Reinhard Buxel

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Quader (1987), Langenhagen

Reinhard Buxel (* 1953 in Amshausen / Kreis Gütersloh) ist ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten]

Buxel studierte von 1981 bis 1987 Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, ab 1987 als Meisterschüler bei Emil Cimiotti. Seit 1983 nahm Buxel an zahlreichen Bildhauersymposien teil, darunter solchen in Frankreich und Japan. In den Jahren von 1987 bis 2001 lehrte Buxel Steinbildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Buxel lebt und arbeitet in Salzkotten (Kreis Paderborn).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1986 Rudolf Wilke Preis der Stadt Braunschweig
  • 1989 Niedersächsisches Künstlerstipendium
  • 1989 Bernhard Sprengel Preis für Bildende Kunst

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Bei den mit «E» gekennzeichneten Ausstellungen handelte es sich um Einzelausstellungen.

  • 1984 Haus Neuland, SennestadtE
  • 1984 Neue Darmstädter Sezession
  • 1986/87 Reinhard Buxel - Skulpturen, Kulturamt der Stadt BraunschweigE
  • 1989 Sprengel Museum HannoverE
  • 2000 Stichting De Amsteltuin, AmsterdamE
  • 2007 Kunstverein Gütersloh im Kreishaus, GüterslohE
  • 2011 Skulpturen im Park, Mörfelden-Walldorf[1]
  • 2011 Reinhard Buxel: Gefügte Räume im gefügten Fels - Steinskulpturen. Katholische Akademie SchwerteE,[2]

Werk[Bearbeiten]

Auf den ersten Blick, d.h. von Außen her betrachtet, erinnern Buxels Skulpturen an prähistorische, kultische Steinformationen. Erst der zweite Blick offenbart das rationale Moment: stets sind sie aus Steinblöcken zusammengefügt. Buxel wählt dazu einzelne, vorgefundene Steine aus und bearbeitet sie in wenigen, klaren Schnitten so, dass sich später alle Steine passgenau zu der vom Bildhauer konzipierten Skulptur zusammenfügen. Es ist damit bei Buxel gewissermaßen gerade umgekehrt wie bei den Steinen von Ulrich Rückriem, der vom Ganzen ausgeht, es teilt bzw. zerschneidet und die Teile zum Schluss wieder zum Ganzen zusammenfügt.

Ihre Spannung beziehen die Skulpturen von Buxel dabei zum einen aus dem vom Künstler geordneten Zusammenspiel der steinernen Individuen zum ganzheitlichen Ausdruck hin, der meist auf Elementares verweist wie etwa einen Tisch, ein Tor oder einen Würfel. Verstärkt wird diese Wirkung zum anderen dadurch, dass die vom Künstler bearbeiteten Seiten der Steinblöcke alle nach innen weisen, ja zum Teil nach dem Zusammenfügen für den Betrachter gar nicht mehr sichtbar sind, während Buxel die Außenseiten der Steinblöcke unbearbeitet lässt. «Das Handwerkliche ist als ein wichtiger Bestandteil dieser künstlerischen Arbeit zu erkennen und anzuerkennen, aber doch in dem unzugänglichen Innern der Plastik buchstäblich eingeschlossen, während nach außen hin Bruchflächen dominieren. So entsteht trotz der Schwere und Größe der Plastiken der Eindruck von Balanceakten zwischen Natur und Geist. Die Natur ist eingebunden in ein künstlerisches Konzept, das ihr nicht die Stimme raubt, aber eine neue Eigenständigkeit jenseits aller Zufälligkeiten gibt.» [Lothar Romain, 1989]

Arbeiten im öffentlichen Raum (Auswahl)[Bearbeiten]

Insbesondere jene von Buxels Arbeiten, die auf Bildhauersymposien oder auf öffentliche Ausschreibungen zurückgehen, können als Kunst im öffentlichen Raum von jedermann jederzeit in Augenschein genommen werden.

  • 1985 Kopf. Sandstein, 2 x 2,3 x 3,6 m. Standort: Marktplatz Jürgenohl, Goslar[3]
  • 1986 Würfel. Sandstein, 2,3 x 2,3 x 2,3 m. Standort: Insel im Salzgittersee, Salzgitter[4]
  • 1987 Quader. Sandstein, 2,10 x 1,25 x 1,30 m, anlässlich des II. Bildhauersymposiums Langenhagen. Standort: Marktplatz, Langenhagen
  • 1988 Tisch. Sandstein, 0,78 x 3,6 x 1,9 m. Standort: am Ufer der Vechte, zwischen Nordhorn und Frenswegen[5]
  • 1988 Tisch. Sandstein, 0,8 x 3,4 x 3,6 m. Standort: Ägidienmarkt, Braunschweig
  • 1989 Zeichen. Sandstein, 2,23 x 4,66 x 0,55 m. Standort: Neuerkerode
  • 1989 Tor. Sandstein, 2,54 x 3,2 x 1,32 m. Standort: Sculpture Campus Lutz Teutloff at Brock University, St. Catherines, Ontario, Kanada[6]
  • 1991 Terrassen. Sandstein, 3,24 x 0,91 x 4,03 m. Standort: Wolfsburg[7]
  • 1992 Tobi Ishi. 3 + 5 + 7 Steine, Granit, 45 m lang (Paviment 90 m). Standort: Muraoka, Präfektur Hyogo, Japan
  • 1995 Felsweg, Anröchter Grünstein. Standort: Mosbach
  • 2000 Für die großen und die kleinen Kinder. Granit, ca. 0,80 m hoch. Standort: Cerisy la Foret, Normandie, Frankreich

Literatur[Bearbeiten]

  • Lothar Romain: Reinhard Buxel. In: Eckhard Schneider: 3. Internationales Bildhauer-Symposion Bentheimer Sandstein 1988/89. Hrsg. Landkreis Grafschaft Bentheim, Nordhorn 1989, S. 75–81.
  • Manfred Schneckenburger: Steine und Räume - Reinhard Buxel (PDF; 47 kB). Eröffnungsrede anlässlich einer Ausstellung in der Galerie Teutloff am 21. Februar 1999.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reinhard Buxel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Reinhard Buxel - Biografie bei Poller Contemporary, Frankfurt am Main

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Skulpturen im Park 2011 @ Mörfelden-Walldorf. Welt der Form, 20. September 2011
  2. Anne Petersohn: Buxel und Reiff: Doppel-Ausstellung zeigt Kunst aus der Natur. Ruhr Nachrichten, 28. April 2011
  3. Spaziergang durch die Kunst- und Kaiserringstadt Goslar. Stadt Goslar
  4. Reinhard Buxel: Würfel (1986) (Welt der Form)
  5. reinhard buxel - kunstwegen
  6. Lutz Teutloff: Die Lutz Teutloff Sammlung an der Brock Universität Kanada. Kerber-Verlag, 2002, ISBN 3-933040-98-1.
  7. Christoph Rust: Werk statt Schloss: Bildhauerprojekt der Stadt Wolfsburg, 7.7. - 7.10.1991, Reinhard Buxel. Hrsg.: Kulturamt der Stadt Wolfsburg, 1991