Región de Coquimbo

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Coquimbo
Region IV
Región de Coquimbo
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Lage
Symbole
Flagge
Flagge
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Chile
Hauptstadt La Serena
Fläche 40.579,9 km²
Einwohner 757.586 (Zensus 2017)
Dichte 19 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 CL-CO
Politik
Regionalgouverneurin Krist Naranjo Peñaloza
Partei unabhängig
Leuchtturm von La Serena
Leuchtturm von La Serena
Koordinaten: 29° 50′ S, 71° 10′ W

Die Region IV Coquimbo ist die fünftnördlichste Region von Chile. Sie liegt etwa 400 km nördlich von Santiago de Chile.

Im Norden grenzt sie an die Región de Atacama, im Süden an die Región de Valparaíso und im Osten an Argentinien.

Geographie und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Valle del Elqui

Die Region liegt im Norden Chiles am Pazifik. Die Hauptstadt La Serena liegt etwa 470 km nördlich von Santiago de Chile.

Die Region ist geprägt von Wüstenlandschaften, aber es gibt auch einige fruchtbare Gebiete südlich von Coquimbo und bei Ovalle. Im trockenen Norden steht z. B. das La-Silla-Observatorium.

Die wichtigste Lebensader im Norden ist der Fluss Río Elqui. In der Mitte sind dies mehrere Stauseen (Recoleta, La Paloma und Cogoti). Im Süden spendet der Río Choapa das wichtige Wasser.

In vielen Bereichen herrscht wüstenartiges Klima mit geringen Regenmengen. Meist beginnt kurz hinter den Küstenstädten direkt die Wüste, wie z. B. in La Serena.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten menschlichen Spuren reichen bereits 10.000 Jahre zurück, z. B. Casa de Piedra ein Felsüberhang bei Ovalle.

Die erste Stadt die die Spanier in der Region Coquimbo gründeten, war La Serena. Sie ist die zweitälteste Stadt Chiles. Juan Bohón gründete sie am 15. November 1543 als Seehafen zur Verbindung zwischen Santiago de Chile und Lima in Peru. Die Stadt wurde allerdings 22. Juli 1549 durch Angriffe der Ureinwohner wieder zerstört. Francisco de Aguirre gründete am 26. August 1549 praktisch erneut.

Die Stadt Coquimbo wurde 1550 als Hafen genutzt, sie selbst wurde allerdings erst 1867 zur Stadt erklärt. Illapel folgte 1752 und die Stadt Ovalle 1831.

Die reichen Rohstoffvorkommen, wie Kupfer, Eisen und Gold führten ab 1840 zum starken Aufschwung der Region.

Die Region wird immer wieder von schweren Erdbeben und Tsunamis heimgesucht (z. B. 1801).

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region ist in drei Provinzen unterteilt (Nord nach Süd):

Die größten Städte sind:

Provinz Hauptstadt Kommunen Karte
Choapa Illapel 1 Canela
2 Illapel
3 Los Vilos
4 Salamanca
Elqui Coquimbo 5 Andacollo
6 Coquimbo
7 La Higuera
8 La Serena
9 Paihuano
10 Vicuña
Limarí Ovalle 11 Combarbalá
12 Monte Patria
13 Ovalle
14 Punitaqui
15 Río Hurtado

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region verfügt über riesige Strandgebiete, die zum Baden und Surfen einladen. Nationalparks, wie der Nationalpark Bosque de Fray Jorge oder Las Chinchillas (Nationalpark) sind gern besuchte Ziele. Ebenso sind Exkursionen in die Wüstengebiete möglich. Die Flusstäler mit ihren Weinanbaugebieten sind ebenfalls einen Besuch wert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region verfügt über große Eisen- und Kupfervorkommen sowie Gold. Daneben ist die Landwirtschaft ein wichtiger Faktor, in vielen Flusstälern wird Wein (siehe auch den Artikel Weinbau in Chile) und Obst angebaut. An der Küste spielen der Fischfang, die Hafenwirtschaft und der Tourismus eine bedeutende Rolle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Coquimbo Region – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien