Reiner Süß

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Reiner Süß (* 2. Februar 1930 in Chemnitz) ist ein deutscher Kammersänger (Bass) und Entertainer.

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Leben[Bearbeiten]

Süß besuchte die Thomasschule und studierte unter anderem bei Hans Lissmann Gesang. Er war Mitglied des Leipziger Thomanerchors. Ab 1953 wurde Süß an den Leipziger Rundfunkchor verpflichtet. Sein Bühnendebüt gab Süß im Jahre 1956 in Bernburg als Njegus in der Lustigen Witwe. Im folgenden Jahr wurde Süß an das Landestheater Halle engagiert. Seit 1959 war er Mitglied der Deutschen Staatsoper.

Im Jahre 1962 erhielt er den Titel Kammersänger. Im Jahre 1967 wurde er mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. Große Erfolge feierte Süß an der Wiener Staatsoper und der Pariser Oper. Einem breiten Publikum bekannt wurde er als Moderator der DDR-Fernsehsendung Da liegt Musike drin, für die er von 1968 bis 1985 arbeitete.

1998 verabschiedete sich Süß von den Opernhäusern. Seitdem nimmt er verschiedene Engagements an kleineren Bühnen an, so trat er zum Beispiel auf der mit 1100 Zuschauerplätzen zweitgrößten Bühne Europas im Anhaltischen Theater Dessau im Bettelstudenten in den Jahren 2003/2004 auf. Weitere Auftritte in Eisenhüttenstadt, Putbus und sonstigen Orten in den neuen Bundesländern nimmt er „aus Lust“ wahr.

Süß veröffentlichte eine Vielzahl von Schallplatten und CDs mit von ihm interpretierten Liedern.

Seit Mai 1990 ist er Mitglied der SPD. Er wurde im Mai 1990 Mitglied der Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung und war von 1991 bis 1995 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin.

Reiner Süß ist seit 1955 mit Renate Süß verheiratet. Aus der Beziehung entstammen eine Tochter und der Sohn Dario Süß, der ebenfalls als Opernsänger tätig ist. Seit 1960 hat Süß seinen Wohnsitz in Berlin-Mahlsdorf.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]