Regierungsbezirk Königsberg

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Verwaltungsgliederung Ostpreußens vor dem Jahr 1905:
  • Regierungsbezirk Königsberg
  • Regierungsbezirk Gumbinnen
Verwaltungsgliederung der Provinz Ostpreußen vor dem Ersten Weltkrieg nach der Neuschaffung des Regierungsbezirks Allenstein im Jahr 1905:
  • Regierungsbezirk Königsberg
  • Regierungsbezirk Gumbinnen
  • Regierungsbezirk Allenstein
Das Gebäude der Regierung in Königsberg (Mitteltragheim 40) wurde 1881 von Karl Friedrich Endell entworfen. Es enthielt auch die repräsentative Dienstwohnung des Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen.

Der preußische Regierungsbezirk Königsberg in Ostpreußen bestand von 1808 bis 1945, zunächst unter der Bezeichnung Regierungsbezirk Ostpreußen zu Königsberg. Zusammen mit dem Regierungsbezirk Litthauen zu Gumbinnen war er Bestandteil der Provinz Preußen.

Aufgaben[Bearbeiten]

Das Regierungspräsidium war eine Mittelbehörde der preußischen Staatsverwaltung für den Regierungsbezirk Königsberg. Es war für alle Angelegenheiten zuständig, die nicht ausdrücklich anderen Behörden übertragen waren, und hatte das Aufsichtsrecht über alle nachgeordneten Behörden. Es bestand aus drei Abteilungen:

  • Präsidialabteilung mit der Zuständigkeit für Polizeisachen und Inneres
  • Abteilung für das Kirchen- und Schulwesen
  • Abteilung für direkte Steuern, Domänen und Forsten.

Das ursprüngliche Kollegialsystem wurde durch das monokratische System (wie bei der Präsidialabteilung) abgelöst. Dem Regierungspräsidenten war ein Bezirksausschuß beigegeben, der in Verwaltungs- und Verfahrenssachen entschied.[1]

Struktur[Bearbeiten]

Er umfasste 1885 eine Fläche von 21.107 km² mit 1.171.116 Einwohnern, darunter 910.235 Evangelische, 243.153 Katholische und 10.586 Juden und bestand aus 20 Kreisen:

1905 wurde der südliche Teil des Regierungsbezirkes mit den Kreisen Allenstein, Neidenburg, Ortelsburg, Osterode, Rößel und Soldau abgetrennt. Aus diesen und vier weiteren Kreisen des Regierungsbezirks Gumbinnen wurde der Regierungsbezirk Allenstein neu gebildet.

Regierungspräsidenten (Königsberg)[Bearbeiten]

Siegel[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Döhler: Corpsstudenten in der Verwaltung Ostpreußens. Einst und Jetzt, Bd. 54 (2009), S. 240-246
  • Klaus von der Groeben: Das Land Ostpreußen. Selbsterhaltung, Selbstgestaltung, Selbstverwaltung 1750 bis 1945. Quellen zur Verwaltungsgeschichte Nr. 7, Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 1993
  • Reinhard Hauf: Die preussische Verwaltung des Regierungsbezirks Königsberg, 1871-1920. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 1980, ISBN 978-3774564473, GoogleBooks
  • Adolf Schlott: Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Königsberg. Reyländer, Tilsit 1848 (Digitalisat)

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Robert Albinus: Königsberg Lexikon. Würzburg 2002
  2. 1825 Oberpräsident in Posen
  3. a b als Oberpräsident
  4. als Interimslösung im Amt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Regierungsbezirk Königsberg – Sammlung von Bildern