Reiyūkai

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Haupthalle der Reiyūkai vom Tokyo Tower aus gesehen

Reiyūkai (jap. 霊友会, dt. „Gesellschaft der Freunde der Geister“) ist der Name einer aus der Nichiren-Bewegung hervorgegangenen neureligiösen Erscheinung[1] des japanischen Buddhismus, die im Jahr 1925 von Kakutarō Kubo (1892–1944) und Kimi Kotani (1901–1971) gegründet wurde.

Die als Laiengemeinschaft organisierte Gemeinschaft verehrt das Lotus-Sutra (jap. Hokke-kyō) als den höchsten Ausdruck der buddhistischen Botschaft. In ihrer Praxis bewahrt sie zudem gewisse Aspekte der altjapanischen Religion des Shintō, legt Wert auf die Ahnenverehrung, ist aber auch sozial und karitativ engagiert.

Aus der Reiyūkai ging 1938 die (größere) Risshō Kōseikai hervor. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie überdies zur Basis weiterer neureligiöser Bewegungen in Japan.

Die Reiyūkai zählt etwa 2 bis 3 Millionen Anhänger.

Abspaltungen[Bearbeiten]

Aus der Reiyūkai gingen die folgenden Gesellschaften hervor. Das Jahr in Klammern ist das Gründungsjahr. Die deutschen Übersetzungen basieren auf den japanischen Namen der Gesellschaften und sind nicht deren offizielle Bezeichnungen.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Komoto Mitsugi: The Place of Ancestors in the New Religions: The Case of Reiyûkai-Derived Groups. In: Inoue Nobutaka: New Religions. (= Contemporary Papers on Japanese Religion 2). Institute for Japanese Culture and Classics, Kokugakuin University, 1991, ISBN 4-905853-00-1.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helen Hardacre: Lay Buddhism in Contemporary Japan: Reiyukai Kyodan. Princeton Univ Press, 1984, ISBN 0-691-07284-1.
  • Helen Hardacre: Sex-role norms and values in Reiyūkai. In: Japanese Journal of Religious Studies. 6 (3) (1979), S. 445–460.
  • Kubo Tsugunari, Yuyama Akira: The Lotus Sutra. 2., korr. Auflage. Numata Center for Buddhist Translation and Research, Berkeley, Calif. 2007, ISBN 978-1-886439-39-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reiyūkai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien