Redemption Song

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Bob Marley bei einem Konzert im Dalymount Park.

Redemption Song (engl. für "Erlösungslied") ist das letzte Stück auf Bob Marleys neuntem Musik-Album, Uprising. Zu dem Zeitpunkt, als er dieses Stück schrieb (circa 1979), war bei Marley bereits Krebs diagnostiziert worden, der für seinen späteren Tod verantwortlich war. Nach Aussagen seiner Frau Rita Marley litt Marley 1979 bereits an starken Schmerzen, ohne das jedoch bekanntzugeben, und beschäftigte sich mit seiner eigenen Sterblichkeit. Das wird bei dem gesamten Album deutlich, vor allem jedoch bei diesem Stück.

Das Musikstück[Bearbeiten]

Marley wurde als Vorreiter der Reggae-Musik aus Jamaika weltbekannt. Das Stück Redemption Song gehört jedoch eher dem Bereich der Folk Music an. Im Gegensatz zu den meisten anderen seiner Musikstücke wurde Redemption Song als Solo aufgenommen, bei dem Marley alleine singt und sich selbst mit einer akustischen Gitarre begleitet. Auf der Wiederauflage von Uprising von 2001 sowie auf der Kompilation One Love: The Very Best of Bob Marley & the Wailers wurde als Bonus Track der Redemption Song in einer Band-Version veröffentlicht. Allerdings ist die Solo-Version den meisten Hörern am besten bekannt.

Wie bei den meisten seiner Stücke kommt auch im Redemption Song Marleys religiöse Überzeugung als Rastafari zum Ausdruck. Marley fordert zudem auf, sich von selbst auferlegten Zwängen zu befreien.

2004 wurde der Redemption Song durch die Zeitschrift Rolling Stone auf Platz 66 der 500 bedeutendsten Songs gewählt.

Cover-Versionen[Bearbeiten]

Rihanna, die sich als großer Bob-Marley-Fan bekannte, sang den Song bei ihrer Rihanna: Live in Concert Tour 2006 sowie 2010 in der The Oprah Winfrey Show für die Erdbeben-Opfer von Haiti.

Der Song wurde von einer großen Gruppe sehr unterschiedlicher Künstler interpretiert. Darunter sind besonders hervorzuheben: Johnny Cash, Rihanna, Manfred Mann's Earth Band, Jackson Browne, Outlandish, Lauryn Hill, Arrested Development, U2, Cast, Fury in the Slaughterhouse, Joe Strummer, Sinéad O’Connor, Attaque 77 in spanischer Sprache, Life of Agony, Stevie Wonder, Dave Matthews Band, Majek Fashek, Christy Moore, Ian Brown, Pearl Jam, Ben Harper, Keller Williams, Sweet Honey in the Rock, No Use for a Name, Chris Cornell, Amparanoia, Hapa, Marleys Sohn Ziggy (gemeinsam mit der irischen Band The Chieftains), Moodswings mit Tanita Tikaram (eine Mischung mit dem Spiritual "Oh Happy Day"), Ms. Dynamite, Napoleon Dynamite sowie Annie Lennox, diese Version führte sie in Edinburgh im Rahmen der Live 8-Veranstaltung auf.

  • Bei dem Konzert America: A Tribute to Heroes, das im Anschluss an die Ereignisse des 11. September 2001 aufgeführt wurde, sang Wyclef Jean den Song, in eine amerikanische Flagge eingehüllt.
  • Eine der eigenwilligsten Interpretationen ist die des jüdischen Predigers "Mi Chamocha", der von der Vertreibung der Juden aus Ägypten spricht, während ihn die Musik des Redemption Song begleitet.
  • In der ersten Staffel der TV-Serie Lost wurde der Song von James "Sawyer" Ford gesungen.
  • Im Outro des von den Red Hot Chili Peppers auf DVD veröffentlichten Konzerts vom 23. August 2003 (Live At Slane Castle) wird eine Version von Joe Strummer, Mitbegründer der Band The Clash, gespielt.
  • Ende 2006 sang die Sängerin Pink den Song live in Europa auf ihrer I'm Not Dead Tour.
  • Der Redemption Song wurde live durch den irischen Songwriter Gary Og interpretiert.
  • Bei einigen seiner 2007 präsentierten Shows spielte Jimmy Buffett den Redemption Song zusammen mit seinen eigenen Songs A Pirate Looks at Forty als Teil eines Medleys.
  • Der spanische Sänger Enrique Bunbury nahm eine spanische Version des Songs auf die er 'Redencion' nannte. Diese B-Version wurde mit seiner Band 'Los Chulis' aufgenommen und auf der Homepage der Band präsentiert.
  • Speech interpretierte den Song für den IMAX-Film Michael Jordan to the Max
  • Nach dem Erdbeben in Haiti 2010, rearrangierte der Sänger Justin Timberlake das Lied für Rihanna. Sie sang das Lied bereits auf ihrer Rihanna: Live in Concert Tour 2006.
  • Youssou N’Dour spielte den Song gemeinsam mit Tyrone Downie, dem ehemaligen Keyboarder von Bob Marley And The Wailing Wailers, auf dem Africa Festival 2010 in Würzburg.
  • Nachdem sowohl Johnny Cash, als auch Joe Strummer mehrere Versionen des Lieds aufgenommen hatten, nahmen sie ihn 2002 als Duett auf. Kurz darauf starben beide Künstler, ihr Song wurde posthum auf Johnny Cashs Boxset Unearthed veröffentlicht.

Nachweise[Bearbeiten]

Der Titel Redemption Song ist vielfach verwendet worden, insbesondere im afro-amerikanischen Zusammenhang. Beispielsweise trugen sowohl Mike Marqueses Buch über Mohammed Ali, als auch Bertice Berrys Buch über einen Buchhändler afroamerikanischer Literatur den Namen Redemption Song. Eine Biographie Joe Strummers trägt ebenfalls den Titel Redemption Song. Die Reggae-Band Toots & the Maytals veröffentlichte bereits 1973 auf ihrem Album Funky Kingston ein Lied mit dem Titel Redemption Song.

Weblinks[Bearbeiten]