Reger-Chor

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Reger-Chor
Der Reger-Chor vor St. Bonifatius, Wiesbaden, 2008
Sitz: Wiesbaden / Deutschland
Träger: St. Bonifatius
Gründung: 1985
Gattung: Gemischter Chor
Gründer: Gabriel Dessauer
Leitung: Gabriel Dessauer
Stimmen: 50 (SATB)
Website: http://www.bonimusik.de/regerchor.html

Der Reger-Chor ist ein Projektchor, der 1985 von Gabriel Dessauer in Wiesbaden gegründet und seitdem von ihm geleitet wurde. Seit 2001 ist er erweitert zum Reger-Chor-International in Zusammenarbeit mit Ignace Michiels, Organist der Sint-Salvatorskathedraal von Brügge, um ein jährliches Konzert zumeist geistlicher, selten aufgeführter Musik für Chor und Orgel sowohl in Deutschland als auch in Belgien aufzuführen. Konzerte finden regelmäßig in St. Bonifatius, Wiesbaden und in der Kathedrale von Brügge statt, unregelmäßig auch in anderen Kirchen der beiden Länder und im Concertgebouw (Konzerthaus) Brügge.

Geschichte[Bearbeiten]

St. Bonifatius, Wiesbaden, Innenraum von der Orgelempore gesehen

Gabriel Dessauer (geboren 1955) ist seit 1981 Kantor an St. Bonifatius in Wiesbaden. 1985 rief er Choristen zusammen, um ein einziges Werk aufzuführen, das Hebbel-Requiem von Max Reger in der Orgelfassung des Münchener Organisten und Komponisten Max Beckschäfer.[1] Das Konzert am 16. Oktober 1985 war Teil der Internationalen Orgelkonzerte Wiesbaden, die auch Organisten wie Roger Fisher, Judit Hajdók und Maurice Clerc vorstellte auf der Walcker-Orgel der Marktkirche in Wiesbaden, die bereits Reger selbst während seiner Zeit in Wiesbaden ab 1891 gespielt hatte.[2] Gabriel Dessauer dirigierte,[3] Beckschäfer war der Organist. Das Projekt gilt als die Gründung des Reger-Chores.

Er erhielt seinen Namen 1988, als das nächste Projekt der Deutschen Erstaufführung von Joseph Jongens Missa op. 111 für Chor, Blechbläser und Orgel gewidmet war, die in der Stiftskirche in Aschaffenburg und in St. Bonifatius in Wiesbaden aufgeführt wurde. Spätere Projekte beinhalteten 1990 eine der ersten Aufführungen in Deutschland von John Rutters Requiem, live aufgenommen auf der ersten CD des Reger-Chores.

2001 begann eine internationale Zusammenarbeit mit dem Organisten Ignace Michiels, die ungefähr gleich viele Choristen aus Flandern und dem Rhein-Main-Gebiet zusammenbringt, um ein jährliches Konzert in Deutschland und Belgien aufzuführen.

Weitere Projekte[Bearbeiten]

Orgel der Sint-Salvatorskathedraal in Brügge
Reger-Chor, Sint-Salvatorskathedraal, Brügge, Brahms Ein deutsches Requiem, 2011

Einspielungen[Bearbeiten]

  • John Rutter: Requiem, Motetten von Reger, Julius Reubke: Orgelsonate (Psalm 94) c-moll, Reger-Chor, Monika Fuhrmann (Sopran), Instrumentalisten, Orgel (Rutter): Petra Morath, Orgel (Reubke) und Leitung: Gabriel Dessauer (1990, live in St. Bonifatius Wiesbaden)
  • Max Reger: Hebbel-Requiem, Orgelwerke, Reger-Chor-International, Orgel: Ignace Michiels, Leitung: Gabriel Dessauer (2001, live in St. Bonifatius Wiesbaden)
  • Max Reger: Der 100. Psalm, Introduktion, Passacaglia und Fuge in e-Moll op. 127, Reger-Chor-International, Orgel: Ignace Michiels, Leitung: Gabriel Dessauer (2003, live in St. Bonifatius Wiesbaden) [1]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Max Reger Kompositionen (German) maxreger.de. 2010. Abgerufen am 10. Juli 2010.
  2. Max Reger Chronologie 1892. Max-Reger-Institut. Abgerufen am 13. Juli 2010.
  3. a b Richard Hoernicke: Wenn Freunde musizieren. Wiesbadener Tagblatt. Abgerufen am 12. August 2010.
  4. Prestigieus oratorium voor Brugse kansarmen (flämisch) Het Nieuwsblad. 18. November 2006. Abgerufen am 23. August 2010.
  5. Richard Hörnicke: Gelungenes Finale der Musikwochen. Allgemeine Zeitung. 31. August 2010. Abgerufen am 31. August 2010.
  6. Richard Hoernicke: Sicher kirchlich / Brahms-Requiem Aufführung in St. Bonifatius. Wiesbadener Tagblatt. 12. November 2010. Abgerufen am 14. November 2010.
  7. Requiem Opus 48 - Gabriel Fauré / Zaterdag 27 okt (flämisch) De Standaard. Abgerufen am 29. Oktober 2012.
  8. Regerchor-International in der Bonifatiuskirche Wiesbaden. Wiesbadener Tagblatt. 13. November 2012. Abgerufen am 13. November 2012.

Weblinks[Bearbeiten]