Region Stuttgart

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo Karte
Logo der Region Stuttgart Lage der Region Stuttgart in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Verwaltungssitz: Stuttgart
Fläche: 3.654,0 km²
Einwohner: 2.691.666 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 731 Einwohner/km²
BIP 2009: 101,336 Mrd. EUR
Regionsgliederung: 1 Stadtkreis und
5 Landkreise
Regionalverband
Verbandsvorsitzender: Thomas Bopp
Regionaldirektorin: Nicola Schelling
Adresse des Verbands: Kronenstraße 25
70174 Stuttgart
Website: www.region-stuttgart.org
Karte
Region Stuttgart

Die Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) ist die Hauptstadtregion und eine von zwölf Raumordnungs- und Planungsregionen in Baden-Württemberg. Sie umfasst die Landeshauptstadt Stuttgart (Stadtkreis) und die fünf Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis mit insgesamt 179 Städten und Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten]

Die Region Stuttgart erstreckt sich von Nordwesten nach Südosten 90 Kilometer und von Südwesten nach Nordosten 80 Kilometer auf einer Fläche von 3.654 Quadratkilometern. Der geographische Mittelpunkt der Region liegt nach Berechnungen des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg im Süden des Landkreises Rems-Murr wenige Hundert Meter östlich des Teilortes Weinstadt-Strümpfelbach in einem Weinberg. Ein nach der Rebflurreform gesetzter großer Findling – der sogenannte Vogelstein – liegt zufällig fast genau im regionalen Mittelpunkt.

Der Neckar durchfließt die Region etwa 90 Kilometer, davon sind ungefähr 70 Kilometer Wasserstraße. Der längste Zufluss innerhalb der Region ist die Fils (50 Kilometer), es folgen die Murr (45 Kilometer), die Rems (35 Kilometer) und die Enz (30 Kilometer).

Topographisch liegt die Region zwischen 170 m ü. NN (Neckar bei Kirchheim am Neckar) und 835 m ü. NN (Albhochfläche bei Hohenstadt).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

In der Region Stuttgart leben rund 2,7 Millionen Menschen aus 169 Staaten, dies entspricht einem Viertel der Gesamtbevölkerung von Baden-Württemberg bei gerade einmal rund einem Zehntel der Fläche. 731 Menschen wohnen im Durchschnitt pro Quadratkilometer in der Region.

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 2.373.268
31. Dezember 1975 2.341.099
31. Dezember 1980 2.369.273
31. Dezember 1985 2.348.272
27. Mai 1987 ¹ 2.361.412
31. Dezember 1990 2.484.360
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1995 2.566.950
31. Dezember 2000 2.613.379
31. Dezember 2005 2.667.766
31. März 2007 2.670.917
31. Dezember 2008 2.674.527
31. März 2009 2.674.029

Verband Region Stuttgart[Bearbeiten]

Logo des Verbandes Region Stuttgart

Der Verband Region Stuttgart, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, ist als einer von zwölf Regionalverbänden in Baden-Württemberg die politische und administrative Instanz der Region Stuttgart. Sein Vorläufer ist der 1973 gegründete Regionalverband Mittlerer Neckar, der 1992 in Regionalverband Stuttgart umbenannt wurde. Dieser wurde durch das Gesetz über die Errichtung des Verbands Region Stuttgart vom 7. Februar 1994 schließlich in den Verband Region Stuttgart überführt. Der neue Verband erhielt dabei neben der Regionalplanung weitergehende Aufgaben (s. u.) und als einziger Regionalverband in Baden-Württemberg ein direkt gewähltes Parlament, die Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart. Dieses wird von den Wahlberechtigten auf fünf Jahre gewählt.

Weitere Organe des Verbands sind der von der Regionalversammlung aus seiner Mitte auf fünf Jahre gewählte ehrenamtlich tätige Verbandsvorsitzende und der ebenfalls von der Regionalversammlung auf acht Jahre gewählte Regionaldirektor, welcher hauptamtlicher Beamter auf Zeit ist. Der Regionaldirektor vertritt den Verband und leitet die Verwaltung der Region. Seinen Sitz hat er in der Geschäftsstelle des Verbands in Stuttgart. Der Verband unterhält auch ein Büro in Brüssel. Sein Etat betrug 2006 260 Millionen €.

