Regine Aeppli

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Regine Aeppli Wartmann (* 5. Oktober 1952 in Winterthur; heimatberechtigt in Zürich) ist eine Schweizer Politikerin der Sozialdemokratischen Partei (SP). Sie ist Regierungsrätin des Kantons Zürich, Vorsteherin der Bildungsdirektion. Sie ist Regierungspräsidentin 2014/2015.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Regine Aeppli wuchs in Uerikon bei Stäfa auf, seit 1972 lebt sie in Zürich. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich, machte das Lizentiat und erwarb 1982 das Anwaltspatent. Von 1986 bis 2003 arbeitete sie als selbstständige Rechtsanwältin in einer Gemeinschaftspraxis in Zürich.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Von 1987 bis 1996 war Regine Aeppli für die SP Mitglied des Zürcher Kantonsrates. Von 1995 bis 2003 war sie Stellvertreterin des kantonalen Ombudsmanns. Bei den Schweizer Parlamentswahlen 1995 wurde sie in den Nationalrat gewählt, wo sie der Kommission für Rechtsfragen und der Staatspolitischen Kommission angehörte. Ausserdem war sie Mitglied des SP-Fraktionsvorstandes. 1997 wurde sie Präsidentin des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks. Beide Ämter gab sie ab, als sie 2003 in den Regierungsrat des Kantons Zürich gewählt wurde. Sie übernahm dort die Bildungsdirektion von Ernst Buschor. Sie führte dessen Schulreformpolitik weiter. Am 5. Juni 2005 hat die Zürcher Stimmbevölkerung mit gut 70 Prozent dem neuen Volksschulgesetz zugestimmt. Die Neuerungen – Einführung der geleiteten Schulen, pädagogische Schwerpunktsetzung, Blockzeiten, Kantonalisierung des Kindergartens sowie Pflicht für Gemeinden, den Bedarf an schulergänzender respektiv ausserfamiliärer Betreuung abzuklären und entsprechende Angebote zu schaffen – sollen bis Ende 2011 umgesetzt werden.[1] Zudem wurde während ihrer Amtszeit die Zürcher Fachhochschule neu strukturiert.

Aeppli war Präsidentin des Regierungsrates 2009/2010 und ist Präsidentin 2014/2015. Aeppli gab im Mai 2014 bekannt, dass sie bei den Wahlen 2015 nicht mehr antreten werde.[2] Dies stand möglicherweise im Zusammenhang mit der Mörgeli-Affäre um das Medizinhistorische Institut.[3]

Regine Aeppli ist verwitwet und hat zwei Kinder.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volksschulamt (VSA)
  2. Bildungsdirektorin Aeppli tritt nicht mehr an. In: Handelszeitung.ch vom 13. Mai 2014
  3. http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/aeppli-kann-nicht-moergelis-entlassung-anordnen-1.18318546
  4. Ehemann von Regierungsrätin Regine Aeppli stirbt mit 67 Jahren. In: Limmattaler Zeitung vom 18. August 2013