Klemme (Elektrotechnik)

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Eine Klemme dient in der Elektrotechnik zum lösbaren Anschluss oder der Verbindung von Drähten, Adern und Leitungen. Im angeklemmten Zustand muss ein dauerhafter, sicherer Kontakt gewährleistet sein. Das wird durch mechanische Fixierung (Schraube oder Feder) der angeschlossenen Leiter in einem leitfähigen Körper erreicht. Daneben existieren auch aufschraubbare Kabelverbinder. Anklemmen und abklemmen sind abgeleitete Wörter, die das Anschließen bzw. Trennen eines Geräts vom Stromnetz bezeichnen, das ohne Steckverbinder zustande kommt.

Verschiedene Klemmen, v. l. n. r.: PE-Klemme, Schraubklemme, Reihenklemmen, Klemmsteine, Durchführungsklemme, Buchsenklemmen, Lüsterklemme
Detail einer Fahrstuhlklemme mit hinten liegender Kontaktfeder, ohne Gehäuse
Reihenklemmen für Verteilerbau auf einer Tragschiene

Arten von Klemmen[Bearbeiten]

  • Erdungsklemme: (PE-Klemmen) stellen zugleich eine Verbindung zur Montageschiene her und dienen dem Anschluss von Schutzleitern
  • Schirmklemme: auch Schirmklammer genannt, wird zur Ableitung von Störungen am Kabelschirm verwendet
  • Brückenklemme: sind mehrere, miteinander elektrisch verbundene Klemmen
  • Fahrstuhlklemmen haben eine in der Gehäuseposition fixierte Schraube und einen beweglichen Bügel („Fahrstuhl“), der sich durch die Schraube bewegen lässt. Damit können Litzenleitungen ohne Aderendhülse direkt geklemmt werden, ohne dass die Schraube bei dem Klemmvorgang die Einzeldrähte beschädigt.
  • Reihenklemme: sind beliebig aneinander anreihbar auf einer Tragschiene (zum Beispiel DIN-Schiene TS35 „Hutschiene“) zu befestigen
    • Trennklemme: Spezialformen von Reihenklemmen zum manuellen Trennen von Stromkreisen.
    • Busklemme, weiterentwickelte Reihenklemmen mit Steuerelektronik
  • Federkraftklemme (auch: Käfigzugklemme, Käfigklemme oder Federzugklemme, allgemein Federklemme): verwenden die Kraft einer Feder statt einer Schraube (kurze Montagezeiten, kein Losprellen, meistens teurer)
  • Sicherungsklemme: dienen zur Aufnahme eines Sicherungselementes gegen Überstrom
  • Klemmsteine: enthalten mehrere Klemmen auf einem Isolierkörper und werden in Abzweigdosen verwendet
  • PCB-Klemme: oder Printklemmen genannt sind auf gedruckten Schaltungen verlötet und ermöglichen den Anschluss von Leitungen daran. PCB steht für die englische Bezeichnung von Leiterplatte, printed circuit board.
  • Schneidklemme: für die LSA-Anschlusstechnik in der Telekommunikation und Netzwerktechnik, sowie zum kontaktieren vieladriger Flachbandkabel.
  • Lüsterklemme
  • Einzelklemme (lose, isoliert) nach DIN EN 60998-2-1 (VDE 0613-2-1) als Schraubklemme oder DIN EN 60998-2-2 (VDE 0613-2-2) als schraubenlose Klemme für den Einsatz in Installationsdosen nach VDE 0606-1 (auch Verbindungsdosen, bzw. Abzweigdosen genannt)
  • Klemmleiste
  • Induktionsklemme zur Strommessung – es handelt sich hierbei um einen nicht genormten Begriff als Umschreibung für einen um eine elektrische Leitung zu schnappenden Stromwandler; z. B. in der KFZ-Technik zur Übertragung der Zündimpulse an ein elektronisches Drehzahlanzeigegerät, oder in der elektrischen Installationstechnik zur Einbindung von Strom- oder Energiemessgeräten ohne dazu wesentlich in die bestehende Installation eingreifen zu müssen.
  • Magnetklemme: Gut geeignet für temporäre sowie dauerhafte Verbindungen. Mit dieser Klemmen-Art kann man einfachste Batteriehalterungen bauen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Hösl, Roland Ayx, Hans Werner Busch: Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation, Wohnungsbau-Gewerbe-Industrie. 18. Auflage, Hüthig Verlag, Heidelberg, 2003, ISBN 3-7785-2909-9
  •  Herbert Schmolke: VDE Schriftenreihe 45; „Elektroinstallation in Wohngebäuden“, Handbuch für die Installationspraxis. 7. Auflage. VDE Verlag GmbH, Berlin und Offenbach 2010, ISBN 978-3-8007-3029-2, S. 364 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klemmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien