Reent Reins

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Reent Reins (* 10. Oktober 1943 in Otterndorf) ist ein deutscher Schauspieler sowie Hörspiel- und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten]

Reins absolvierte zwischen 1962 und 1965 eine künstlerische Ausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Künste bei Eduard Marks und Rolf Nagel. Sein Bühnendebüt gab er 1965 an der Landesbühne Niedersachsen-Mitte als „Peter“ in Das Tagebuch der Anne Frank. Weitere Bühnenstationen waren die Ruhrfestspiele Recklinghausen, Köln, Stuttgart, Essen sowie das Deutsche Schauspielhaus und das Ernst Deutsch Theater in Hamburg. In über 30 Jahren Bühnentätigkeit verkörperte Reins zahlreiche klassische Charaktere wie 1965 den „Puck“ aus Shakespeares Sommernachtstraum an der Landesbühne Niedersachsen-Mitte, 1967 den „Studenten“ in einer Inszenierung von Franz Kafkas Prozeß am Deutschen Schauspielhaus unter der Regie von Oscar Fritz Schuh, 1973 den „Banquo“ in einer Inszenierung von Shakespeares Macbeth unter der Regie Hansgünther Heymes bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, die auch für das Fernsehen aufgezeichnet wurde, 1984 den „Newton“ in Friedrich Dürrenmatts Die Physiker, 1986 den „Melchtal“ in Schillers Wilhelm Tell, 1990 abermals den „Puck“, jeweils unter der Regie Heymes in Essen.

1965 gab Reins unter der Regie von Egon Monk in der Produktion Ein Tag - Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939 sein Fernsehdebüt. In den Folgejahren spielte er in verschiedenen Fernsehspielen, Bühnenadaptionen wie Goethes Egmont und Shakespeares Macbeth und in der deutsch-französischen Abenteuerserie Graf Luckner um den gleichnamigen „Seeteufel“. Daneben übernahm er Gastrollen in zahlreichen Fernsehserien und -reihen wie Tatort, Polizeifunk ruft, Percy Stuart, Wolffs Revier, Großstadtrevier, Anwalt Abel, Küstenwache und SOKO Wismar.

Einem breiten Publikum ist Reins zudem durch seine Stimme bekannt. Er sprach für Hörspiele wie Die drei ??? und TKKG, Computerspiele und war Station Voice verschiedener Fernsehsender. Besonders umfangreich arbeitet Reins als Synchronsprecher. Er ist der deutsche Standardsprecher von Don Johnson und lieh vielen weiteren, international bekannten Schauspielkollegen seine Stimme wie Michael Landon in Ein Engel auf Erden, Alec Baldwin in Der Mörder und die Lady, Beau Bridges in Der große Bluff im Sperrbezirk, David Carradine in Die Faust der Rebellen, Tony Curtis in Rivalen, Marc Singer in V – Die außerirdischen Besucher kommen sowie John Shea in Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark.

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1965: Ein Tag - Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939
  • 1967: Dreizehn Briefe
  • 1967: Feldwebel Schmid
  • 1967: Egmont
  • 1968: Michael Kohlhaas
  • 1969: Das Wunder von Lengede
  • 1969: Verratener Widerstand - Das Funkspiel der deutschen Abwehr in Holland
  • 1969: Altersgenossen
  • 1970: Der Kiosk - Eine Komödie zum Weinen
  • 1971: Graf Luckner
  • 1972: Tatort: Strandgut
  • 1974: Macbeth
  • 1975: Tatort: Schöne Belinda
  • 1991: Tatort: Finale am Rothenbaum

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1967: Pastorale 67 – Autor: Otto Heinrich Kühner; Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1968: Bericht über die Pest in London, erstattet von Bürgern der Stadt, die im Jahre 1665, zwischen Mai und November, daran zugrunde gingen Regie: Heinz von Cramer
  • 1971: Fremde Tote – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1971: Testamentseröffnung – Regie: Mathias Neumann
  • 1971: Versammelt Euch, daß ich Euch verkündige, was Euch begegnen wird in künftigen Zeiten – Regie: Heinz Hostnig
  • 1972: Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen – Autoren und Regie: Veit Erlmann und Edgar Piel
  • 1972: Fünf zu null für Lippoldsberg – Regie: Armin Reinhold Schreiber
  • 1974: Nichts spielt sich mehr ab oder: Die Stadt muss modernisiert werden – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1975: Der Rollmeyer-Effekt – Regie: Günter Siebert
  • 1975: Hey, Boys and Girls, let's have a good time together – Autoren: Henryk M. Broder und Frank Grützbach (auch Regie)
  • 1976: Die Ballade von den Hoffnungen der Väter – Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 1977: Reise nach England – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz
  • 1977: Der Zögling – Regie: Klaus Mehrländer
  • 1977: Wüstensohn – Hundesohn – Regie: Nicht angegeben
  • 1977: 500 000 Tonnen Rohöl - Regie: Dieter Carls
  • 1978: Warum kann ich nicht vom Truge in die Wahrheit übergehen – Regie: Heinz Hostnig
  • 1978: Mittwochs keine Sprechstunde - Regie: Günter Siebert
  • 1980: Wie man Wünsche beim Schwanz packt – Autor: Pablo Picasso; Regie: Claus Villinger
  • 1982: Falsches Spiel – Regie: Hartmut Kirste
  • 1982: Tragflächen – Regie: Klaus Mehrländer
  • 1982: Die Trümmer des Gewissens – Regie: Hansgünther Heyme
  • 1984: Des Meeres, der Mafia und der Liebe Wellen ... – Regie: Klaus Mehrländer
  • 1985: Ganoven-Ballade oder Glanz und Elend der Brüder Sass, Gentlemen-Einbrecher – Regie: Heinz von Cramer
  • 1986: C'era una volta il west oder Alte Briefe aus Amerika – Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 1986: Der Stern des Südens – Autor und Regie: Friedemann Schulz
  • 1986: Klaus Störtebeker oder Nur der Lügner gelangt in den Besitz der Wahrheit – Regie: Hans Gerd Krogmann
  • 1999: Geschichten aus der Umlaufbahn (4 Teile) – Regie: Holger Rink

Datum unbekannt:

  • O – Regie: Heinz Hostnig

Weblinks[Bearbeiten]