Reefer Madness

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Reefer Madness (dt. etwa Haschzigarettenwahnsinn), der ursprünglich Tell Your Children (Erzähle es deinen Kindern) heißen sollte, ist ein Anti-Cannabis-Film aus dem Jahr 1936.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film erzählt die tragische Geschichte von braven High-School-Schülern, die nach dem Genuss von Cannabis vergewaltigen, sich umbringen und dem Wahnsinn verfallen.

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Film wurde ursprünglich unter dem Titel „Tell your Children“ durch eine kirchliche Gruppierung finanziert und sollte Eltern als moderne Moralität die angeblichen Gefahren des Cannabiskonsums näherbringen. Kurze Zeit nach der Produktion wurde der Film jedoch von einem Vertrieb von exploitation-Filmen aufgekauft, der den Film unter neuem Titel und mit zusätzlichen aufstachelnden Szenen auf den Markt brachte.

Der Film zeichnet sich durch zahlreiche Übertreibungen und Unwahrheiten aus, so wird Cannabis etwa als "gefährlicher als Kokain und Opium" bezeichnet. Nach Gebrauch der Droge würde man schnell süchtig, und verfiele dann moralisch, psychisch und körperlich.

Laut einigen Quellen wurde der Film von Harry Anslingers Federal Bureau of Narcotics finanziert, oder sogar von Anti-Hanf Lobbyisten wie DuPont oder William Randolph Hearst. Diese Behauptung ist jedoch unwahr; obwohl es durchaus solche Filme gab, handelt es sich bei „Reefer Madness“ lediglich um den fehlgeleiteten Versuch eines Aufklärungsfilms.

Reefer Madness ist in den USA public domain und online verfügbar.

Trivia[Bearbeiten]

  • 2004 hat 20th Century Fox eine kolorierte Version des Films auf DVD veröffentlicht.
  • 2005 kam der Musikalfilm Kifferwahn (Originaltitel: Reefer Madness: The Movie Musical) heraus, welchem dieser Film als Vorlage diente. Im Film spielten unter anderem Kristen Bell, Christian Campbell und Neve Campbell mit.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reefer Madness – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien