Reginald Scot

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Reginald Scot (* vor 1538; † 9. Oktober 1599; auch Reginald Scott oder Scotte) war ein englischer Schriftsteller, Arzt und Skeptiker von Zauberei und Hexerei. In seinem bekanntesten Werk The Discoverie of Witchcraft von 1584 beschreibt er die Zaubertricks der angeblichen Zauberer. Es gilt als erstes neuzeitliches Buch über die Aufklärung der Zauberei.

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Reginald Scot war ein Gegner des Hexenwahns im 16. Jahrhundert. Er glaubte, dass die Anklage von Hexerei-Beschuldigten irrational und unchristlich war und hielt die römisch-katholische Kirche dafür verantwortlich. Frauen, die auch ohne Folter gestanden, dass sie Hexen waren, bezeichnete Scot als “bedauernswerte an Melancholie leidende Kranke, die sich etwas einbilden“. Weiterhin schrieb er: „… [sie] glauben, dass [Hexen] das Korn des Nachbarn auf ihr eigenes Stück Land versetzen können. Dabei sind sie als ständig bedürftige Bettlerinnen gar nicht in der Lage, sich zu bereichern, weder mit Geld noch auf andere Art. Wer ist so dumm und glaubt weiterhin an übernatürliche Kräfte?“ Mit seinem Buch “The Discoverie of Witchcraft” hatte er es sich zu Aufgabe gemacht, dem Irrglauben ein Ende zu bereiten. Er beschreibt unter anderem Taschenspieler-, Münz- und Kartentricks, sowie Seilkunststücke und spezielle Zaubertricks, beispielsweise das so genannte „Enthauptungsexperiment“ (auch „Die Enthauptung Johannes des Täufers“) des Zauberers Kingsfield von 1582, welches dieser auf der Bartholomäus-Messe in London vorführte. Alle erhältlichen Kopien wurden 1603 nach dem Amtsantritt von James I. verbrannt. Vermuteter Grund ist, dass Jakob VI. von Schottland, der spätere James I., 1597 selbst ein Werk über Dämonologie verfasste. Die restlichen Exemplare sind heute rar.

Bis heute ist sein Buch eine „Bibel“ für Zauberer als eine der ersten englischsprachigen Veröffentlichungen, in der Zaubertricks gezeigt und erklärt werden.

Reginald Scot starb am 9. Oktober 1599, also noch vor den Verbrennungen seiner Bücher. Sein angebliches Grab befindet sich in der englischen Ortschaft Brabourne in der Kirche der Hl. Jungfrau Maria. Die dortige Kupferplatte trägt die Schreibweise Reginald Scott, was laut Lewis Jones, Verfasser des Buches The Discoveries of Reginald Scott (2000), auch die korrekte, von seinen Vorfahren verwendete Schreibweise war. Auch in juristischen Dokumenten verwendete Reginald Scot diese Schreibweise.

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