Reibtrommel

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Spanische Stab-Reibtrommel zambomba
Süditalienische Stab-Reibtrommel putipù

Die Reibtrommel, auch Friktionstrommel, ist ein Musikinstrument aus der Klasse der Membranophone. Im Gegensatz zu Schlagtrommeln wird beim Spiel von Reibtrommeln das Fell nicht durch Anschlagen, sondern durch Reibung in Schwingung versetzt, wodurch im Verhältnis eher langgezogene rauschende, brummende oder quietschende Klänge erzeugt werden können. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in Lateinamerika, Europa, Afrika und China.

Einteilung[Bearbeiten]

Die Hornbostel-Sachs-Systematik unterscheidet drei Unterklassen von Reibtrommeln:

  • Stab-Reibtrommeln: Das Fell wird durch einen Stab angespielt. Zu den Stab-Reibtrommeln zählen:
    • der nordeuropäische Brummtopf,
    • die brasilianische cuíca,
    • die sambische namalwa (ChiTonga, „Löwentrommel“),[1]
    • die spanische zambomba,
    • die süditalienische putipù, auch caccavella
  • Schnur-Reibtrommeln: Das Fell wird durch eine Schnur angespielt. Zu den Schnur-Reibtrommeln zählen:
    • der Waldteufel,
    • die ukrainische buhaj (ukrainisch: бугай),[2]
    • die chinesische ha-ma mit einem einzelnen Pferdehaar,
    • die türkische kaplan kabağı mit dem Korpus einer Kalebasse.
  • Hand-Reibtrommeln: Das Fell wird mit der Hand gerieben.

Beim Schlagzeugspiel mit Jazzbesen werden die Trommeln zuweilen nicht nur angeschlagen sondern auch gerieben.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Ektara, indische Zupftrommel

Literatur[Bearbeiten]

  • James Blades: Friction Drum. In: Stanley Sadie (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Musical Instruments. Band 1. Macmillan Press, London 1984, S. 797f

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reibtrommel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.folkways.si.edu/TrackDetails.aspx?itemid=40360
  2. http://news.liga.net/news/N0750572.html