Reigoldswil

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Reigoldswil
Wappen von Reigoldswil
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Waldenburgw
BFS-Nr.: 2893i1f3f4
Postleitzahl: 4418
Koordinaten: 619083 / 24978547.3986097.691404509Koordinaten: 47° 23′ 55″ N, 7° 41′ 29″ O; CH1903: 619083 / 249785
Höhe: 509 m ü. M.
Fläche: 9.25 km²
Einwohner: 1560 (30. September 2012)[1]
Einwohnerdichte: 169 Einw. pro km²
Website: www.reigoldswil.ch
Reigoldswil

Reigoldswil

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Reigoldswil (schweizerdeutsch: Reigetschwyl) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Waldenburg des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz. Sie ist der hinterste Ort im Tal der hinteren Frenke.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Die älteste schriftliche Erwähnung von Reigoldswil stammt aus dem Jahre 1152. König Friedrich I nimmt das Kloster Beinwil in seinen Schutz und bestätigt ihm alle Besitzungen, darunter ein Eigengut in Rigoldswilre. Ab 1529 traten die Bewohner des Frenkentals zum reformierten Glauben über.

Als im Raum Basel die Seidenbandweberei als Heimarbeit eingeführt wurde, standen auch in Reigoldswil zahlreiche Webstühle (im 19. Jahrhundert über 300). Die Abhängigkeit von den „Seidenbandherren“ führte zu einer Orientierung nach der Stadt Basel. Trotzdem kam der Ort 1832 zum Kanton Basel-Landschaft. Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Seidenband-Heimarbeit rasch zum Erliegen, der letzte Webstuhl wurde 1977 aufgegeben.[2] Als neuer Wirtschaftsfaktor entwickelte sich der Tourismus.

Name[Bearbeiten]

Reigoldswil ist ein zusammengesetzter -wil-Name. Im ersten Glied steckt der altdeutsche Personenname Rigold oder Regold. Das -wil ist eine verkürzte Form des Frankoromanischen villare was so viel wie ‘zum Gutshof gehörig’ bedeutet. Reigoldswil bedeutet demzufolge: Bei Rigolds/Regolds Gehöft.

In der Schweiz enden viele Ortsnamen mit „-wil“. Varianten sind „-willer“ in Frankreich und „-wihl“, „-weil“ oder „-weiler“ in Süddeutschland und Österreich.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde wurde schon anfangs des 20. Jahrhunderts durch die erste konzessionierte Buslinie der Schweiz durch die AAGL mit der Kantonshauptstadt Liestal verbunden. 1873 scheiterte das Eisenbahnprojekt Wasserfallen. Reigoldswil ist als Talstation der Wasserfallenbahn (Gondelbahn) und dank seiner guten Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ein beliebter Startort für Tagesausflüge.

Heimposamenterei und Landwirtschaft

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ruine Rifenstein
  • Wander- und Erholungsgebiet Wasserfallen
  • Dorfmuseum „Feld“
  • Höhle zur Wasserfallen

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Reigoldswil pflegt partnerschaftliche Beziehungen zur deutschen Gemeinde Bad Bellingen am südlichen Oberrhein und zur gegenüber liegenden elsässischen Gemeinde Petit-Landau.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reigoldswil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung nach Nationalität und Konfession per 30. September 2012. Statistisches Amt Basel-Landschaft. Abgerufen am 9. Dezember 2012.
  2. Historisches Lexikon der Schweiz
  3. Website der Gemeinde