Reinhard Bendix

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Reinhard Bendix (* 25. Februar 1916 in Berlin; † 28. Februar 1991 in Berkeley) war ein deutsch/US-amerikanischer Soziologe.

Leben[Bearbeiten]

Reinhard Bendix war ein Sohn des Berliner Rechtsanwalts Ludwig Bendix. Er besuchte das Grunewald-Gymnasium in Berlin-Grunewald. In den 1930er Jahren hatte er Kontakt mit den sozialistischen Gruppen Neu Beginnen und Hashomer Hatzair.

1938 emigrierte er in die USA und studierte an der University of Chicago. 1947 wurde er als Professor für Soziologie an die University of California in Berkeley berufen. Er wechselte in späteren Jahren zu den Politologen über. 1969 wurde er zum 61. Präsidenten der American Sociological Association gewählt und erhielt später Ehrendoktorate verschiedener deutscher Universitäten. Im Jahr 1987/88 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin [1]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1949: Higher civil servants in American society. A study of the social origins in careers, and the power-position of higher federal administration
  • 1964: Max Weber. Das Werk. Darstellung, Analyse, Ergebnisse (Erstausgabe 1960)
  • 1964: Nation-Building and Citizenship
  • 1969: Herrschaft und Industriearbeit (Erstausgabe 1956)
  • 1972: Der Glaube an die Wissenschaft
  •  Von Berlin nach Berkeley. Deutsch-jüdische Identitäten. 1. Auflage. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1985 (Originaltitel: From Berlin to Berkeley), ISBN 3-518-04710-8.
  • 1989: Juden in der Soziologie (eine öffentliche Vortragsreihe an der Universität Konstanz)
  • 1997: Könige oder Volk. Machtausübung und Herrschaftsmandat, 2 Bände (Erstausgabe 1980)
  • 1998: Max Weber. An intellectual portrait (Erstausgabe 1960)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe http://www.wiko-berlin.de/index.php?id=216