Reinhold Forster Erbstollen

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Reinhold Forster Erbstollen
Restauriertes Stollenportal Restauriertes Stollenportal
Abbau von Spateisenstein
Beschäftigte 628 (670)
Betriebsbeginn 21. März 1805
Betriebsende 1902
Gemarkung Eiserfeld
Kreis Kreis Siegen-Wittgenstein
Revier Bergrevier Siegen I
Reinhold Forster Erbstollen und zugehöriger Verladeplatz mit Belegschaft im Jahr 1890

Der Reinhold Forster-Erbstollen ist der Erbstollen der Grube Eisenzecher Zug, dessen Stollenmundloch im Siegener Stadtteil Eiserfeld liegt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der am 21. März 1805 angeschlagene Stollen ist Teil und Eingang des großen Stollennetzwerkes, das die Siegener Stadtteile Eiserfeld und Eisern untergräbt. Benannt ist der Stollen nach dem Naturforscher und Geologen Johann Reinhold Forster. Er wurde bei einem täglichen Vortrieb von 3–5, später von bis zu 15 cm gebaut.

Eigentümer des Stollens waren die sogenannten Gewerken, sie besaßen Kuxe (Besitzanteile) an einer bergrechtlichen Gewerkschaft und hatten das Recht zur Erzausbeute. Der Stollen war Teil der Verbundgrube Eisenzecher Zug, sein Stollenmundloch aus den 1870er Jahren ist markant für den Siegerländer Bergbau.

Vom Eingang des Erbstollens bis zum Kaiserschacht zählt der Stollen mit einer Länge von 7.597,5 m (einschließlich Seitengängen) – nach dem Schlebuscher Erbstollen südöstlich von Bochum – zu den längsten in Nordrhein-Westfalen. 1902 wurde der Betrieb eingestellt. Wie viele weitere Stollen im heutigen Siegener Stadtgebiet diente der Stollen während des Zweiten Weltkriegs in den Jahren 1944/45 für die Bürger von Eiserfeld als Zufluchtsort vor Luftangriffen. Auf dem Kaiserschacht standen früher Förderanlagen, heute wird er als Wohngebiet genutzt.

Der stillgelegte Reinhold Forster-Erbstollen diente bis 1977 als Sprengstofflager für gewerbliche Zwecke. Er ist auf einer Länge von 470 m begehbar und kann seit 1983 als Schaubergwerk besichtigt werden.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Gewerke des Erbstollens waren u. a. :

  • Johann Heinrich Steinseifer, Eiserfeld (1811)
  • Johannes Hoffmann und Ehefrau Catharina geb. Hartmann, Eiserfeld (1846)
  • Friedrich Stolz

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Horst G. Koch: Königin der Eisensteingruben. - Eisenzecher Zug/Reinhold-Forster-Erbstollen, Verlag Gudrun Koch, Siegen 1980er. ISBN 3-7001027-2-0
  • Ute Bosbach: Spurensuche im Eisenland - Unterwegs auf Erzstraßen und Bergmannspfaden, amadeusmedien, November 2006. ISBN 3-9808936-8-5

[Bearbeiten] Weblinks

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