Aufgaben[Bearbeiten]

Wichtige Pflichtaufgaben des Verbandes Region Stuttgart umfassen u. a.:

Raumplanung[Bearbeiten]

Der Verband Region Stuttgart ist Träger der regionalen Raumplanung (Regionalplanung). Wichtigstes Instrument ist dabei der Regionalplan nach § 9 ROG. Dieser weist folgende Zentrale Orte aus.

Karte der Mittelbereiche in der Region Stuttgart
Oberzentrum
Stuttgart Stuttgart Mitte
Bad Cannstatt (Kernstadt)
Feuerbach (Kernstadt)
Vaihingen (Kernstadt)
Weilimdorf (Kernstadt)
Zuffenhausen (Kernstadt)
Mittelzentren
Backnang
Bietigheim-Bissingen (Stadtteil Bietigheim) / Besigheim
Böblingen / Sindelfingen
Esslingen am Neckar
Geislingen an der Steige
Göppingen
Herrenberg
Kirchheim unter Teck
Leonberg
Ludwigsburg / Kornwestheim
Nürtingen
Schorndorf
Vaihingen an der Enz
Waiblingen / Fellbach
Unterzentren
Ditzingen
Donzdorf
Filderstadt (Stadtteil Bernhausen)
Leinfelden-Echterdingen (Stadtteile Leinfelden und Echterdingen)
Marbach am Neckar
Murrhardt
Ostfildern (Stadtteil Nellingen)
Plochingen
Weil der Stadt
Weinstadt (Stadtteil Endersbach)
Welzheim
Winnenden
Kleinzentren
Alfdorf (Hauptort)
Bad Boll (Hauptort)
Böhmenkirch (Hauptort)
Bönnigheim (Kernstadt)
Deggingen (Hauptort)
Ebersbach an der Fils (Kernstadt)
Eislingen/Fils (Kernstadt)
Freiberg am Neckar (Kernstadt)
Gäufelden (Ortsteil Nebringen)
Gerlingen (Kernstadt)
Großbottwar (Kernstadt) / Oberstenfeld (Hauptort)
Holzgerlingen (Kernstadt)
Korntal-Münchingen (Stadtteil Korntal)
Lenningen (Ortsteil Oberlenningen)
Neckartenzlingen (Hauptort)
Neuffen (Kernstadt)
Plüderhausen (Hauptort)
Rechberghausen (Hauptort)
Reichenbach an der Fils (Kernstadt)
Renningen (Kernstadt)
Rudersberg (Hauptort)
Sachsenheim (Kernstadt Großsachsenheim)
Steinheim an der Murr (Kernstadt)
Sulzbach an der Murr (Hauptort)
Uhingen (Hauptort)
Waldenbuch (Hauptort)
Weilheim an der Teck (Kernstadt)
Wendlingen am Neckar (Kernstadt)
Wiesensteig (Kernstadt)

Verkehr[Bearbeiten]

Der Verband Region Stuttgart ist verantwortlich für die regionale Verkehrsplanung und den regional bedeutsamen Öffentlichen Personennahverkehr. Im Regionalverkehrsplan trifft er längerfristige Prognosen der Verkehrsentwicklung und benennt und bewertet dringliche Maßnahmen zur Bewältigung des Verkehrs. Der Verband ist Träger der S-Bahn Stuttgart und Gesellschafter des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart. Er beteiligt sich ferner an der Finanzierung von Stuttgart 21.

Von 324 Millionen Euro im Haushalt 2014 des Verbands Region Stuttgart entfallen 302 Millionen Euro auf die S-Bahn.[1]

Wirtschaftsförderung[Bearbeiten]

Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen - ein Beispiel für Regionale Kompetenz- und Innovationszentren

Zur Wahrnehmung der gesetzlich verankerten Aufgabe der regional bedeutsamen Wirtschaftsförderung gründete der Verband 1995 gemeinsam mit weiteren Gesellschaftern die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS). Neben der Anwerbung und Betreuung von Unternehmen, die sich in der Region Stuttgart ansiedeln wollen (Exogene Wirtschaftsförderung), beraten und betreuen die rund 50 Mitarbeiter der WRS im Rahmen der Standortentwicklung bereits ansässige Unternehmen (Endogene Wirtschaftsförderung).

Neben der klassischen Wirtschaftsförderung im engeren Sinne (etwa mittels Vermarktung von Gewerbeflächen, Betreuung von Investoren bei der Standortsuche sowie Standortmarketing) liegt ein Schwerpunkt der Wirtschaftsförderungsaktivitäten der Region Stuttgart in der Unterstützung bestimmter Branchen-Cluster. Dazu gehören u. a.:

Zur Unterstützung dieser Branchen initiiert, koordiniert und betreut die WRS Branchennetzwerke (z. B. die Clusterinitiative Automotive CARS, die MedienInitiative Region Stuttgart oder die Initiative Open Source Region Stuttgart), organisiert Fachkonferenzen (wie etwa den jährlichen Brennstoffzellen-Kongress f-cell) und erhebt und veröffentlicht verschiedene Brancheninformationen.

Um Schülern, Studierenden, Absolventen und Young Professionals die Arbeitgeberattraktivität der KMU aus der Region Stuttgart aufzuzeigen, hat die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH im Internet das Arbeitgeberverzeichnis Region Stuttgart eingerichtet. Dort haben Unternehmen die Möglichkeit sich mit einem ausführlichen Arbeitgeberprofil und ihren aktuellen Angeboten für Nachwuchskräfte vorzustellen.

Um den Wissenstransfer und die Kontakte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu verbessern, wurden in der Region ferner 15 Kompetenz- und Innovationszentren eingerichtet, in denen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen gemeinsam und interdisziplinär an branchenbezogen Projekten arbeiten. Beispiele für solche Kompetenz- und Innovationszentren sind das Virtual Dimension Center (VDC, Kompetenzzentrum für Virtuelle Realität in Fellbach), das Kompetenznetzwerk Mechatronik in Göppingen, das Packaging Excellence Center (PEC, Kompetenzzentrum für Verpackungs- und Automatisierungstechnik) in Waiblingen oder das Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen.

Weitere Aktivitäten zielen u. a. auf die Versorgung mit Fachkräften (etwa durch die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Modellprojekte zur Qualifizierung von Arbeitskräften) sowie auf die Unterstützung von Unternehmensgründungen (beispielsweise durch das Partnernetz für Unternehmensgründungen aus Stuttgarter Hochschulen (PUSH) oder die Vermittlung zwischen Gründern und privaten Kapitalgebern; vgl. auch: Business Angels). Für die Förderung der in der Region besonders starken Musikwirtschaft sowie der Filmwirtschaft wurden zudem zwei separate Einrichtungen aufgebaut: Die Film Commission Region Stuttgart und das Popbüro Region Stuttgart.

Verbandsvorsitzende[Bearbeiten]

Die Bezeichnungen lauteten: 1974–1994 „Vorsitzender des Regionalverbands Mittlerer Neckar“ bzw. „Vorsitzender des Regionalverbands Stuttgart“; ab 1994 „Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart“.

  • März 1974 bis 1. Oktober 1994: Walter Hirrlinger (Arbeitsminister a. D.)
  • 19. Oktober 1994 bis 29. März 1995: Hans Jochen Henke (Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg)
  • 29. März 1995 bis 26. Juni 1996: Wolfgang Rückert (Bürgermeister a. D.)
  • 26. Juni 1996 bis 7. Dezember 1999: Eberhardt Palmer
  • 7. Dezember 1999 bis 21. August 2000: Helmut Xander
  • 21. August 2000 bis 20. September 2000 Peter Hofelich (kommissarisch nach Rücktritt von Helmut Xander)
  • 20. September 2000 bis 31. Dezember 2006: Jürgen Fritz
  • seit 1. Januar 2007 und wiedergewählt am 16. September 2009 für 5 Jahre: Thomas Bopp

Verbandsdirektoren bzw. Regionaldirektoren[Bearbeiten]

Die Bezeichnungen lauteten: 1974–1994 Verbandsdirektor des Regionalverbands Mittlerer Neckar bzw. Verbandsdirektor des Regionalverbands Stuttgart; ab 1994 Regionaldirektor des Verbands Region Stuttgart.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Region Stuttgart ist durch ein dichtes Straßennetz von Autobahnen, Bundes- und Kreisstraßen erschlossen. Die vier- bis sechsspurig ausgebauten Bundesstraßen laufen sternförmig auf die Landeshauptstadt zu. Es gibt wenig leistungsstarke Tangentialverbindungen. Die beiden Autobahnen A 8 und A 81 treffen sich in der Region am Leonberger Dreieck, einem der am stärksten befahrenen Autobahnknoten in Deutschland. Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist Knoten für den Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr. Im Umkreis von 100 Kilometern erreicht man so rund 12 Mio. Menschen. Der Stuttgarter Flughafen ist zu einem europäischen Knotenpunkt für fast 60 Fluggesellschaften geworden. 10 Millionen Fluggäste benutzen ihn jährlich, und 65.000 Tonnen Luftfracht werden hier verladen. Angeboten werden Flüge zu über 120 Zielen in über 40 Ländern. Durch den Stuttgarter Hafen ist die Region an das innerdeutsche und westeuropäische Wasserstraßennetz angeschlossen. Frachtschiffe mit bis zu 2.800 t Tragfähigkeit werden hier täglich be- und entladen. Um die große Zahl an Pendlern in der Region bewältigen zu können und die Straßen zu entlasten, gibt es das Angebot des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Allein das S-Bahnnetz hat eine Länge von 215 Kilometern und bedient 83 Haltestellen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Region Stuttgart wurde im Jahre 2005 ein Bruttoinlandsprodukt von 92 Mrd. € erwirtschaftet, dies entspricht knapp 30 % der Wertschöpfung Baden-Württembergs, einem Anteil von 4,1 % am gesamtdeutschen BIP, oder der Größenordnung jenes in den EU-Ländern Irland oder Finnland. 2009 lag das BIP bei 101 Mrd. € - in etwa der Größenordnung des EU-Landes Ungarn.

Pro Einwohner entspricht das BIP der Region Stuttgart ca. 35.000 €, pro Erwerbstätigem ca. 64.000 €. Die regionale Kaufkraft liegt bei 19.000 € pro Kopf. Das Gewerbesteueraufkommen je Einwohner betrug im Jahr 2005 527 €. Der mittlere Schuldenstand der Gemeinden je Einwohner betrug 354 €.

In der Region Stuttgart gab es im März 2005 1.255.800 Erwerbstätige, davon waren zum Juni 2006 1.029.310 sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Dezember 2007 betrug die Zahl der Arbeitslosen bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen 58.510, dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,2 %.

57,6 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren 2004 im Dienstleistungssektor tätig, auf den 50 Mrd. € der Bruttowertschöpfung entfielen. 32,7 Mrd. € entfielen auf das produzierende Gewerbe, in dem 41,8 % der Beschäftigten tätig waren.

Fast 24 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten laut Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, in einer Hochtechnologiebranche, das ist so viel wie nirgends sonst in Europa. 7,1 % aller Beschäftigten sind Ingenieure. Die regionale Exportquote liegt bei 57,6 %. Industriebetriebe verdienen somit weit mehr als jeden zweiten Euro im Ausland, zum Vergleich: der Anteil der Exporte von den Unternehmen in Baden-Württemberg insgesamt liegt nur bei 48,1 %, in ganz Deutschland bei 40,1 %. Die Fahrzeug-, die Maschinenbau-, sowie die Elektroindustrie sind dabei die Hauptexportbranchen.

Die Region Stuttgart beherbergt über 140.000 Unternehmen, ca. 36.000 davon haben hier ihren Hauptsitz. 2006 gab es 1.844 Betriebe im verarbeitenden Gewerbe (Industrie) mit mehr als 20 Mitarbeitern. Die wichtigsten Branchen sind hierbei Automobilbau, Maschinenbau und Elektrotechnik, aber auch Finanzdienstleistungen, IT, Massenmedien und Verlage. Nicht nur Weltfirmen wie die Daimler AG, die Porsche Automobil Holding SE, die Robert Bosch GmbH, IBM oder Hewlett-Packard haben ihren Sitz in der Region Stuttgart, auch zahlreiche innovative mittelständische Unternehmen, vornehmlich aus der Maschinenbau- und Elektroindustrie, aber auch aus fast allen weiteren Branchen, wie zum Beispiel aus der Lebensmittelindustrie, der Baubranche oder dem Ingenieurdienstleistungsbereich sind vertreten. Viele der ansässigen mittelständischen Unternehmen sind in ihrem Produktbereich Weltmarktführer.

