurde auf der NAB 2007 mit dem Mario Award für Kameras ausgezeichnet, der für „technologische Durchbrüche“ von einer unabhängigen Gruppe von Vertretern der Presse und Dachverbänden für Fernseh- und Filmproduktion für die innovativste Kamera des Jahres verliehen wird.
  • Red erhielt nach eigenen Angaben über 4500 Bestellungen (Stand Juli 2008) für die Kamera und wäre damit für 2007 Marktführer im 35-mm-Kinokamerasegment.
  • Bis Anfang 2011 wurden knapp 8000 Kameras ausgeliefert.
  • Die ab Mai 2007 ausgelieferten Kameras waren noch Einzelanfertigungen. Die Serienproduktion begann Juli 2007 mit rund einem Monat Verspätung, und Auslieferung begann Ende August 2007. Ab März 2008 wurden monatlich ca. 400 Kameras ausgeliefert.
  • Die ersten hundert Kameras hatten noch Fertigungsmängel. Red rief die bis November 2007 gebauten Kameras zurück und tauschte sie aus.
  • RED veröffentlicht kostenlose Firmwareupdates, die neue Funktionen freischalten und Fehler beseitigen.

Einsätze in Filmen[Bearbeiten]

Seit ihrer Verfügbarkeit im Sommer 2007 wurden auf der RED zahlreiche Filme gedreht.

  • Die Wallander-Verfilmungen der BBC von 2008 waren die erste britische TV-Produktion, bei der die Red One eingesetzt wurde.[1]
  • Peter Jackson drehte im März 2007 den Kurzfilm Crossing the line auf Red mit Angenieux- und Cooke-Optiken.
  • Steven Soderbergh drehte Guerrilla ausschließlich mit der Red One und Red-Optiken.
  • Alex Proyas verwendete für die gesamten Dreharbeiten zu Knowing die Red One.
  • Timur Bekmambetov setzte die Red One bei Wanted gemischt mit Negativfilm ein.
  • Für den Unterwasserfilmer Howard Hall baute die Firma Gates Underwater Housings ein maßgeschneidertes Gehäuse für die Red One.
  • Peter Jackson dreht den im Format High Frame Rate 3D (48 fps und 3D) produzierte Hobbit-Filmtrilogie unter anderem mit 48 RED-Epic-Kameras.[2]
  • Ridley Scotts Alien-Prequel Prometheus – Dunkle Zeichen wurde komplett mit der Red Epic gedreht.
  • Lost Place war der erste deutsche Spielfilm, der mit RED Epic Kameras in 3D gedreht wurde.

Technische Daten der Red One[Bearbeiten]

Die wichtigsten technischen Daten der Kamera:

  • 4,5K Auflösung
  • S35-mm-Sensor für Schärfentiefe wie bei 35-mm-Kameras
  • Arri PL Anschluss, über Adapter auch B4 2/3, Nikon, Canon, Leica, Panavision
  • CMOS-Bildsensor mit 12,6 Megapixel, 4900 (h) × 2580 (v) Bildpunkte (Pixel)
  • 1-60 progressive Bilder pro Sekunde bei S35, 1-120 progressive Bilder pro Sekunde bei S16
  • Aufzeichnung von komprimierten RAW-Daten auf Compact Flash, SSD-Drive oder Festplattenmodul
  • RAW-Format REDCODE, eng an das Grafikformat JPEG 2000 angelehnt, Datenraten von 288 Mbit/s und 224 Mbit/s
  • 12 bit Farbtiefe
  • Störspannungabstand: 66 dB
  • 11,3 Blenden Dynamikumfang.

Belege[Bearbeiten]

  1. Red One No Mystery For DP Anthony Dod Mantle On 'Wallander' Artikel auf dv.com vom 23. Juni 2009
  2. Peter Jackson reveals the Red Epic secrets behind The Hobbit (video). 5. November 2011, abgerufen am 17. Mai 2012.

Weblinks[Bearbeiten]