Reinbert Evers

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Reinbert Evers (* 23. August 1949 in Dortmund) ist ein deutscher Gitarrist und Komponist und zählt zu den wichtigsten Initiatoren zeitgenössischer Musik.

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Leben[Bearbeiten]

Evers studierte Gitarre bei Maritta Kersting an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und bei Karl Scheit in Wien. Er beendete seine Studien mit Auszeichnung. Zudem besuchte er Vorlesungen in Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum.

Im Jahr 1976 wurde er zum Professor für Gitarre an der Hochschule für Musik Detmold in Münster ernannt. Seit 1995 ist er Dekan der Musikhochschule.

Seine Vorliebe gilt der Neuen Musik. International bekannt wurde er durch die Uraufführung der Royal Winter Music II von Hans Werner Henze im Jahr 1980 in Brüssel. Er brachte mehr als 120 Kompositionen zur Uraufführung, wie von Dieter Schnebel, Onutė Narbutaitė, Bojidar Spassov, Sidney Corbett, Luca Lombardi, Manfred Trojahn, Jens-Peter Ostendorf, Anatol Vieru, Bojidar Dimov, Osvaldas Balakauskas, Günther Becker, Anatolijus Senderovas, Peteris Vasks, Edison Denisov, Guo Wenjing, Tilo Medek, Jo Kondo, Helmut Oehring und Chen Xiaoyong.

Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen liegen vor, unter anderem mit dem Flötisten Robert Aitken.

Tourneereisen im Auftrag des Goethe-Institutes führten ihn durch Europa, Afrika, Asien und in die USA. Er hält international Meisterklassen und war von 1998 bis 2000 Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen des Internationalen Musikinstitutes Darmstadt.

Er war von 1999 bis 2001 künstlerischer Leiter des Europäischen Musikfestes Münsterland und ist Vorsitzender der Gesellschaft für Neue Musik Münster. Er ist Mitbegründer von proGitarre und war von 2000 bis 2006 Programmgestalter von KlangZeit Münster. Außerdem ist er künstlerischer Leiter des Gitarrenfestivals St. Christopher Summer Festival in Vilnius und Berater des Internationalen Gitarrenfestivals Münster sowie des Festivals Münsterland.

Preise[Bearbeiten]

  • 1980: Kunstpreis der Stadt Dortmund

Literatur[Bearbeiten]

  • Józef Powroźniak: Gitarren-Lexikon. Verlag Neue Musik, Berlin 1979, S. 187 f.
  • Maurice J. Summerfield: The Classical Guitar. Its Evolution, Players and Personalities Since 1800. 5. Ausgabe, Ashley Mark Publishing Company, Newcastle upon Tyne 2002, ISBN 1-872639-51-8, S. 115.

Weblinks[Bearbeiten]