Reith im Alpbachtal

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Reith im Alpbachtal
Wappen von Reith im Alpbachtal
Reith im Alpbachtal (Österreich)
Reith im Alpbachtal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 27,41 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 11° 53′ O47.41666666666711.878611111111637Koordinaten: 47° 25′ 0″ N, 11° 52′ 43″ O
Höhe: 637 m ü. A.
Einwohner: 2.709 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6235
Vorwahl: 05337
Gemeindekennziffer: 7 05 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 1
6235 Reith im Alpbachtal
Website: www.reithimalpbachtal.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Thaler (Bürgermeisterliste)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
7 Für ein starkes Reith - Bürgermeisterliste Johann Thaler
3 Bürgerliste Reith
4 Wirtschaft und Tourismus Reith
1 Aktiv für Reith, SPÖ und Parteifreie[1]
Lage der Gemeinde Reith im Alpbachtal im Bezirk Kufstein
Alpbach Angath Angerberg Bad Häring Brandenberg Breitenbach am Inn Brixlegg Ebbs Ellmau Erl Kirchbichl Kramsach Kufstein Kundl Langkampfen Mariastein Münster Niederndorf Niederndorferberg Radfeld Rattenberg Reith im Alpbachtal Rettenschöss Scheffau am Wilden Kaiser Schwoich Söll Thiersee Walchsee Wildschönau Wörgl Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Reith im Alpbachtal im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Reith
Reith
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Die Kirche in Reith

Reith im Alpbachtal ist eine Gemeinde mit 2709 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Kufstein im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt am Eingang zum Alpbachtal, das bei Brixlegg vom Unterinntal abzweigt. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Inntalboden bis zur Grenze mit der Gemeinde Alpbach und auf den Kerschbaumersattel (Grenze zum Zillertal) hinauf.

Das Ortszentrum mit dem Badesee Reither See liegt auf einer breiten Hochterrasse am Taleingang. Reither See und Egelsee sind charakteristische trichterförmige Eintiefungen in das Plateau, die wahrscheinlich durch die eiszeitliche Auslaugung von Gipslinsen entstanden sind.

Durch die verstreuten Einhöfe im weit ausgedehnten Gemeindegebiet verfügt die Gemeinde über eines der größten Güterwegenetze Tirols. Hierdurch wird das Gemeindebudget stark belastet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Hygna (370)
  • Reith im Alpbachtal (2126)
  • Scheffach (172)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hygna, Reith und Scheffach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind: Alpbach, Brixlegg, Bruck am Ziller, Hart im Zillertal, Kramsach, Münster, Strass im Zillertal.

Geschichte[Bearbeiten]

Reith ist eine sehr alte Siedlung, die bereits um 976 erstmals urkundlich erwähnt wird. Im 15.-19. Jahrhundert wurde im Gebiet des Reither Kogels (1336 m) bei St. Gertraudi Silberbergbau und Kupferbergbau betrieben. Der Abbau war lange Zeit das nach Schwaz größte Silber- und Kupferbergwerk in Tirol. Der Bergbau ist eingestellt, es gibt noch große Vorräte an Baryt, deren Abbau sich aber aufgrund globaler Konkurrenz derzeit nicht lohnt.

Von 1952 bis 1976 hieß die Gemeinde Reith bei Brixlegg, änderte ihren Namen aber – vor allem aus touristischen Gründen – in Reith im Alpbachtal. Neben der Landwirtschaft spielt heute vor allem der Tourismus eine Rolle, wobei sich die Nächtigungen etwa gleichermaßen auf die Winter- und Sommersaison verteilen.

1979 wurde Reith im Alpbachtal von der Entente Florale Europe zum „Schönsten Blumendorf Europas“ gekürt. Diese Auszeichnung war begründet auf den herrlichen Balkonblumenschmuck, der noch immer einer schönsten im Tiroler Unterland ist, sowie auf die gepflegten Blumeninseln im Ortsgebiet und das schöne Ortsbild im Gesamten.

Seit 2012 gibt es den „Hildegard von Bingen - Garten“, der vom örtlichen Hildegard-von-Bingen-Verein gehegt und gepflegt wird, ein sehenswerter Kräutergarten, der jederzeit besichtigt werden kann. Für Gruppen gibt es auch Führungen nach Absprache.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Reith im Alpbachtal
  • Pfarrkirche Hl. Petrus mit Friedhofskapelle Hll. Michael und Margaretha
  • Widum nordwestlich der Pfarrkirche
  • Filialkirche Hl. Gertraud in St. Gertraudi
  • Kapelle in Hygna
  • Burgruine Kropfsberg
  • Schloss Matzen [3]
  • Matzenpark

Verkehr[Bearbeiten]

Reith ist für Touristen, die im Alpbachtal Urlaub machen wollen, unumgänglich. Am Ort vorbei führt eine Landstraße, es gibt zwei Abzweigungen selbst. Die Schnellstraße führt auf der einen Seite durch einen Tunnel direkt nach Brixlegg, auf der anderen Seite direkt nach Alpbach und Inneralpbach.

Eine andere Straße führt von Reith aus ebenfalls nach Brixlegg, sie ist allerdings kurviger und steiler.

Von Reith aus führt eine Gondelbahn auf den Reither Kogel. Sie macht im Winter einen kleinen Teil des Skigebietes Alpbachtal aus und dient im Sommer als Wandergebiet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Daxer: Alpbachtal. Tyrolia-Verlag, Innsbruck/Wien/München 1975, ISBN 3-7022-1198-5.
  • Eduard Widmoser: Reith im Alpbachtal. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck o.J. [1976].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reith im Alpbachtal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.reithimalpbachtal.tirol.gv.at/gemeindeamt/download/221072132_1.pdf
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Dehio Tirol 1980