Remich

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Remich
Wappen Karte
Wappen von Remich Lage von Remich im Großherzogtum Luxemburg
Basisdaten
Staat: Luxemburg
Koordinaten: 49° 33′ N, 6° 22′ O49.5449166666676.3641111111111Koordinaten: 49° 32′ 42″ N, 6° 21′ 51″ O
Distrikt: Grevenmacher
Kanton: Remich
Einwohner: 3443 (1. Januar 2014)[1]
Fläche: 5,29 km²
Bevölkerungsdichte: 650,9 Einw./km²
Gemeindenummer: 00008007
Website: www.remich.lu
Politik
Bürgermeister: Henri Kox (Déi Gréng)
Wahlsystem: Proporzwahl

Remich (luxemburgisch Réimech) ist eine Stadt und eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg sowie Hauptort des gleichnamigen Kantons Remich.

Geografie[Bearbeiten]

Remich liegt am westlichen Ufer der Mosel, 10 km nördlich des Dreiländerecks Deutschland/Frankreich/Luxemburg (Schengen).

Geschichte[Bearbeiten]

Das antike Remacum der Römerzeit war eine kleine Ansiedlung von Fischern und Schiffern. Es wurde im Lauf der Jahrhunderte von den jeweiligen Eroberern der Moselregion mehrmals in Schutt und Asche gelegt, was den Bau der Schutzwälle erforderlich machte, deren Spuren man noch immer erkennen kann.

Am 11. April 882 stellte sich in der Schlacht bei Remich ein kleines Aufgebot, angeführt von den Bischöfen Wala von Metz und Bertolf von Trier sowie von dem Metzer Grafen Adalhard II., den Wikingern entgegen, die nach der Einnahme und Plünderung von Trier auf Metz vorstoßen wollten.

Remich heute[Bearbeiten]

Heute ist Remich – an der Europaroute SaarbrückenLuxemburg gelegen – eine kleine, blühende Touristenstadt sowie – als Kantonshauptstadt – Verwaltungs- und Einkaufszentrum des gleichnamigen Kantons. Vor allem aber ist Remich das Zentrum des luxemburgischen Weinbaus mit dem Sitz des Institut Viti-Vinicole und der Marque nationale für Luxemburgs Weine.

Das Panorama der Stadt wird von Weingärten und dichten Wäldern bestimmt, die Remich wie ein Amphitheater umgeben.

Am Ufer der Mosel lädt eine drei Kilometer lange Promenade dazu ein, die zahlreich vorüberfahrenden Lastkähne und Jachten zu beobachten. Dort steht auch der Bacchus-Brunnen des luxemburgischen Künstlers Wil Lofy.

An Aschermittwoch wird ein besonderer Brauch begangen: Mit dem Verbrennen einer Strohpuppe auf der Moselbrücke wird die Fastnacht beendet. Nach dem ursprünglichen Brauch sollen die Flammen die bösen Geister der Winterzeit vertreiben und den Frühling willkommen heißen. Die Strohpuppe heißt „Stréimännchen“; in Schaltjahren wird ein „Stréifrächen“ (Strohfrauchen) verbrannt.

Politik[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 9. Oktober 2011 errang die Liste der CSV mit 33,81 Prozent der abgegebenen Stimmen vier Mandate, die Grünen mit 33,58 Prozent vier Mandate, die DP mit 19,51 Prozent zwei Mandate und die LSAP mit 13,09 Prozent ein Mandat.[2]

Die Gemeinde ist Mitglied folgender Kommunalverbände: SIAER, SICEC, SIGI, SIGRE, Syndicat de distribution de l’eau Remich, Syvicol.[3]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Remich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. STATEC Luxembourg – Population par canton et commune 1821–2014 (franz.)
  2. Élections communales 2011: Commune Remich
  3. Annuaire des communes: Ville de Remich, Syvicol