Regierungsbezirk Freiburg

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Wappen Karte
Führt kein Wappen Lage des Regierungsbezirkes Freiburg in Deutschland
Basisdaten
Verwaltungssitz: Freiburg im Breisgau
Fläche: 9347 km²
Einwohner: 2.198.970 (30. Juni 2010)
Bevölkerungsdichte: 235 Einwohner je km²
Bezirksgliederung: 1 Stadtkreis und
9 Landkreise mit
insgesamt 294 Gemeinden
Regierungspräsidium
Regierungspräsidentin: Bärbel Schäfer (parteilos)
Adresse des Regierungspräsidiums: Bissierstraße 7
79114 Freiburg im Breisgau
Webpräsenz: Regierungsbezirk Freiburg
Lage des Regierungsbezirks Freiburg in Baden-Württemberg
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Über dieses Bild

Der Regierungsbezirk Freiburg ist einer von vier Regierungsbezirken im Land Baden-Württemberg (Deutschland). Er steht in der Hierarchie zwischen den Landkreisen einerseits und der Landesregierung andererseits.

Geographie[Bearbeiten]

Der Regierungsbezirk Freiburg liegt im Südwesten Baden-Württembergs und hieß bis 31. Dezember 1972 Regierungsbezirk Südbaden. Allerdings hatte er damals noch einen anderen Zuschnitt. Im Süden grenzt er an die Schweiz, im Westen an das Elsass (Frankreich), im Norden an den Regierungsbezirk Karlsruhe und im Osten an den Regierungsbezirk Tübingen. In seiner heutigen Ausdehnung geht er auf die Verwaltungs- und Gebietsreform aus dem Jahre 1973 zurück.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Regierungsbezirk Freiburg besteht seit der Bildung des Südweststaates Baden-Württemberg im Jahr 1952. Seine Behörde, das Regierungspräsidium, war seit diesem Zeitpunkt im Wesentlichen für das Gebiet des ehemaligen Bundeslandes Baden (Hauptstadt Freiburg) zuständig, das nach dem Zweiten Weltkrieg aus der französischen Besatzungszone hervorgegangen war. Der Verwaltungsbezirk hieß daher zunächst Regierungsbezirk Südbaden.

Bei der Gebietsreform, die zum 1. Januar 1973 in Kraft trat, wurden die Gebiete um Rastatt und Baden-Baden (an den Regierungsbezirk Karlsruhe) sowie Überlingen und Meßkirch (an den Regierungsbezirk Tübingen) übertragen. Dafür wurde der Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Freiburg auf die Landkreise Rottweil und Tuttlingen ausgedehnt. Da die Behörde somit auch für ehemals württembergische Gebiete zuständig ist, wurde der Regierungsbezirk Südbaden seinerzeit in Regierungsbezirk Freiburg umbenannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 1.863.465
31. Dezember 1975 1.852.477
31. Dezember 1980 1.865.282
31. Dezember 1985 1.880.475
27. Mai 1987 ¹ 1.869.032
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 1.977.857
31. Dezember 1995 2.087.042
31. Dezember 2000 2.137.625
31. Dezember 2005 2.190.727
31. März 2006 2.190.438

Organisation[Bearbeiten]

Dienstgebäude Basler Hof
Dienstgebäude Betzenhausen

Oberste Behörde ist das Regierungspräsidium mit Hauptsitz im historischen Basler Hof in der Altstadt von Freiburg im Breisgau, erbaut um 1500 durch Konrad Stürtzel, Hofkanzler des Kaisers Maximilian I.. Daneben unterhält es in Freiburg weitere acht Standorte. Größter Standort ist dabei der Neubau des Regierungspräsidiums im Stadtteil Betzenhausen, der auch die offizielle Hausanschrift ist.

Die Leitung des Regierungspräsidiums mit mehr als 2.000 Beschäftigten obliegt jeweils einem vom Ministerpräsidenten ernannten politischen Beamten, dem Regierungspräsident (bzw. -präsidentin). Dem Regierungspräsidium übergeordnet ist das Innenministerium Baden-Württemberg.

Regierungspräsidenten und -innen seit 1952:

Aufgaben des Regierungspräsidiums

Das Regierungspräsidium ist für die Umsetzung der gesetzlichen Aufgaben und landespolitischen Ziele im Regierungsbezirk verantwortlich. Zu den Aufgaben zählen insbesondere:

Bauwesen, Forstwirtschaft, Gesundheitswesen, Grenzüberschreitende Zusammenarbeit an Oberrhein, Hochrhein und Bodensee und europäische Angelegenheiten, Landwirtschaft, Ländlicher Raum, Lebensmittelwesen, Landespolizeidirektion, Raumordnung, Obere Schulaufsichtsbehörde, Sozialwesen, Steuerung, Straßenwesen, Umweltschutz, Verkehr, Verwaltung, Veterinärwesen, Wasserwirtschaft, Wirtschaft

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Die Regionen mit ihren Stadt- und Landkreisen:

Region Hochrhein-Bodensee
Landkreis Konstanz (KN)
Landkreis Lörrach (LÖ)
Landkreis Waldshut (WT)
Region Südlicher Oberrhein
Stadtkreis Freiburg im Breisgau (FR)
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (FR)
Landkreis Emmendingen (EM)
Ortenaukreis (OG)
Region Schwarzwald-Baar-Heuberg
Landkreis Rottweil (RW)
Schwarzwald-Baar-Kreis (VS)
Landkreis Tuttlingen (TUT)

Die 19 Großen Kreisstädte (unterstehen der Fachaufsicht des Regierungspräsidiums):

  1. Achern
  2. Donaueschingen
  3. Emmendingen
  4. Kehl
  5. Konstanz
  6. Lahr/Schwarzwald
  7. Lörrach
  8. Oberkirch
  9. Offenburg
  10. Radolfzell am Bodensee
  11. Rheinfelden (Baden)
  12. Rottweil
  13. Schramberg
  14. Singen (Hohentwiel)
  15. Tuttlingen
  16. Villingen-Schwenningen
  17. Waldkirch
  18. Waldshut-Tiengen
  19. Weil am Rhein

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wechsel-in-zwei-regierungspraesidien-frauen-kommen-an-die-spitze.9724d39c-ee32-4679-a24b-f839d5a14979.html Wechsel in zwei Regierungspräsidien: Frauen kommen an die Spitze, abgerufen am 25. Februar 2012
  2. http://www.freiburg.de/pb/,Lde/312153.html?QUERYSTRING=b%C3%A4rbel+sch%C3%A4fer*, abgerufen am 30. Juni 2012