Regimantas Adomaitis

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Regimantas Adomaitis (* 31. Januar 1937 in Šiauliai) ist ein litauischer Film- und Theaterschauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Adomaitis absolvierte ein fünfjähriges Physik- und Mathematik-Studium an der Universität Vilnius, ehe er sich für ein Schauspielstudium in Vilnius entschied. Bald darauf folgten Theaterengagements in Kaunas, Vilnius und Marijampolė.

Seine Filmkarriere startete mit der sowjetischen Filmproduktion Niemand wollte sterben (russ."Никто не хотел умирать") (1966), zuvor hatte er 1964 nur eine kleine Rolle in einem Film. Im Jahr 1971 spielte er in Grigori Kosinzews König Lear (russ."Король Лир"); internationale Bekanntheit erlangte er aber erst 1973 mit dem sowjetischen Film Das süße Wort Freiheit (russ."Это сладкое слово — свобода!") Noch im gleichen Jahr bot DEFA-Regisseur Günter Reisch Adomaitis die Hauptrolle in seinem Film Wolz - Leben und Verklärung eines deutschen Anarchisten an.

Der DEFA-Spielfilm Die Verlobte mit Jutta Wachowiak brachte ihm 1981 den Nationalpreis der DDR. 1985 wurde er als Volkskünstler der UdSSR ausgezeichnet. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit engagierte er sich zunehmend auch politisch. Er war Mitbegründer der Bewegung zur Unabhängigkeit Litauens Sąjūdis 1987.

Adomaitis spielte in vielen Film- und Fernsehproduktionen mit und war Mitte der 1990er-Jahre wieder in einigen deutschen Fernsehproduktionen tätig. Heute lebt er mit seiner Frau, der Sängerin Eugenija Bajorytė, in Vilnius und arbeitet als Darsteller am Nationaltheater Litauens in Vilnius.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1966: Niemand wollte sterben (Nikto ne chotel umirat)
  • 1971: König Lear (Korol Lir)
  • 1973: Das süße Wort Freiheit (Eto sladkoje slowo - swoboda!)
  • 1973: Wolz – Leben und Verklärung eines deutschen Anarchisten
  • 1976: Mann gegen Mann
  • 1979: Das Leben ist wunderbar (La Vita è bella)
  • 1980: Die Verlobte
  • 1990: Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein
  • 1993: Tatort – Ein Wodka zuviel (TV-Reihe)
  • 1995: Die Staatsanwältin
  • 1996: Der Doppelgänger

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1981: Nationalpreis I. Klasse
  • 1982: Litauischer Staatspreis

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]