Regierungsbezirk Montabaur
Der Regierungsbezirk Montabaur war einer von fünf Regierungsbezirken, in die sich das 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz gliederte. Die anderen waren die ebenfalls 1946 neu errichteten Regierungsbezirke Rheinhessen (Sitz in Mainz) und Pfalz (Sitz in Speyer) sowie die bereits 1816 von Preußen eingerichteten Regierungsbezirke Koblenz und Trier.
Der Regierungsbezirk Montabaur umfasste die Landkreise Oberwesterwaldkreis (Westerburg), Loreleykreis (Sankt Goarshausen), Unterlahnkreis (Diez) und Unterwesterwaldkreis (Montabaur).
[Bearbeiten] Geschichte
Der 1866 gebildete Regierungsbezirk Wiesbaden, Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau, war nach dem Zweiten Weltkrieg von den Besatzungsmächten durch eine Zonengrenze geteilt worden. Der Hauptteil des Regierungsbezirks lag in der Amerikanischen Besatzungszone und wurde 1945 Bestandteil des Landes Hessen. Der Regierungsbezirk Montabaur musste für den in der Französischen Besatzungszone gelegenen kleineren nordwestlichen Teil geschaffen werden und wurde 1946 Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz.
1968 wurde der Regierungsbezirk Montabaur aufgelöst und in den Regierungsbezirk Koblenz eingegliedert.
Koblenz (1816–1999) | Montabaur (1946–1968) | Pfalz (1946–1968) | Rheinhessen (1946–1968) | Rheinhessen-Pfalz (1968–1999) | Trier (1816–1999)