Rekum

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rekum (Begriffsklärung) aufgeführt.
Luftbild 2012

Rekum (um 1300 Reken oder Rekene) war eine bis zum 1. November 1939 eigenständige Gemeinde im Landkreis Blumenthal.

Heute ist Rekum ein Ortsteil vom Bremer Stadtteil Blumenthal innerhalb des Stadtbezirks Nord. Es hat eine Fläche von 559 ha.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 12. Jahrhundert war in Rekum eine Familie des Dienstadels ansässig. Um 1400 gab es eine Mühle, in deren Nähe es einen Übergang über die Weser gab. Aus dieser Fährstelle entstand der Ort Farge.

1866 wurde von Johann Christoffers in Rekum eine Schiffswerft errichtet, die aber bereits nach dem Bau von drei Schiffen wieder aufgegeben wurde.[1]

1923 ersuchte Rekum nach Gemeindeinsolvenz um Beitritt zur Gemeinde Farge, was allerdings von den preußischen Provinzialbehörden nicht genehmigt wurde. Der Farger Ortsbürgermeister Richard Taylor wurde daraufhin in Personalunion auch Ortsbürgermeister von Rekum und es entstand Farge-Rekum als eine Art Doppelgemeinde.

Eingemeindung[Bearbeiten]

1939 kam Rekum durch die Vierte Verordnung über den Neuaufbau des Reichs mit anderen Gemeinden nördlich der Lesum von Preußen nach Bremen.[2]

Seit 1946 ist Rekum Teil des Ortsamtsbereiches Blumenthal.

Die Ev.-ref. Kirchengemeinde Bremen-Rekum gehört jedoch weiterhin zur Ev.-ref. Kirche mit Sitz in Leer und nicht zur Bremischen Evangelischen Kirche.

Rekum als Bremer Ortsteil[Bearbeiten]

Von 1943 bis 1945 wurde in Rekum der U-Boot-Bunker Valentin errichtet.

Bremen-Rekum evang-ref-Kirche 01.jpg

1955 bekam Rekum eine eigene Kirche, gehörte aber bis 1980 weiter zur Kirchgemeinde Neuenkirchen.[3]

Nach dem endgültigen Auszug der Bundeswehr aus dem Bunker Valentin Ende 2010 ist der Ausbau einer Gedenkstätte im und neben dem Bunker ab 2011 geplant.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1813 hatte Rekum 484 Einwohner, 1858 705 Einwohner, 1864 731 Einwohner, 1905 1.103 Einwohner, 1995 2.395 Einwohner, 2004 2.531 Einwohner (Stand 31. Dezember 2004)

Verkehr[Bearbeiten]

Rekum wird von der Buslinie 90 der Bremer Straßenbahn AG erschlossen, nachts ergänzt durch die Nachtbuslinie N7. Sie verbinden Rekum mit Neuenkirchen, Bremen-Blumenthal, Bremen-Vegesack, Bremen-Burg und Bremen-Gröpelingen, die Linie N7 darüber hinaus auch mit der Bremer Innenstadt.[4]

Bis 1938 verlief die später abgebaute Niederweserbahn durch Rekum, dieser Streckenabschnitt wurde für die Marinebahn umgenutzt. Während des Bunkerbaus verlief eine zweite Eisenbahn-Nord-Süd-Verbindung durch Rekum.

Kultur[Bearbeiten]

Der 1978 gegründeten Schifferchor Rekum setzt sich aus ehemaligen Seeleuten zusammen, die das traditionelle Seemannslied pflegen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach drei Schiffen kam das Aus für die Werft
  2. Vierte Verordnung über den Neuaufbau des Reichs vom 28. September 1939
  3. http://rekum.reformiert.de/kirchspiel-rekum.html
  4. http://www.bsag.de/pdf/Web_BSAG_Bremen-Nord_Final.pdf

53.2191918.509426Koordinaten: 53° 13′ 9″ N, 8° 30′ 34″ O