Rehbach (Pfalz)

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Rehbach
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Speyerbach am Winzinger Wassergescheid, der Rehbach fließt nach links ab

Speyerbach am Winzinger Wassergescheid, der Rehbach fließt nach links ab

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23798
Lage Rheinland-Pfalz, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Ursprung Trennung in Neustadt nach links vom Speyerbach
49° 21′ 20″ N, 8° 9′ 19″ O49.3555555555568.1552777777778130
Quellhöhe 130 m ü. NHNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung zwischen Altrip und Ludwigshafen von links in den Rhein49.4463888888898.444722222222290Koordinaten: 49° 26′ 47″ N, 8° 26′ 41″ O
49° 26′ 47″ N, 8° 26′ 41″ O49.4463888888898.444722222222290
Mündungshöhe 90 m ü. NHNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 40 m
Länge 29 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 149,894 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Linke Nebenflüsse Mußbach, Steinbach
Rechte Nebenflüsse Ranschgraben
Großstädte Ludwigshafen am Rhein
Mittelstädte Neustadt an der Weinstraße
Kleinstädte Schifferstadt
Gemeinden Haßloch, Böhl-Iggelheim, Limburgerhof, Neuhofen

Der Rehbach ist ein etwa 29 km langes Fließgewässer in Rheinland-Pfalz und ein linker Nebenfluss des Rheins. Er bezieht sein Wasser vom Speyerbach, dessen linker Mündungsarm er ist.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Rehbach besitzt keine eigene Quelle, sondern trennt sich auf 130 m ü. NHN Höhe in Neustadt an der Weinstraße am Winzinger Wassergescheid mit 1/3 der Wassermenge vom Speyerbach nach links ab. Nach dem Verlassen der Neustadter Gemarkung durchfließt der Rehbach anfangs in östlicher, später in nordöstlicher Richtung den Westteil der Rheinebene. Er berührt dabei die Gemeinden Haßloch, Böhl-Iggelheim, Schifferstadt, Limburgerhof und Neuhofen. Zwischen Altrip und Ludwigshafen mündet er auf 90 m Höhe von links in den Oberrhein.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Die wichtigsten linken Zuflüsse des Rehbachs sind der Mußbach, der zwischen dem gleichnamigen Neustadter Ortsteil und Haßloch mündet, sowie der Steinbach, der oberhalb von Schifferstadt in den Rehbach fließt. Stärkster rechter Zufluss ist der Ranschgraben. Dieser geht wie der Rehbach selbst aus dem Speyerbach hervor – und zwar nördlich von Speyerdorf – und mündet östlich von Limburgerhof-Rehhütte in den Rehbach, nachdem er diesen einige hundert Meter zuvor bei Limburgerhof-Kohlhof sogar unterquert hat. Der Ranschgraben ist die ursprüngliche geologische Abflusslinie des Speyerbachs.

Wenige Meter oberhalb der Mußbachmündung wird aus dem Rehbach nach rechts der Rückgängergraben abgeleitet. Er fließt anschließend auf gut 3 km im Abstand von 200 bis 400 m etwa parallel zum Rehbach und bewässert dabei den Nordrand des Ordenswaldes. Sein Name weist auf die Fortbewegungsart der im Graben vorkommenden Flusskrebse hin. Der Rückgängergraben mündet westlich von Haßloch von rechts in den Rehbach zurück.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Rehbach wurde bereits im Mittelalter im damaligen Dorf Winzingen, das heute ein Stadtviertel von Neustadt ist, aus dem Speyerbach nach links abgeleitet. Im Bereich von Haßloch und Iggelheim wurde er auf etwa 8 km Länge in zwei parallele Arme aufgeteilt. Sie lieferten das Antriebswasser für die örtlichen Wassermühlen und Sägewerke. Am südlichen Arm, dem eigentlichen Rehbach, sind noch drei Anlagen erhalten. Unterhalb von Böhl-Iggelheim empfängt der Rehbach über den Steinbach zusätzlich das Wasser des 10 Hektar großen Niederwiesenweihers, eines renaturierten Baggersees.

1981 wurden große Teile des von Speyerbach und Rehbach durchflossenen Gebiets zwischen Neustadt und Speyer, die nicht baulicher Nutzung unterliegen, zum Landschaftsschutzgebiet Rehbach-Speyerbach erklärt.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geoportal Wasser Rheinland-Pfalz. Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, 2001, abgerufen am 14. September 2014.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRechtsverordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Rehbach-Speyerbach“. Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz, 30. November 1981, geändert am 14. Juli 1987, abgerufen am 14. September 2014 (PDF; 26 kB).