Reichertshausen

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Reichertshausen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, zu weiteren Bedeutungen siehe Reichertshausen (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reichertshausen
Reichertshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reichertshausen hervorgehoben
48.46666666666711.516666666667448Koordinaten: 48° 28′ N, 11° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 448 m ü. NN
Fläche: 23,59 km²
Einwohner:

4927 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 209 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85293
Vorwahl: 08441
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 146
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfaffenhofener Straße 2
85293 Reichertshausen
Webpräsenz: www.reichertshausen.de
Bürgermeister: Reinhard Heinrich (CSU)
Lage der Gemeinde Reichertshausen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
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Über dieses Bild

Reichertshausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm und liegt nahe der Bundesautobahn 9 genau auf halbem Wege zwischen München und Ingolstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Reichertshausen gehört zur Planungsregion Ingolstadt. Durch die Ortsmitte von Reichertshausen führt die Bundesstraße 13 und mündet der Nöbach in die Ilm.

Ortsteile [Bearbeiten]

  • Bärnhausen
  • Grafing
  • Gründholm
  • Gurnöbach
  • Haunstetten
  • Kreut
  • Langwaid
  • Lausham
  • Salmading
  • Oberpaindorf
  • Paindorf
  • Pischelsdorf
  • Steinkirchen

Es existieren folgende Gemarkungen: Langwaid, Paindorf, Pischelsdorf, Reichertshausen, Steinkirchen.

Geschichte [Bearbeiten]

Reichertshausen wird erstmals 779 erwähnt, als eine Frau von Toza ein Bethaus errichten ließ. Als nächste Herren auf Reichertshausen wird 1060 das Geschlecht der Babenberger nachgewiesen. In der Folge nannten sich die Schlossbesitzer von Richershusen.

1334 wurden Schloss Reichertshausen und Besitzungen an Ludwig Pütrich, einen Münchner Bürger verkauft. 1347 erhielt dieser von Kaiser Ludwig dem Bayern die geschlossenen Hofmarksrechte. Der Ort Reichertshausen selbst war im Besitz dieser Hofmarksherren. Sein Nachkomme Jakob Pütrich besaß zudem die Hofmarken von Baar und Reichertshofen.

In zwei Schritten, 1497 und 1502, wurde der Besitz an Hans von Pfeffenhausen verkauft. Nächste Eigentümer waren ab 1607 die Freiherren von Weichs.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Inhaber der Patrimonialgerichtsbarkeit war zu dieser Zeit die Familie von Cetto. 1848 wurden durch eine königliche Verordnung die letzten Hofmarksrechte aufgehoben.

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Reichertshausen

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern die bis dahin selbständige Gemeinde Paindorf eingegliedert. Langwaid und Pischelsdorf folgten am 1. April 1971.[2] Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Steinkirchen kamen am 1. April 1975 hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.299, 1987 dann 3.837 und im Jahr 2000 4.863 Einwohner gezählt.

Politik [Bearbeiten]

Bürgermeister ist Reinhard Heinrich (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.472.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 351.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Kulturelle und regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 166 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 169 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1654. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 11 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 65 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 957 ha, davon waren 606 ha Ackerfläche und 350 ha Dauergrünfläche.

Verkehr [Bearbeiten]

Der Bahnhof Reichertshausen liegt auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München zwischen München und Ingolstadt. Es hält stündlich eine Regionalbahn.

Bildung [Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten Reichertshausen
  • Kindergarten Steinkirchen
  • Kinderkrippe Reichertshausen
  • Volksschule (Grund- und Hauptschule) Reichertshausen
  • Grundschule Steinkirchen

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 551.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Reichertshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien