Rems-Murr-Kreis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Rems-Murr-Kreises Deutschlandkarte, Position des Rems-Murr-Kreises hervorgehoben48.8297222222229.3161111111111Koordinaten: 48° 50′ N, 9° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Region: Stuttgart
Verwaltungssitz: Waiblingen
Fläche: 858,14 km²
Einwohner: 408.827 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 476 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WN, BK
Kreisschlüssel: 08 1 19
Kreisgliederung: 31 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Alter Postplatz 10
71332 Waiblingen
Webpräsenz: www.rems-murr-kreis.de
Landrat: Johannes Fuchs (FDP)
Lage des Rems-Murr-Kreises in Baden-Württemberg
Frankreich Schweiz Österreich Bodensee Rheinland-Pfalz Hessen Freistaat Bayern Alb-Donau-Kreis Baden-Baden Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Bodenseekreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Enzkreis Landkreis Esslingen Freiburg im Breisgau Landkreis Freudenstadt Landkreis Göppingen Heidelberg Landkreis Heidenheim Landkreis Heilbronn Heilbronn Hohenlohekreis Landkreis Karlsruhe Karlsruhe Landkreis Konstanz Landkreis Lörrach Landkreis Ludwigsburg Main-Tauber-Kreis Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Ortenaukreis Ostalbkreis Pforzheim Landkreis Rastatt Landkreis Ravensburg Rems-Murr-Kreis Landkreis Reutlingen Rhein-Neckar-Kreis Landkreis Rottweil Landkreis Schwäbisch Hall Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Sigmaringen Stuttgart Landkreis Tübingen Landkreis Tuttlingen Ulm Landkreis Waldshut ZollernalbkreisKarte
Über dieses Bild

Der Rems-Murr-Kreis ist ein 858,14 km² großer Landkreis in Baden-Württemberg mit Sitz in Waiblingen. Er entstand 1973 aus dem ehemaligen Landkreis Waiblingen, großen Teilen des ehemaligen Landkreises Backnang sowie einem kleineren Teil des ehemaligen Landkreises Schwäbisch Gmünd. Namensgeber sind die beiden Flüsse Rems und Murr, die das Relief des Kreisgebiets mit ihren Tälern und Seitentälern prägen.

Der Rems-Murr-Kreis gehört zur Region Stuttgart im Regierungsbezirk Stuttgart.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Siedlungs-Schwerpunkte des Kreises liegen im Westen des Landkreises, wo er mit dem Neckarbecken und der Backnanger Bucht an den Gäu-Landschaften Anteil hat, und im Remstal, das im Süden des Kreises von Ost nach West verläuft. Südlich des Remstals bilden die Höhen des Schurwalds die Kreisgrenze. Der zentrale und nördliche Teil des Landkreises gehört zum Schwäbisch-Fränkischen Wald, zu dem hier der Welzheimer Wald, der Murrhardter Wald sowie der Süden des Mainhardter Walds und der Löwensteiner Berge gehören. Die Waldgebiete werden unterbrochen durch die Täler der Murr, die das zentrale Tal im Norden des Landkreises bildet, der Wieslauf, der Lauter und des Buchenbachs. Zwischen Murr-, Rems- und Wieslauftal erhebt sich der Höhenzug Berglen. Im äußersten Westen reicht das Kreisgebiet bis ans rechte Ufer des Neckars (wenig oberhalb bzw. südlich der Remsmündung).

Orte[Bearbeiten]

Die Liste der Orte im Rems-Murr-Kreis enthält die ungefähr 510 Orte (Städte, Dörfer, Weiler, Höfe und Wohnplätze) des Rems-Murr-Kreises im geographischen Sinne.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Rems-Murr-Kreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Ludwigsburg, Heilbronn, Schwäbisch Hall, Ostalbkreis, Göppingen und Esslingen sowie an den Stadtkreis Stuttgart.

Natur[Bearbeiten]

Im Rems-Murr-Kreis gibt es folgende Naturschutzgebiete:

  1. Bergrutsch am Kirchsteig bei Urbach: 4,3 ha, Gemarkung Urbach
  2. Bodenbachschlucht: 8,6 ha; Gemarkung Spiegelberg
  3. Buchenbachtal: 118,4 ha; Gemarkungen Burgstall und Affalterbach (Kreis Ludwigsburg)
  4. Gaab: 13,0 ha; Gemarkungen Murrhardt und Kirchenkirnberg
  5. Hägeles- und Brunnenklinge: 5,4 ha; Gemarkung Kaisersbach
  6. Harbacher Quellsumpf: 0,6 ha; Gemarkung Murrhardt
  7. Hirschäcker: 14,5 ha; Gemarkung Winterbach
  8. Hörschbachschlucht: 46,4 ha; Gemarkungen Sechselberg, Oberbrüden und Murrhardt
  9. Jägerhölzle: 2,7 ha; Gemarkung Rudersberg
  10. Kappelberg: 2,0 ha; Gemarkung Fellbach
  11. Leintal zwischen Leinecksee und Leinhäusle: 202,5 ha, Gemarkung Alfdorf
  12. Morgensand und Seelachen: 40,5 ha; Gemarkungen Haubersbronn und Oberurbach
  13. Oberes Zipfelbachtal mit Seitenklinge und Teilen des Sonnenbergs: 41,6 ha, Gemarkungen Waiblingen und Winnenden
  14. Oeffinger Scillawald: 11,8 ha; Gemarkung Oeffingen
  15. Rehfeldsee: 6,5 ha; Gemarkungen Weiler und Schorndorf
  16. Roter Burren: 4,7 ha; Gemarkung Plüderhausen
  17. Rottal zwischen Hüttenbühl und Buchengehren: 78,0 ha, Gemarkung Alfdorf
  18. Schmalenberg: 32,4 ha; Gemarkungen Kaisersbach, Rudersberg und Welzheim
  19. Seegut/Semmlersberg: 18,3 ha; Gemarkungen Cottenweiler und Oberweissach
  20. Sommerrain: 2,0 ha; Gemarkung Allmersbach im Tal
  21. Steinhäusle: 20,9 ha; Gemarkung Kirchenkirnberg
  22. Strümpfelbachtal: 40,0 ha; Gemarkungen Althütte, Kaisersbach und Rudersberg
  23. Unteres Remstal: 158,3 ha; Gemarkungen Neustadt, Hegnach, Hohenacker und Neckarrems (Kreis Ludwigsburg)
  24. Vordere Hohbachwiesen: 12,5 ha; Gemarkung Unterurbach
  25. Wiesentäler bei der Menzlesmühle: 62,8 ha; Gemarkungen Vordersteinenberg, Kaisersbach und Altersberg (Ostalbkreis)
  26. Wieslaufschlucht und Edenbachschlucht: 42,0 ha; Gemarkungen Welzheim, Rudersberg und Kaisersbach

Geschichte[Bearbeiten]

Der Rems-Murr-Kreis wurde durch die Kreisreform am 1. Januar 1973 gebildet. Damals wurde der Altkreis Waiblingen mit dem größten Teil des Altkreises Backnang zum neuen Rems-Murr-Kreis vereinigt. Ferner wurde die Gemeinde Alfdorf des Altkreises Schwäbisch Gmünd eingegliedert.[2] Die beiden Altkreise Waiblingen und Backnang gehen zurück auf die alten württembergischen Oberämter Waiblingen und Backnang, die schon zu Zeiten des Herzogtums Württemberg errichtet wurden. Im Laufe der Geschichte wurden sie mehrmals verändert und 1934/38 in die Landkreise Waiblingen und Backnang überführt. Damals nahm der Landkreis Waiblingen nahezu alle Gemeinden des Oberamts Schorndorf und viele Gemeinden des Oberamts Welzheim, der Landkreis Backnang viele Gemeinden der Oberämter Gaildorf, Marbach und Welzheim auf.

Am 1. Januar 1977 kam es zu einem kleinen Gebietsaustausch mit dem Ostalbkreis.

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Rems-Murr-Kreis noch 31 Gemeinden, darunter acht Städte und hiervon wiederum sechs „Große Kreisstädte“ (Backnang, Fellbach, Schorndorf, Waiblingen, Weinstadt und Winnenden). Größte Stadt ist Waiblingen, kleinste Gemeinde ist Spiegelberg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Datum Einwohner
31. Dezember 1973 351.470
31. Dezember 1975 349.139
31. Dezember 1980 356.142
31. Dezember 1985 356.198
27. Mai 1987 ¹ 360.634
31. Dezember 1990 380.813
Datum Einwohner
31. Dezember 1995 399.116
31. Dezember 2000 409.296
31. Dezember 2005 417.697
31. Dezember 2010 415.448

Politik[Bearbeiten]

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von acht Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[3]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
[4]
Sitze
2014
%
2009
[5]
Sitze
2009
%
2004
[6]
Sitze
2004
%
1999
[7]
Sitze
1999
[8]
%
1994
Sitze
1994
%
1989
Sitze
1989
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 48,86 %
 %
40
30
20
10
0
30,76 %
18,93 %
16,94 %
12,22 %
11,47 %
4,74 %
2,48 %
1,63 %
0,83 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+1,17 %p
-1,34 %p
+0,48 %p
+1,02 %p
-6,07 %p
+4,74 %p
+1,03 %p
+0,17 %p
-1,21 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,76 28 29,59 27 35,00 34 37,9 36 33,5 31 38,5 37
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 18,93 16 20,27 18 21,27 18 23,2 20 25,7 24 27,6 26
FW Freie Wähler im Rems-Murr-Kreis e.V. 16,94 15 16,46 14 - - - - - - - -
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 12,22 12 11,20 10 10,24 9 8,4 7 11,2 10 9,3 8
FDP Freie Demokratische Partei-Freie Wähler 11,47 10 17,54 15 - - - - - - - -
GEM Gemeinsame Wahlvorschläge verschiedener Parteien - - - - 17,1 14 18,5 15 25,0 23 22,8 21
WG Wählervereinigungen - - - - 13,2 11 8,5 7 - - 1,8 1
AfD Alternative für Deutschland 4,74 4 - - - - - - - - - -
Linke Die Linke 2,48 2 1,45 1 - - - - - - - -
ÖDP Ökologisch-Demokratische Partei 1,63 1 2,04 1 - - - - - - - -
REP Die Republikaner 0,50 - 1,46 1 3,18 2 3,6 3 4,5 3 - -
Piraten Piratenpartei 0,33 - - - - - - - - - - -
Sonst. Sonstige - - - - - - - - 0,2 - - -
gesamt 100,0 88 100,0 87 100,0 88 100,0 88 100,0 91 100,0 93
Wahlbeteiligung 48,86 % 49,56 % 51,6 % 51,3 % 64,6 % 56,2 %
  • WG: Wählervereinigungen, da sich die Ergebnisse von 1989 bis 2004 nicht auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lassen.
  • GEM: Gemeinsame Wahlvorschläge, da sich die Ergebnisse von 1989 bis 2004 nicht sicher auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lassen (Differenzen zwischen den Daten des Landesamtes für Statistik und den vom Landkreis bereitgestellten Daten für die Kreistagswahl 2004).

Landräte[Bearbeiten]

Die Landräte des Landkreises Backnang 1945–1972:

Die Landräte des Landkreises Waiblingen 1945–1972:

Die Landräte des Rems-Murr-Kreises seit 1973:

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Gold zwischen zwei schräglinken blauen Wellenleisten eine schräglinke schwarze Hirschstange

(Wappen-Verleihung 4. November 1974)

Bedeutung: Die Hirschstange steht für das Haus Württemberg, welches bereits seit dem 14. Jahrhundert den Großteil des heutigen Kreisgebiets beherrschte. Die beiden Wellenleisten symbolisieren die Flüsse Rems und Murr, welche dem Kreis den Namen gaben.

Siehe auch: Liste der Wappen im Rems-Murr-Kreis

Kreispartnerschaften[Bearbeiten]

Der Rems-Murr-Kreis pflegt partnerschaftliche Beziehungen zum Landkreis Meißen in Sachsen (seit 1990), zum Komitat Baranya in Ungarn (seit 1991), zum Rayon und zur Stadt Dmitrow in Russland (seit 1991) und zur Stadt Southampton in Großbritannien (seit 1991).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Mit den Firmen Ericsson und Tesat-Spacecom befinden sich zwei Hochtechnologiefirmen in Backnang. Der internationale Hersteller von Motorsägen und Kleinmotorgeräten, die Andreas Stihl AG & Co. KG, hat sein Stammhaus in Waiblingen-Neustadt. Die Robert Bosch GmbH hat zwei Werke in Waiblingen (für Kunststofftechnik und Verpackungstechnik) sowie eines in Murrhardt. Winnenden ist Sitz des Reinigungsgeräteherstellers Kärcher. Der US-amerikanische Automobilzulieferer TRW Automotive hat in Alfdorf eines seiner Technologie-Zentren (Airbag und Sicherheitsgurt) aufgebaut.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Kreisgebiet führt keine Bundesautobahn, da Planungen für eine Odenwald-Neckar-Alb-Autobahn (A 45) und eine Bundesautobahn 85 aufgegeben worden sind. Die A 81 StuttgartWürzburg führt nur wenige Kilometer westlich des Kreisgebietes vorbei. Die wichtigsten Straßen im Kreis sind die im Kreisgebiet durchgehend vierspurig ausgebaute B 29 Waiblingen–Aalen sowie die B 14 Stuttgart–Schwäbisch Hall, die bis zur Anschlussstelle Nellmersbach vierspurig ausgebaut ist. Ein weiterer Ausbau der B 14 bis Backnang ist vorgesehen.

Bahnstreckennetz

Der Landkreis ist an das Netz der S-Bahn Stuttgart angeschlossen. Die Linie S2 führt von Stuttgart über Fellbach und Waiblingen nach Schorndorf. Hierbei benutzt sie die Remsbahn, die über die Kreisgrenze hinaus bis Aalen führt, durchgehend zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert ist sowie regelmäßig von Zügen der Intercity-Linie Karlsruhe–Nürnberg bedient wird. Sie halten allerdings nur vereinzelt im Kreisgebiet, und zwar am Bahnhof Schorndorf. Dort zweigt auch die von der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft (WEG) betriebene Wieslauftalbahn nach Rudersberg ab.

Die Linie S3 führt ebenfalls über Fellbach–Waiblingen nach Backnang. Diese Linie befährt die Bahnstrecke Waiblingen–Schwäbisch Hall. Von Backnang aus führt die Bahnstrecke Backnang–Ludwigsburg als S-Bahn Linie S4 nach Marbach am Neckar. Die Murrbahn wurde erst in den 1990er Jahren elektrifiziert. Sie stellt die kürzeste Verbindung von Stuttgart nach Nürnberg dar.

Die Stadt Fellbach ist ferner durch die Stadtbahnlinie U1 mit Stuttgart-Mitte verbunden.

Kreiseinrichtungen[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

Der Rems-Murr-Kreis ist Schulträger folgender Beruflichen Schulen: Gewerbliche Schule Backnang, Eduard-Breuninger-Schule Backnang (Kaufmännische Schule), Anna-Haag-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Backnang, Grafenberg-Schule Schorndorf (Gewerbliche Schule), Johann-Philipp-Palm-Schule Schorndorf (Kaufmännische Schule), Gewerbliche Schule Waiblingen, Kaufmännische Schule Waiblingen und Maria-Merian-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Waiblingen, ferner der Schulen für Geistig- und Körperbehinderte jeweils mit Schulkindergarten in Fellbach-Schmiden (Fröbelschule), Murrhardt (Bodelschwinghschule), Kernen-Stetten (Theodor-Dierlamm-Schule) und Schorndorf (Fröbelschule), der Christian-Morgenstern-Schule für Sprachbehinderte mit Schulkindergärten in Waiblingen, Schorndorf und Sulzbach an der Murr und der Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung Waiblingen.

Krankenhäuser[Bearbeiten]

Der Rems-Murr-Kreis ist auch Gesellschafter der Rems-Murr-Kliniken gGmbH mit Kliniken in Schorndorf und Winnenden. Weitere Kliniken sind das Zentrum für Psychiatrie Winnenden (Anstalt des öffentlichen Rechts), die Geriatrische Reha-Klinik Bethel Welzheim sowie die beiden privaten Kliniken Central Klinik Waiblingen GmbH und Fachklinik zur Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit Wilhelmsheim in Oppenweiler.

Umwandlung der Krankenhäuser in eine gGmbH und Neubau

Am 14. Juli 2008 hat der Kreistag beschlossen, die bisher als Eigenbetrieb geführten drei Krankenhäuser in Waiblingen, Backnang und Schorndorf künftig in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH zu betreiben. Auf derselben Sitzung beschloss der Kreistag das bisher größte Investitionsvorhaben in der Geschichte des Landkreises: den Neubau des Kreiskrankenhauses in Winnenden.[10] Die Kosten sollen sich auf rund 266 Millionen Euro belaufen. Mit der Eröffnung des Kreiskrankenhauses in Winnenden im Juli 2014 wurden die Krankenhäuser in Waiblingen und Backnang geschlossen.[11] Das Schorndorfer Krankenhaus besteht weiterhin.

Sonstiges[Bearbeiten]

Zur Pflege der Naturdenkmäler im Kreis unterhält das Landratsamt, als eines der wenigen in Deutschland, einen eigenen Landschaftspflegetrupp, bestehend aus einem hauptamtlichen Mitarbeiter und vier Plätzen für den Bundesfreiwilligendienst.

Am 23. September 2008 erhielt der Kreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2012[1])

Städte:

  1. Backnang, Große Kreisstadt (34.491)
  2. Fellbach, Große Kreisstadt (43.986)
  3. Murrhardt (13.545)
  4. Schorndorf, Große Kreisstadt (38.281)
  5. Waiblingen, Große Kreisstadt (52.302)
  6. Weinstadt, Große Kreisstadt (25.998)
  7. Welzheim (11.045)
  8. Winnenden, Große Kreisstadt (27.287)

Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände:

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Backnang mit den Gemeinden Allmersbach im Tal, Althütte, Aspach, Auenwald, Burgstetten, Kirchberg an der Murr, Oppenweiler und Weissach im Tal
  2. Gemeindeverwaltungsverband Plüderhausen-Urbach mit Sitz in Plüderhausen; Mitgliedsgemeinden: Plüderhausen und Urbach
  3. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Schorndorf mit der Gemeinde Winterbach
  4. Gemeindeverwaltungsverband Sulzbach mit Sitz in Sulzbach an der Murr; Mitgliedsgemeinden: Großerlach, Spiegelberg und Sulzbach an der Murr
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Welzheim mit der Gemeinde Kaisersbach
  6. Gemeindeverwaltungsverband Winnenden mit Sitz in Winnenden; Mitgliedsgemeinden: Stadt Winnenden und Gemeinden Leutenbach und Schwaikheim

Gemeinden:

  1. Alfdorf (7031)
  2. Allmersbach im Tal (4604)
  3. Althütte (4056)
  4. Aspach (7955)
  5. Auenwald (6766)
  6. Berglen (5995)
  7. Burgstetten (3497)
  8. Großerlach (2440)
  9. Kaisersbach (2509)
  10. Kernen im Remstal (14.903)
  11. Kirchberg an der Murr (3670)
  12. Korb (10.087)
  13. Leutenbach (10.817)
  14. Oppenweiler (4008)
  15. Plüderhausen (9273)
  16. Remshalden (13.527)
  17. Rudersberg (10.997)
  18. Schwaikheim (9281)
  19. Spiegelberg (2121)
  20. Sulzbach an der Murr (5104)
  21. Urbach (8678)
  22. Weissach im Tal (7003)
  23. Winterbach (7570)
Allmersbach im Tal Allmersbach im Tal Althütte Auenwald Backnang Backnang Burgstetten Fellbach Großerlach Kaisersbach Kaisersbach Kaisersbach Kaisersbach Kirchberg an der Murr Leutenbach (Württemberg) Leutenbach (Württemberg) Leutenbach (Württemberg) Murrhardt Oppenweiler Plüderhausen Plüderhausen Plüderhausen Rudersberg Schorndorf Schwaikheim Spiegelberg Sulzbach an der Murr Waiblingen Waiblingen Waiblingen Weissach im Tal Welzheim Winnenden Winterbach (Remstal) Aspach (bei Backnang) Berglen Berglen Weinstadt Kernen im Remstal Urbach (Baden-Württemberg) Alfdorf Alfdorf Korb (Württemberg) RemshaldenKarte Rems-Murr-Kreis.png
Über dieses Bild

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1973 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Waiblingen gültige Unterscheidungszeichen WN zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 2. Dezember 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen BK (Backnang) erhältlich. Da BK gleichzeitig auch das primäre Kennzeichen des Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt ist, wird erstmals das gleiche Unterscheidungskennzeichen in zwei Zulassungsbezirken vergeben. Beide Kreise haben sich entsprechend die verfügbaren Nummernblöcke anhand von Buchstaben aufgeteilt.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Rems-Murr-Kreis – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Rems-Murr-Kreis

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Lässing (Hrsg.) – Der Rems-Murr-Kreis, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-8062-0243-5.
  • Das Land Baden-Württemberg – Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band III: Regierungsbezirk Stuttgart – Regionalverband Mittlerer Neckar, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2.
  • Reinhard Wolf (Hrsg.) – Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart. Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2002. ISBN 3-7995-5173-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rems-Murr-Kreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 463f.
  3. (88 Sitze, vorher 87 Sitze).Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  4. [1] Ergebnis der Kreistagswahl 2014
  5. [2] Ergebnis der Kreistagswahl 2009
  6. [3] Ergebnis der Kreistagswahl 2004
  7. [4] Stimmenverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009
  8. [5] Sitzverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009
  9. Stuttgarter Nachrichten 2010: Johannes Fuchs bleibt Rems-Murr-Landrat
  10. http://www.waiblinger-kreiszeitung.de/indexWN.php?&kat=347&artikel=48 Kreistag beschließt Krankenhausneubau in Winnenden
  11. http://winnenden.de/site/Winnenden_Internet/node/6835034/Lde/14-07-04_er_ffnungsfeier_rems-murr-klinikum_winnenden.html