Rehfelde

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rehfelde (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rehfelde
Rehfelde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rehfelde hervorgehoben
52.5213.92916666666755Koordinaten: 52° 31′ N, 13° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Märkische Schweiz
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 46,51 km²
Einwohner: 4575 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15345
Vorwahl: 033435
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 408
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 1
15377 Buckow (Märkische Schweiz)
Bürgermeister: Reiner Donath (AWG)
Lage der Gemeinde Rehfelde im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Rehfelde ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und ist Teil des Amtes Märkische Schweiz.

Geografie[Bearbeiten]

Rehfelde befindet sich etwa 30 Kilometer östlich von Berlin und liegt an der Bahnstrecke Berlin–Kostrzyn. Das Gemeindegebiet wird vom Lichtenower Mühlenfließ (auch Zinndorfer Mühlenfließ, Zinndorfer Fließ, oder Garzower Mühlenfließ) durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Seit der brandenburgischen Gemeindegebietsreform im Jahr 2003 gliedert sich Rehfelde in die folgenden Ortsteile auf:

  • Ortsteil Alt-Rehfelde mit den Gemeindeteilen Rehfelde, Herrensee, Rehfelde-Dorf
  • Ortsteil Werder
  • Ortsteil Zinndorf mit den Gemeindeteilen Zinndorf und Heidekrug

In den Gemeindeteilen gibt es folgende Wohnplätze:

  • Rehfelde: Siedlung, Bahnhof, Herrenhorst, Neubaugebiet Schillerstraße/Goethestraße (umgangssprachlich „Legoland“)
  • Herrensee: Doraushof
  • Werder: Rotes Luch (Teile des Roten Luchs gehören jedoch zur Gemeinde Waldsieversdorf)

Geschichte[Bearbeiten]

Im Zuge der Agrarreform in der DDR gebaute Neubauernhäuser in Rehfelde 1949

Rehfelde wurde 1247 das erste Mal schriftlich erwähnt.

Am 3. September 1907 entgleiste, nachdem bei einem Schienenstück die Befestigungsschrauben in den Schwellen gelockert worden waren, nachts der Schnellzug Nr. 6 von Insterburg nach Berlin mit einer Geschwindigkeit von ca. 85 km/h beim Bahnhof Rehfelde. Ein Teil der Wagen stürzte um. Fettgasbehälter im Speisewagen brachen, das Gas strömte aus und entzündete sich. Der Wagen verbrannte vollständig, die beiden benachbarten Wagen je zur Hälfte. Ein Reisender verbrannte, darüber hinaus wurden 8 Menschen verletzt. Für die Ergreifung des Täters oder der Täter wurde eine Belohnung von zunächst 2.000 Mark ausgesetzt, die später auf 5.000 Mark erhöht wurde – vergeblich.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 26. Oktober 2003 wurden Werder und Zinndorf nach Rehfelde eingemeindet.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1875.
- Blaue Linie: Bevölkerungsentwicklung des Gebietes in den heutigen Grenzen.
- Gepunktete Linie: Normierte Bevölkerungsentwicklung des Landes Brandenburg.
Rehfelde:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 1 236
1890 1 277
1910 1 501
1925 2 164
1933 2 843
1939 3 254
1946 3 395
1950 3 659
1964 3 423
1971 3 576
Jahr Einwohner
1981 3 234
1985 3 084
1989 2 912
1990 2 849
1991 2 841
1992 2 831
1993 2 873
1994 2 941
1995 3 045
1996 3 210
Jahr Einwohner
1997 3 383
1998 3 687
1999 3 893
2000 4 088
2001 4 245
2002 4 419
2003 4 510
2004 4 569
2005 4 568
2006 4 587
Jahr Einwohner
2007 4 551
2008 4 502
2009 4 462
2010 4 457
2011 4 507
2012 4 551
2013

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[4].

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde besteht aus 16 Ratsleuten.

  • CDU 2 Sitze
  • FDP 1 Sitz
  • BGR Rehfelde 5 Sitze
  • SPD 2 Sitze
  • Die Linke 3 Sitze
  • Aktive Wählergruppe 2 Sitze
  • DVU 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Reiner Donath (AWG)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 16. Oktober 1997 genehmigt.

Blasonierung: „In Grün unter erhöhtem rot-silbern geschachten Schrägrechtsbalken ein goldener Rehbock auf silbernem Boden.“[5]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Gemeinde führt eine Flagge mit dem aufgelegten Gemeindewappen auf weißem Grund.[6]

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Rehfelde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

  • Evangelische Dorfkirche Sankt Annen im Ortsteil Zinndorf, eine um 1250 von Mönchen der Zisterzienser mit Feldsteinen und Findlingen gebaute spätgotische Kirche.
  • Die Kirche Rehfelde Dorf ist eine romanische Kirche und das älteste noch erhaltene Gebäude im Ort.
  • Dorfkirche in Werder: Die Feldsteinkirche entstand um 1234 als Chorquadratkirche, die 1499 um ein Kirchenschiff und in der Mitte des 15. Jahrhunderts um einen Kirchturm erweitert wurde. Im Innern befindet sich ein Taufstein aus Rüdersdorfer Kalkstein aus dem Jahr 1553 sowie ein Leuchterpaar aus dem 16. Jahrhundert. Eine der beiden Glocken hat einen Durchmesser von 1,13 Metern.
  • Schul-, Lehrer- und Küsterhaus mit Scheune, Stallgebäude und Grundstückseinfriedung

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erika Schwarz, Gerhard Schwarz: Rehfelde. Ein Dorf auf dem Barnim, Hentrich & Hentrich Verlag Berlin, Berlin 2013, ISBN 978-3-95565-028-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rehfelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ludwig Ritter von Stockert: Eisenbahnunfälle. Ein Beitrag zur Eisenbahnbetriebslehre., Bd. 1. Leipzig 1913, S. 270, Nr. 199.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  4. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  5. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  6. Flaggenangaben aus der Hauptsatzung der Gemeinde (PDF; 59 kB)