Regis-Breitingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Regis-Breitingen
Regis-Breitingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Regis-Breitingen hervorgehoben
51.08333333333312.45145Koordinaten: 51° 5′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Leipzig
Höhe: 145 m ü. NHN
Fläche: 26,35 km²
Einwohner: 3931 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04565
Vorwahlen: 034343 (Regis-Breitingen)
034492 (Ramsdorf)
03433 (Heuersdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: L, BNA, GHA, GRM, MTL, WUR
Gemeindeschlüssel: 14 7 29 360
Stadtgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 25
04565 Regis-Breitingen
Webpräsenz: www.regis-breitingen.de
Bürgermeister: Wolfram Lenk (Die Linke)
Lage der Stadt Regis-Breitingen im Landkreis Leipzig
Sachsen-Anhalt Thüringen Landkreis Mittelsachsen Landkreis Nordsachsen Leipzig Bennewitz Böhlen (Sachsen) Borna Borsdorf Brandis Colditz Frohburg Grimma Groitzsch Großpösna Kitzscher Kohren-Sahlis Lossatal Machern Markkleeberg Markranstädt Neukieritzsch Neukieritzsch Thallwitz Trebsen/Mulde Bad Lausick Otterwisch Geithain Narsdorf Belgershain Naunhof Parthenstein Elstertrebnitz Pegau Pegau Regis-Breitingen Espenhain Wurzen Zwenkau RöthaKarte
Über dieses Bild

Regis-Breitingen ist eine Kleinstadt im Landkreis Leipzig in Sachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Pleiße in Regis-Breitingen bei Hochwasser

Die südwestlich von Leipzig gelegene Kleinstadt an der Grenze zu Thüringen liegt an der Pleiße.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Regis-Breitingen liegt knapp 40 km südlich von Leipzig, die nächsten Kreisstädte sind Borna (8 km im Nordosten) und Altenburg (in Thüringen, 13 km im Süden). Durch das Gemeindegebiet fließt die Pleiße. Der Haselbacher See, das Speicherbecken Borna-Adria, die Haselbacher Teiche und der Kirchteich befinden sich im bzw. in der Nähe des Stadtgebietes.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Kirche in Ramsdorf
Hagenest, Wasserturm und Häuser ehemaliger Heuersdorfer
Markt in Regis mit Halbfaßbrunnen

Die Stadt Regis-Breitingen gliedert sich in 3 Ortsteile:

  • Stadt Regis-Breitingen mit den Gemarkungen Regis, Regis-Flur und Breitingen
  • Ortsteil Ramsdorf mit Hagenest und Wildenhain
    • Ramsdorf liegt genau an der Grenze zu Thüringen. Es besitzt ein Schloss, das in den letzten Jahren renoviert wurde. Der Ort hat einen zweiten Platz in der Kategorie „Mein Dorf soll schöner werden“ gewonnen.
  • Ortsteil Heuersdorf (seit 1. März 2009 devastiert durch den Tagebau Vereinigtes Schleenhain)

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 929 nannte Robert Wolfram in seiner Ergänzung zur Chronik der Stadt Borna die Burg in Regis. Regis lag zu der Zeit im Gau Plisni. Um 1100 wurde Regis eine der „vornehmsten Städte im Gau Plisni“ neben Altenburg, Zwickau, Leisnig, Colditz u. a. genannt. 1186 trat ein „Albertus de Riguz“ – Albert von oder aus Regis – in einer Urkunde des Bischofs Berthold II. als Zeuge auf. Auch im Heimatbuch „Das Altenburger Land“ wird in diesem Jahr Regis erstmals als Riguz erwähnt. 1208 wurde das Pleißner Land vom Hofgericht Altenburg verwaltet. Es erfasste auch Regis, wo die Sorben die erwähnte Burg erbaut hatten. In der Bulle des Papstes Gregor IX. von 1228 wurde ein „castrum et oppidum Riguz“, also Burg und Ort Regis genannt. 1265 wurde ein Kaufvertrag zwischen dem Landgrafen von Thüringen und dem Bischof von Merseburg in campo Bredingin, dem Gut Breitingen, abgeschlossen.

Bei dem Abschluss des Waffenstillstandes nach der Schlacht bei Lucka im Jahre 1307 soll sich der römisch-deutsche König Albrecht von Habsburg angeblich auf der Burg Regis aufgehalten haben. 1355 wurde Breitingen an das Stift Naumburg-Zeitz verkauft. 1382 kam es zur Teilung der Gebiete der Markgrafschaft Meißen. Dadurch kamen Regis und Breitingen an das Osterland. 1404 kaufte der Naumburger Bischof für das Stift Wiesen in Regis, ebenso 1407 Wiesen, die einem Altenburger Priester gehörten. 1413 kaufte der Bischof auch Lehngüter und die Regiser Mühle. 1430 erwarb das Naumburger Stift schließlich die Hälfte des Dorfes Breitingen. Im Sächsischen Bruderkrieg wurden Regis und Breitingen 1450 von Bundesgenossen des Herzogs Wilhelm III. geplündert und niedergebrannt.

Regis-Breitingen wird zwischen 1585 und 1643 sechsmal von der Pest heimgesucht. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Stadt mehrfach geplündert. Im Jahr 1676 besetzen brandenburgische Truppen die Orte. Im Jahr 1688 tobt in Regis der so genannte Bierkrieg. Im Jahr 1755 während des Siebenjährigen Kriegs wurden die Dörfer von preußischen Truppen besetzt und 1761 wird Regis in Brand gesteckt. Schon 1806 lagern wiederum Truppen in der Stadt diesmal französische Einheiten. Im Jahr 1810 wird nachweislich erstmals in der Gegend Braunkohle abgebaut, welche über Jahrhunderte Stadt beeinflussen wird. Im Jahr 1815 wird das bisherige Amt Breitingen, aufgelöst und die Stadt kommen zum Amtsbezirk Borna. Im Jahr 1906 wird eine Brikettfabrik gebaut. Im Jahr 1920 schließen sich Regis und Breitingen zur neuen Stadt Regis-Breitingen zusammen. Im Jahr 1980 wird der Gemeindeverband Regis-Breitingen gegründet.

Bis zum 1. Juli 2014 war die Stadt Verwaltungssitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Breitingen[2] 1. Oktober 1920 Zusammenschluss mit Regis zu Regis-Breitingen
Großhermsdorf[2] 1. April 1935 Eingemeindung nach Heuersdorf
Hagenest[3] 1973 Eingemeindung nach Ramsdorf
Heuersdorf[4] 1. Januar 1999
1. Oktober 2000
1. Oktober 2004
Eingemeindung nach Regis-Breitingen
Rückgängigmachung der Eingemeindung nach Regis-Breitingen
Eingemeindung nach Regis-Breitingen
Regis[2] 1. Oktober 1920 Zusammenschluss mit Breitingen zu Regis-Breitingen
Ramsdorf[4] 1. Januar 1999
Wildenhain[3][5] 1. Oktober 1948 Eingemeindung nach Hagenest
Rathaus Regis-Breitingen

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 48,1 % (2009: 49,1 %)
 %
30
20
10
0
25,7 %
21,3 %
17,3 %
18,4 %
17,4 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,7 %p
-1,2 %p
-1,9 %p
+3,3 %p
+6,1 %p
-2,5 %p

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • FDP: 4 Sitze
  • WV Bürger für HRW (HRW): 3 Sitze
  • CDU: 3 Sitze
  • SPD: 3 Sitze
  • LINKE: 3 Sitze

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche in Regis
Lutherkirche in Breitingen
Haselbacher See, im Hintergrund das Kraftwerk Lippendorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Jugendstrafvollzugsanstalt

Verkehr[Bearbeiten]

Regis-Breitingen liegt an der am 19. September 1842 eröffneten Strecke der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn von Leipzig nach Altenburg. Seit 1960 wird dieser Abschnitt elektrisch betrieben.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Nördlich der Stadt befindet sich die Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Steche: Breitingen. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 15. Heft: Amtshauptmannschaft Borna. C. C. Meinhold, Dresden 1891, S. 15.
  • Edgar Lehmann u.a. (Hg.): Das Altenburger Land. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme im Gebiet von Altenburg und Regis-Breitingen. 3., unveränderte Auflage 1977, Akademie-Verlag Berlin, 245 Seiten, Band 23 der Reihe „Werte unserer Heimat

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  3. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. a b Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  5. Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  6. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Regis-Breitingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Regis-Breitingen im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  • Regis im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  • Breitingen im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen