Reichsamt für Wirtschaftsausbau

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Das Reichsamt für Wirtschaftsausbau (RWA) war eine Behörde in der Zeit des Nationalsozialismus. Sie diente der Organisation von Planung, Aufbau und Produktion der deutschen Rohstoffindustrie zum Zweck der Kriegsvorbereitung.

Bis 1939 hieß das Amt „Reichsstelle für Wirtschaftsausbau“. Der Leiter Carl Krauch war gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der I.G. Farben. Das RWA errichtete unter anderem die Anlagen zur Produktion von synthetischem Benzin und synthetischem Gummi.

Das RWA förderte außerdem die naturwissenschaftlich-technische Forschung. Hierfür wurden eigens Institute aufgebaut. 1938 arbeiteten rund 150 Professoren für das Amt.

Am 5. August 1938 forderte die RWA in einer Ausarbeitung die „Beherrschung der rumänischen Ölfelder und somit des gesamten Donauraums“ zur Sicherstellung des deutschen Mobilmachungsbedarfs.[1] Am 13. August 1938 erließ das RWA den Schnellplan, der die kriegswirtschaftliche Bereitschaft Deutschlands für Herbst 1939 festlegte.

1938 entstanden auch im RWA die berüchtigten Giftgasdenkschriften, mit der dringenden Empfehlung, im kommenden Krieg im größten Stil Giftgas anzuwenden.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dietrich Eichholtz: Deutsche Politik und rumänisches Öl, Eine Studie über Erdölimperialismus. Leipzig 2005, S. 11.