Reginald Denny

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Reginald Denny mit seiner Tochter (1922)

Reginald Denny (* 20. November 1891 in Richmond, Surrey; † 16. Juni 1967 ebenda) war ein britischer Schauspieler und Ingenieur.

Leben[Bearbeiten]

Denny kam durch seine Eltern, die ebenfalls Schauspieler waren, schon früh zum Theater. Sein Vater W. H. Denny war ein Mitglied der Gilbert and Sullivan Opera Company. Mit sechs Jahren hatte er seinen ersten Bühnenauftritt, später besuchte er die Oxford University. Nach seinem Einsatz als Pilot im Ersten Weltkrieg startete er seine Karriere in Hollywood. Auch trat er vereinzelt am Broadway auf. Seine Karriere beim Film fand ausschließlich in den USA statt, wo er zunächst Hauptrollen in kleineren Stummfilmen spielte. Nach Beginn der Tonfilmzeit spielte er Nebenrollen in großen Produktionen, oft war er als ehrenhafter Freund und Berater der Hauptfigur zu sehen, so zum Beispiel neben Laurence Olivier in Rebecca.[1] Denny errang beachtliche Popularität, insbesondere mit einer Reihe von Filmen, in denen er den Freund des Detektivs Bulldog Drummond verkörperte.

In den 1940er Jahren war er seltener in Filmen zu sehen, da er inzwischen mit Reginald Denny Industries eine Firma für Modellflugzeuge gegründet hatte, die er in einem Geschäft am Hollywood Boulevard verkaufte. Im Zweiten Weltkrieg entwickelte Denny für die britische Armee eine ferngesteuerte Zieldarstellungsdrohne, von denen rund 15.000 Stück produziert wurden. In den 1950er Jahren war er vermehrt beim Fernsehen tätig und trat kaum noch in Kinofilmen auf. Sein letzter Film Batman hält die Welt in Atem erschien ein Jahr vor seinem Tod.

Reginald Denny starb im Alter von 75 Jahren. Von 1913 bis 1927 war er mit der Schauspielerin Irene Haisman (1897–1950) verheiratet. Sie hatten eine Tochter. In zweiter Ehe war er ab 1958 mit der Schauspielerin Betsy Lee (1907–1996) verheiratet, mit der Denny drei Kinder hatte. Ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ist ihm gewidmet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Berlin 2001, Band 2, S. 355.