Reichenau GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Reichenauf zu vermeiden.
Reichenau GR
Wappen von Reichenau GR
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden
Bezirk: Imbodenw
Gemeinde: Taminsi2w1
Postleitzahl: 7015
Koordinaten: 750325 / 18783946.8247229.408889604Koordinaten: 46° 49′ 29″ N, 9° 24′ 32″ O; CH1903: 750325 / 187839
Höhe: 604 m ü. M.
Website: www.tamins.ch
Rheinbrücke und Schloss Reichenau

Rheinbrücke und Schloss Reichenau

Karte
Reichenau GR (Schweiz)
Reichenau GR
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Reichenau ist ein Ort in der politischen Gemeinde Tamins im Schweizer Kanton Graubünden. Der vom Gebäudekomplex des Schlosses Reichenau dominierte Weiler liegt am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein. Jenseits des Rheins, auf Gemeindegebiet Domat/Ems, liegt der Bahnhof Reichenau-Tamins der Rhätischen Bahn.

Zusammenfluss Hinterrhein (rechts) und Vorderrhein (links)

[Bearbeiten] Geschichte

Die Örtlichkeit ist nach dem Kloster Reichenau benannt, das hier seit der Karolingerzeit Güter besass.

Im 14. Jahrhundert, als der Fernverkehr über die Bündner Alpenpässe deutlich zunahm, wurden zwei Brücken und ein Zollhaus erbaut. Bis dahin teilte sich der von Chur kommende Verkehrsweg in Domat/Ems: ein Zweig führte nach Süden, durch die Felsenge des Crap taglieu am Hinterrhein entlang ins Domleschg und weiter zum Splügen- und Bernhardinpass, der andere über die Rheinbrücke Punt arsa ins Dorf Tamins und weiter nach Westen, zu den Pässen Lukmanier und Oberalp. Der Verkehrsaufschwung liess es nun lohnend erscheinen, Brücken nicht wie bisher an der bautechnisch, sondern an der strategisch günstigsten Stelle zu errichten – eben in Reichenau, wo der gesamte Verkehr kontrolliert werden konnte. Eine der neuen Brücken führte unmittelbar am Zusammenfluss über den Vorderrhein, die andere etwa 300 Meter unterhalb über den vereinigten Rhein. Dazwischen war die Zollstelle.

Weitere Gebäude entstanden erst nach 1616, als die Dörfer des Gerichts Hohentrins die feudalen Rechte durch Geldzahlung abgelöst hatten und die Herren von Schauenstein den Mittelpunkt ihrer Herrschaft nach Reichenau verlegten. Der heutige Baubestand des Schlosses geht auf Ausbauten der Jahre 1775 und 1820 zurück. Von 1793 bis 1798 beherbergte das Schloss eine Erziehungsanstalt des Philanthropismus, heute dienen einige Gebäude als Hotel.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden die beiden Strassenbrücken als Eisenkonstruktionen neu errichtet, wovon eine bis heute erhalten blieb, die andere in den 1960ern durch eine Betonbrücke ersetzt wurde. Die beiden Brücken der Rhätischen Bahn (1896 und 1903) sowie die Rheinquerung der A13 setzen die Tradition Reichenaus als Brückenort und Verkehrsknoten fort.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Reichenau GR – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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