Reinhold Stecher

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Porträt von Altbischof Dr. Reinhold Stecher vom 10. Mai 2011

Reinhold Stecher (* 22. Dezember 1921 in Innsbruck, Tirol[1]) ist ein österreichischer Theologe und Alt-Bischof der Diözese Innsbruck.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach seiner Matura in Innsbruck und Ableistung des Reichsarbeitsdienstes trat er 1939 in das Priesterseminar in St. Michael in Matrei am Brenner ein. Nach Auflösung des Seminars durch die Gestapo studierte er am Stift St. Georgen in Kärnten weiter. Nach einer Wallfahrt nach Maria Waldrast wurde Stecher 1941 zu einer zweimonatigen Inhaftierung in ein Gestapo-Gefängnis verbracht. Anschließend erfolgte der Einzug zur Wehrmacht mit Fronteinsätzen in Karelien, Lappland und Norwegen. Stecher wurde verwundet und trat nach der Rückkehr in das Priesterseminar Canisianum ein.

1947 wurde er zum Priester geweiht. Es folgten Tätigkeiten als Präfekt, Lehrer und Seelsorger. 1951 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert. Seit 1958 ist er Mitglied der katholischen Studentenverbindung A.V. Raeto Bavaria Innsbruck im ÖCV, welche 1908 von seinem Vater Heinz Stecher gegründet wurde. Des Weiteren ist er Mitglied aller Verbindungen im ICV sowie 4 weiterer Innsbrucker Verbindungen. In den Jahren 1956 bis 1981 war Stecher Religionsprofessor an der Lehrerbildungsanstalt Innsbruck und parallel ab 1968 Professor für Religionspädagogik an der Pädagogischen Akademie des Bundes. 1965 bis 1970 war er Spiritual im Priesterseminar der Diözesen Innsbruck und Feldkirch.

Die Bischofsernennung erfolgte im Dezember 1980 durch Papst Johannes Paul II. als Nachfolger von Bischof Paulus Rusch. Die Bischofsweihe spendete ihm am 25. Januar 1981 Paulus Rusch. In der Österreichischen Bischofskonferenz war Bischof Stecher viele Jahre zuständiger Referatsbischof für die Referate Caritas und Frauen. Zugleich war Stecher Vertreter der Österreichischen Bischofskonferenz in der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz. Als Nachfolger von Bischof Stecher wurde Alois Kothgasser am 10. Oktober 1997 bestellt.

Stecher setzte 1988 der Legende vom angeblichen jüdischen Ritualmord am „Anderl von Rinn“ ein Ende, und verbot jeden weiteren Kult (bereits Papst Paul VI. verbot in den 1960er Jahren die Verehrung des Anderl von Rinn, da es sich bei den Reliquien um eine sichere Fälschung handelte). In seine Amtszeit fiel weiters der Besuch von Johannes Paul II. in Innsbruck und die Seligsprechung der beiden Märtyrerpriester Otto Neururer und Jakob Gapp.

Stecher gilt als begeisterter Bergsteiger, Autor und Maler.

[Bearbeiten] Auszeichnungen und Ehrungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.predigtpreis.de/predigtpreis-preisverleihung/preisverleihung20100/preistraeger-20100/preistraeger-stecher1.html

[Bearbeiten] Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Paulus Rusch Bischof von Innsbruck
19801997
Alois Kothgasser SDB
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