Auch aufgrund der großen Anzahl und Bandbreite an innovativen mittelständischen Unternehmen, sowie des hohen Anteils an Beschäftigten in der Hochtechnologiebranche werden nirgendwo in Deutschland mehr Patente angemeldet als in der Region Stuttgart.

Forschung[Bearbeiten]

Von den gesamten F&E-Ausgaben deutscher Firmen wird mehr als jeder zehnte Euro von Unternehmen aus der Region Stuttgart investiert, was einer der Gründe für die Dauerrekorde bei den Patentanmeldungen ist. In der Region Stuttgart sind zwei Institute der Max-Planck-Gesellschaft, sechs der Fraunhofer-Gesellschaft, vier der industriellen Gemeinschaftsforschung, eine Großforschungseinrichtung, achtundachtzig Transferzentren der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung und unzählige Forschungseinrichtungen an den Universitäten und Fachhochschulen der Region ansässig.

Bildungsraum[Bearbeiten]

Jeden fünften Studienplatz Baden-Württembergs stellt eine Hochschule der Region Stuttgart zur Verfügung. In der Region Stuttgart sind unter anderem die technisch geprägte Universität Stuttgart und die Universität Hohenheim mit ihren Schwerpunkten in Wirtschafts-, Agrar- und Naturwissenschaften angesiedelt. Darüber hinaus gibt es das international ausgerichtete Stuttgart Institute of Management and Technology (SIMT), das englischsprachige Studiengänge aus dem Bereich Wirtschaft anbietet. Zudem bieten in den Städten Stuttgart, Esslingen am Neckar, Göppingen, Ludwigsburg, Nürtingen und Geislingen an der Steige eine Pädagogische Hochschule und elf Fachhochschulen Studiengänge an. Die Internationale Schule Stuttgart lehrt den Nachwuchs ausländischer Fach- und Führungskräfte. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart ging aus der 1974 gegründeten Berufsakademie Stuttgart hervor.

Freizeit[Bearbeiten]

Eine Auswahl der regionalen Sehenswürdigkeiten:

Feste[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

  • In der Region Stuttgart werden jährlich über 3.600 Patente angemeldet.
  • In der Region Stuttgart wurden neben dem Auto auch die Leitzordner, Bürokopierer, Perlonstrümpfe, die Zündkerze, die elektrische Handbohrmaschine (Fa. Fein), Büstenhalter, Unimog, VW Käfer, Stechuhr und Kofferradio erfunden.
  • Theodor Beltle, Kaufmann und Tüftler, hat 1925 in Stuttgart-Bad Cannstatt das Brauselimonadenpulver erfunden.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Region Stuttgart – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Region Stuttgart

Literatur[Bearbeiten]

  • Dispan, Jürgen; Krumm, Raimund; Seibold, Bettina (2013): Strukturbericht Region Stuttgart 2013. Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung. Schwerpunkt: Fachkräftebedarf und Erwerbspersonenpotenziale. Stuttgart. [1] (PDF; 5,3 MB)
  • Dispan, Jürgen; Krumm, Raimund; Koch, Andreas; Seibold, Bettina (2011): Strukturbericht Region Stuttgart 2011. Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung. Schwerpunkt: Umweltwirtschaft und Greentech im Maschinenbau. Stuttgart. [2]
  • Dispan, Jürgen; Krumm, Raimund; Seibold, Bettina (2009): Strukturbericht Region Stuttgart 2009. Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung. Schwerpunkt: Umbruch in der Automobilregion. Stuttgart. [3]
  • Dispan, Jürgen; Koch, Andreas; Krumm, Raimund; Seibold, Bettina (2007): Strukturbericht Region Stuttgart 2007. Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung. Schwerpunkt: Unternehmensgründungen. Stuttgart. [4]
  • Caspar; Sigried; Dispan, Jürgen; Krumm, Raimund; Seibold, Bettina (2005): Strukturbericht Region Stuttgart 2005. Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung. Schwerpunkt: Innovation. Stuttgart.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Alexander Ikrat: Volle Konzentration auf die S-Bahn. In: Stuttgarter Nachrichten. 24. Oktober 2013, S. 22.

48.783259.1763Koordinaten: 48° 47′ N, 9° 11′ O