Reichsuniversität Straßburg
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Die Reichsuniversität Straßburg, die inoffiziell auch als "NS-Kampfuniversität Straßburg" bezeichnet wurde, wurde 1941 von den Nationalsozialisten im Elsass gegründet. Neben der Herstellung einer universitären Kontinuität zu der bis zum Ende des 1. Weltkriegs deutschen Universität Straßburg stand bei der Gründung die Propagierung des „reinen deutschen Wissens“ nationalsozialistischer Prägung im besetzten Frankreich im Vordergrund. Die Reichsuniversität Straßburg wurde 1944 aufgelöst.
An der Universität lehrten unter anderem die Staatsrechtler Ernst Rudolf Huber und Herbert Krüger, der Historiker Ernst Anrich und der Anatom August Hirt, der an Menschenversuchen mit Kampfstoffen und an der Ermordung von KZ-Häftlingen maßgeblich beteiligt war.
Von 1941 bis 1944 war der Augenarzt und nationalsozialistische Funktionär Karl Schmidt (1899–1980) Rektor der Universität.[1]Er war von 1936 bis 1939 bereits Rektor der Universität Bonn gewesen.[2]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Ralf Forsbach: Die medizinische Fakultät der Universität Bonn im „dritten Reich“. Oldenbourg Verlag, München 2006, S. 266ff., siehe auch http://books.google.de/books?id=i74vCJxizH4C
- ↑ http://www.historische-kommission-muenchen-editionen.de/rektoratsreden/anzeige/index.php?type=rektor&id=-746941380
[Bearbeiten] Literatur
- Patrick Wechsler: La Faculté de Médecine de la „Reichsuniversität Strassburg“ (1941-1945) à l'heure nationale-socialiste. Dissertation, Faculté de Médecine, Université Louis Pasteur, Strasbourg 1991 (Volltext)
- Teresa Wróblewska: Die Reichsuniversitäten Posen, Prag und Strassburg als Modelle nationalsozialistischer Hochschulen in den von Deutschland besetzten Gebieten. Marszalek, Toruń 2000, ISBN 83-7174-674-1
- Herwig Schäfer: Juristische Lehre und Forschung an der Reichsuniversität Straßburg 1941–1944. 1999
- Christian Baechler, François Igersheim, Pierre Racine: Les „Reichsuniversitäten“ de Strasbourg et Poznan et les résistances universitaires, 1941-1944. Presses universitaires de Strasbourg, Strasbourg 2005, ISBN 2-86820-268-3

