Redwitz (Adelsgeschlecht)

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Dieser Artikel erläutert die fränkische Adelsfamilie von Redwitz aus Redwitz an der Rodach. Für die weitere fränkische Familie von Redwitz aus Marktredwitz siehe Redwitz (Adelsgeschlecht aus Marktredwitz).
Wappen nach dem Scheibler'schen Wappenbuch
Wappen der Familie von Redwitz aus Siebmachers Wappenbuch
Wappen der Familie Marschall von Ebneth bei Siebmacher
Wappen der Herren von Lichtenfels gen. Weingarten
Schloss Redwitz

Die Familie von Redwitz ist ein altes fränkisches Adelsgeschlecht. Sie ist stammes- und wappenverwandt mit den Familien der Marschalle von Kunstadt bzw. der Marschalle von Ebnet und der Herren von Lichtenfels genannt Weingarten. Die drei Ministerialengeschlechter stifteten vermutlich 1132/33 im Auftrag der Bischofs Otto von Bamberg incognito das Kloster Langheim.

Der Name Redwitz[Bearbeiten]

Zu unterscheiden von dieser Familie ist die ausgestorbene Familie von Redwitz aus dem heutigen Marktredwitz.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprung[Bearbeiten]

Die Familie von Redwitz entstand zwischen 1250 und 1260 durch Abzweigung Erkenberts und Iring I. von den Kunstadter Marschälken.[1]. Sie ist benannt nach gleichnamiger Herrschaft Redwitz an der Rodach mit Schloss Redwitz. Die Gemeinde Redwitz liegt heute im Landkreis Lichtenfels im Regierungsbezirk Oberfranken. Die Familie war im Ritterkanton Gebürg organisiert.

Die Familien von Redwitz, von Kunstadt, die Marschälle von Kunstadt und die Marschälle von Ebnet sind von einem Stamm und führen das gleiche Wappen. Die Familie von Kunstadt und die Marschälle von Kunstadt sind vermutlich sogar identisch. Der namensgebende Ort für die Kunstadt heißt heute Burgkunstadt, für die Ebnet ist es Ebneth mit Schloss Ebneth heute ein Ortsteil von Burgkunstadt, beide ebenfalls im Landkreis Lichtenfels. Ein weiterer Zweig der Familie sind die Herren von Lichtenfels, die eng mit den Herren von Sonneberg verwandt waren. Sie waren in Weingarten, heute ein Ortsteil von Lichtenfels, begütert und saßen wahrscheinlich auch auf Burg Lichtenfels. Sie sind zwischen 1157 und 1293 genannt.[2] Die Herren von Lichtenfels-Weingarten waren als Kämmerer Dienstadel im Herzogtum Sachsen-Coburg und auch im Rheinland, vermutlich am Hof der Erzbischöfe zu Mainz, immatrikuliert. Alle Geschlechter standen in einem Ministerialenverhältnis zu den Herzögen von Andechs-Meranien und zum Bistum Bamberg.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Familie von Redwitz ist ein weitverzweigtes Geschlecht, das bis heute fortbesteht. Es gibt Namensträger im Freiherren- und Grafenstand. Nach späteren Besitzungen existieren auch Linien mit weiteren Namenszusätzen, wie Redwitz-Schmölz oder Marogna-Redwitz (durch Adoption).

Übersicht von Besitzungen nach heutigen Regierungsbezirken:

Verwandte Adelsgeschlechter im Mittelalter[Bearbeiten]

Kotzau

Wappen[Bearbeiten]

In Blau drei silberne Balken, überdeckt von einem roten Schrägwellenbalken. Siebmacher unterscheidet das Redwitzer Wappen von dem der Marschälle von Ebnet durch eine vertikale Spiegelung, weitere Darstellungen zeigen aber auch ein völlig identisches Wappen.[3]

Das heutige Gemeindewappen von Redwitz an der Rodach erinnert an drei Familien, die für die Herrschaft Redwitz von Bedeutung waren und aufgrund der gemeinsamen Herkunft das gleiche Wappen führten: Neben der Familie von Redwitz, die Marschälle von Kunstadt und die Familie von Kunstadt. Die Wappen der ehemaligen Gemeinden Johannisthal, Neuses, Theisenort, Unterrodach und Wötzelsdorf sowie die Wappen von Marktrodach, Oberaurach und Schneckenlohe erinnern ebenfalls an das Geschlecht.

Bezug zum Wappenschild[Bearbeiten]

Bezug zur Helmzier Einhorn[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Redwitz[Bearbeiten]

Portrait des Oskar von Redwitz

Marschall von Ebnet[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fetzer, Rudi (2009) - Borkuschter Mosaik - eine etwas andere Stadtgeschichte", S.354
  2. Tilmann Breuer: Bayerische Kunstdenkmale - Landkreis Lichtenfels. München 1962. S.114.
  3. http://www.oocities.com/wappenrolle/e/e008.html

Weblinks[Bearbeiten]