Reinsfeld

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Dieser Artikel behandelt die rheinland-pfälzische Ortsgemeinde Reinsfeld. Für Reinsfeld in Thüringen siehe Reinsfeld (Wipfratal).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Reinsfeld
Reinsfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Reinsfeld hervorgehoben
49.6747222222226.8766666666667510Koordinaten: 49° 40′ N, 6° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Hermeskeil
Höhe: 510 m ü. NHN
Fläche: 19,77 km²
Einwohner: 2340 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54421
Vorwahl: 06503
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 114
Adresse der Verbandsverwaltung: Langer Markt 17
54411 Hermeskeil
Webpräsenz: www.reinsfeld.de
Ortsbürgermeister: Rainer Spies (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Reinsfeld im Landkreis Trier-Saarburg
Luxemburg Saarland Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Birkenfeld Trier Bescheid (Hunsrück) Beuren (Hochwald) Damflos Geisfeld Grimburg Gusenburg Hermeskeil Hinzert-Pölert Naurath (Wald) Neuhütten (Hochwald) Rascheid Reinsfeld Züsch Baldringen Greimerath (bei Trier) Heddert Hentern Kell am See Lampaden Mandern Paschel Schillingen Schömerich Vierherrenborn Waldweiler Zerf Kanzem Konz Nittel Oberbillig Onsdorf Pellingen Tawern Temmels Wasserliesch Wawern (Saar) Wellen (Mosel) Wiltingen Bonerath Farschweiler Gusterath Gutweiler Herl Hinzenburg Holzerath Kasel (bei Trier) Korlingen Lorscheid Mertesdorf Morscheid Ollmuth Osburg Pluwig Riveris (Gemeinde) Schöndorf (an der Ruwer) Sommerau (an der Ruwer) Thomm Waldrach Ayl Fisch (Saargau) Freudenburg Irsch (bei Saarburg) Kastel-Staadt Kirf Mannebach (bei Saarburg) Merzkirchen Ockfen Palzem Saarburg Schoden Serrig Taben-Rodt Trassem Wincheringen Bekond Detzem Ensch Fell (Mosel) Föhren Kenn Klüsserath Köwerich Leiwen Longen Longuich Mehring (Mosel) Naurath (Eifel) Pölich Riol Schleich Schweich Thörnich Trittenheim Aach (bei Trier) Franzenheim Hockweiler Igel (Mosel) Kordel (Eifel) Langsur Newel Ralingen Trierweiler Welschbillig ZemmerKarte
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Rösterkopf bei Reinsfeld

Reinsfeld (moselfränkisch: Räänzelt / Räänsbelt) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hermeskeil an. Reinsfeld ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Reinsfeld liegt im Naturpark Saar-Hunsrück am Fuße des Rösterkopfes.

Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Azur-Campingpark, Bahnhof Pölert, Birkenhof, Eichhof, Felsenmühle, Industriegebiet Völkersheide, Lindenhof und Meisbrück.[3]

Nachbargemeinden sind Beuren (Hochwald), Hinzert-Pölert, Rascheid, Hermeskeil, Gusenburg, Grimburg, Kell am See und Osburg.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 1115 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 90 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Dezember. Im Dezember fallen 1,6-mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren stark. An 68 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Reinsfeld wurde zuerst in einer Urkunde des Trierer Erzbischof Egbert aus dem Jahr 981 unter dem Namen „Reinoniscampo“ erwähnt.[4] Der Name „Reinoniscampus“ wird gedeutet als „das Feld des Reno oder Raino“. Der Ort ist vermutlich um das Jahr 800 entstanden. In verschiedenen Urkunden aus dem 12. und 13. Jahrhundert ist die Schreibweise des Ortsnamens „Reynsvelt“, „Reinisvelt" und „Reinesvelt“.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Reinsfeld landesherrlich zum Kurfürstentum Trier und war dem Amt Grimburg zugeordnet. Innerhalb des Amtes war Reinsfeld Sitz eines Pflege genannten Verwaltungs- und Gerichtsbezirks, der auch die Funktion eines Hochgerichts hatte. Zur Pflege Reinsfeld gehörten die Zenten Bescheid, Beuren, Geisfeld, Gusenburg, Hermeskeil, Malborn, Nonnweiler, Pölert, Rascheid, Reinsfeld und Wadrill.[5]

Nach der Besetzung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte Reinsfeld von 1798 bis 1814 zum Kanton Hermeskeil im Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region an das Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung war Reinsfeld der Bürgermeisterei Hermeskeil im Landkreis Trier im neu eingerichteten Regierungsbezirk Trier zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Reinsfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 538
1835 765
1871 772
1905 885
1939 1.540
Jahr Einwohner
1950 1.615
1961 1.880
1970 2.050
1987 2.041
2005 2.300

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Reinsfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat: [6]

Wahl SPD CDU OWL Gesamt
2014 7 4 5 16 Sitze
2009 6 4 6 16 Sitze
2004 7 5 4 16 Sitze
  • OWL = Offene Wählerliste e.V.

Verkehr und Wirtschaft[Bearbeiten]

Reinsfeld hat Anbindungen zur Hunsrückhöhenstraße, zur Bundesautobahn 1 und zur Bundesstraße 52. Die Autobahnraststätten „Hochwald West“ und „Hochwald Ost“ an der A1 gehören zu Reinsfeld sowie 10 große Windenergieanlagen, die zurzeit mehr Energie produzieren, als die Haushalte verbrauchen, sowie zwei Biogasanlagen und das Montagewerk eines Herstellers von Fensterbeschlägen (SIEGENIA-AUBI KG). Bei der Felsenmühle im Wadrilltal liegt der Premium-Wanderweg Traumschleife Frau Holle.

Sprache[Bearbeiten]

In Reinsfeld wird ein moselfränkischer Dialekt gesprochen.

Kultur[Bearbeiten]

Eine Attraktion in Reinsfeld sind jedes Jahr im Herbst die von Angehörigen der katholischen Pfarrgemeinde St. Remigius aus Körnern, Samen und Blütenblättern gefertigten „Erntedankteppiche“ von etwa zwei Metern Durchmesser, die jedes Jahr ein wechselndes biblisches Motiv zeigen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reinsfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 75 (PDF; 2,3 MB)
  4. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, Urkunde 255: „Erzbischof Egbert schenkt dem h. Paulin ...“ (www.dilibri.de)
  5. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 113, 166.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen