Reichenthal

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Reichenthal
Wappen von Reichenthal
Reichenthal (Österreich)
Reichenthal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 18,89 km²
Koordinaten: 48° 33′ N, 14° 23′ O48.54638888888914.383611111111683Koordinaten: 48° 32′ 47″ N, 14° 23′ 1″ O
Höhe: 683 m ü. A.
Einwohner: 1.511 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 80 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4193
Vorwahl: 0 72 14
Gemeindekennziffer: 4 16 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberer Markt 11
4193 Reichenthal
Website: www.reichenthal.at
Politik
Bürgermeister: Karin Kampelmüller (ÖVP)
Gemeinderat: (2003)
(19 Mitglieder)
13 ÖVP, 6 SPÖ
Lage der Marktgemeinde Reichenthal im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der Riedmark Altenberg bei Linz Bad Leonfelden Eidenberg Engerwitzdorf Feldkirchen an der Donau Gallneukirchen Goldwörth Gramastetten Haibach im Mühlkreis Hellmonsödt Herzogsdorf Kirchschlag bei Linz Lichtenberg Linz Oberneukirchen Ottenschlag im Mühlkreis Ottensheim Puchenau Reichenau im Mühlkreis Reichenthal Schenkenfelden Sonnberg im Mühlkreis St. Gotthard im Mühlkreis Steyregg Vorderweißenbach Walding Zwettl an der Rodl OberösterreichLage der Gemeinde Reichenthal im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ortsansicht
Ortsansicht
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Reichenthal ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel mit 1511 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Geografie[Bearbeiten]

Reichenthal liegt auf 683 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Leonfelden und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Freistadt. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,4 km, von West nach Ost 7,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 18,8 km². Durch den Ort fließt der Kettenbach, der nicht wie im Mühlviertel üblich zur Donau sondern zur Moldau nach Tschechien fließt.

Ortsteile sind: Allhut, Böhmdorf, Hayrl, Kohlgrub, Liebenthal, Miesenbach, Niederreichenthal, Reichenthal, Schwarzenbach, Stiftung, Vierhöf.

Flächenverteilung:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Vyšší Brod (CZ) Rainbach
Nachbargemeinden
Schenkenfelden Waldburg

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner Veränderung prozentuelle
Veränderung
2001 1.386 +122 +9,7 %
1991 1.264    
Mühlenmuseum in Reichenthal mit Hausmühle und Venezianersäge (rechts)
Venezianersäge im Mühlenmuseum
Mühlenmuseum - Übersichtsplan

Wappen[Bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Gespalten; rechts in Rot auf der erhöhten Mittelkuppe eines grünen Dreiberges ein silberner, einwärts gewendeter Falke, links dreimal gespalten von Silber und Rot.
Der Jagdfalke aus dem Familienwappen der Grafen Grundemann von Falkenberg, die seit 1636 im Besitz von Schloss Waldenfels sind, symbolisiert die enge historische Verbundenheit der jungen Marktgemeinde mit der seinerzeitigen Grundherrschaft. Die Landesfarben Weiß-Rot deuten auf die neuzeitliche Verleihung des Wappens im Jahr 1950 durch die oberösterreichische Landesregierung.

Pfarrkirche Reichenthal
Sieben-Todsünden-Kanzel - Zorn
Schloss Waldenfels

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, und ist seither wieder bei Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche Reichenthal: erbaut im 19. Jahrhundert, auch 'Mühlviertler Dom' genannt, da sie die größte Kirche des Mühlviertels ist. Sehenswert ist die Sieben-Todsünden-Kanzel. Die Kanzel wird von einem Baumstamm getragen, um den sich eine Riesenschlange mit sieben Menschenköpfen windet, die die sieben Todsünden symbolisieren.
  • Schloss Waldenfels: Das Schloss wurde um 1300 erbaut. 1636 erwarb es Konstantin Grundemann, der als Belohnung für seinen Einsatz in der Gegenreformation das Patronatsrecht über Reichenthal und Waldburg erhielt.
  • Mühlenmuseum Reichenthal-Hayrl: Das Mühlenmuseum Reichenthal-Hayrl befindet sich am Beginn des 10-Mühlen-Wanderweges. Im Mittelpunkt des Museums befindet sich die Hausmühle mit der Müllerstube, die einen Blick in das einstige Handwerk und Müllerleben ermöglicht.
  • 10-Mühlen-Wanderweg: Der 10-Mühlen-Wanderweg hat eine Länge von 15,5 km und führt an einer Vielzahl von Mühlen vorbei.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Reichenthal

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Helmuth Pree (* 1950), römisch-katholischer Kirchenrechtler

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reichenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weitere Infos über die Gemeinde Reichenthal auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich